"Spruch ungut, Analyse bleibt"

SID
Mehmet Schol analysiert zusammen mit Matthias Opdenhövel die EM-Spiele in der ARD
© getty

ARD-Experte und Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl hat sich für seinen "Konsorten-Spruch" gegen DFB-Chefscout Urs Siegenthaler und Joachim Löw entschuldigt.

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"Diesen flapsigen Spruch hätte ich mir schenken können", sagte Scholl kurz vor dem EM-Halbfinale zwischen Wales und Portugal am Mittwochabend im Ersten: "Der war nicht angebracht."

Der 45-Jährige schaue die Spiele der Nationalmannschaft "mit sehr viel Emotionen", da komme es ab und an zu "Gehirnschluckauf", sagte Scholl, der im Grundsatz aber bei seiner Kritik am Analysesystem des DFB bleibt.

"Alles, was ich zum Thema Analyse und Beratung gesagt habe - auch Tage später sehe ich das genauso", sagte Scholl: "Da gibt es keinen Grund, zurückzurudern." Nach dem "Gewitter", die Scholls Aussagen am Samstag unmittelbar nach dem deutschen Viertelfinalsieg gegen Italien ausgelöst hatten, sei nun "der Deckel drauf", sagte der frühere Bayern-Star: "Spruch ungut, Analyse bleibt."

Kritik von Arne Friedrich

Kritik für Scholl gab es am Mittwochabend auch vom früheren Nationalspieler Arne Friedrich. "Jeder kann seine Meinung äußern, aber die Art und Weise war nicht gut. Ich glaube auch nicht, dass er Urs Siegenthaler und seine Arbeitsabläufe kennt. Ich kenne sie, und weiß, dass er ein hervorragender Mann ist", sagte der 37-Jährige dem SID bei einem PR-Termin von Mercedes-Benz in Marseille.

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Scholl hatte in der ARD-Übertragung nach dem Sieg im Elfmeterschießen Siegenthaler "und Konsorten" als Fehler-Einflüsterer bei Bundestrainer Joachim Löw ausgemacht und vor fast 30 Millionen TV-Zuschauern darüber geschimpft, dass Siegenthaler Löw falsche Tipps gebe - wie die Umstellung auf eine Dreierkette gegen Italien. "Der Herr Siegenthaler möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen", hatte Scholl gesagt.

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