DFB-Team: Mario Götze und das Prinzip Vertrauen

Zeig der Welt, dass du Götze bist

Freitag, 10.06.2016 | 11:34 Uhr
Mario Götze erlebte eine schwere Saison beim FC Bayern
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
Rom -
Bologne
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Mario Götze fällt die Akklimatisierung beim DFB-Team stets leichter als bei den Bayern. Der WM-Held von 2014 beginnt in Evian, sich zu entfalten - Löw beschleunigt den Prozess mal wieder. Doch Götze muss für die Öffentlichkeit eine einzige Aufgabe erfüllen. Eigentlich eine ganz simple.

Immer wieder ist im Profifußball die Rede von Sensibelchen. Wie oft hat man nicht schon ehemalige Jugendtrainer über plötzliche WM-Helden sagen hören: "Er ist ein Ausnahmekicker - aber er braucht das Vertrauen des Trainers."

Es ist legitim. Klar. Natürlich arbeitet es sich leichter, wenn man ständig auf die Schulter geklopft bekommt. Wenn man weiß, dass man Fehler machen darf und trotzdem spielt. Aber daran darf sich eine Person des öffentlichen Lebens, wie sie ein Profi-Fußballer nun mal ist, nicht gewöhnen. Und erst recht nicht seine Leistung damit rechtfertigen.

Der professionelle Fußball ist ein Geschäft. Wie in jedem anderen Berufszweig werden Entscheidungen gefällt, die für Einzelne auch mal unangenehm ausfallen. Kritik muss man sich bis zu einem gewissen Grad gefallen lassen. Und man sollte sie wegstecken können - das gehört dazu, wenn man im Jahr Millionen verdient.

Good Cop, Bad Cop

Entsprechend ist das so eine Sache mit Mario Götze. Wie keinen anderen deutschen Fußballer begleitet ihn seit der WM 2014 in Brasilien die Vertrauens-Diskussion. Der Zwist: DFB versus FC Bayern. Good Cop, Bad Cop.

Während es der Finaltorschütze des deutschen Südamerika-Wahnsinns nicht schaffte, sich in München unter Pep Guardiola durchzusetzen, empfängt man ihn in der Nationalmannschaft stets mit offenen Armen. Gerade Bundestrainer Joachim Löw vermittelt immer wieder das Gefühl: Mario Götze - das könnte Deutschlands Heilsbringer sein.

Die Beziehung Götze-Löw ist überhaupt nicht vergleichbar mit dem Götze-Guardiola-Clinch. Der Eine, dessen Zuspruch vor der Einwechslung im WM-Finale ("Zeig der Welt, dass du besser bist als Messi") Berühmtheit erlangte, lässt auf den Nationalspieler nichts kommen. Der Andere ließ Götze wochenlang auf der Bank schmoren - mit der klaren Botschaft: Für dich reicht es hier nicht.

Löw bereut Messi-Vergleich nicht

Was sich Götze auf jeden Fall ankreiden lassen muss: Er hat den Eindruck vermittelt, beim FCB nicht alles dafür getan zu haben, der unumstrittene Stammspieler zu werden, der bei der Verpflichtung 2013 in München visualisiert wurde. Götze, so schien es gerade zuletzt, badete ein bisschen in Bequemlichkeit und Trotz.

Ob Löw diese Entwicklung mit seinem selbst öffentlich gemachten Messi-Vergleich nicht in die Wege geleitet habe, wurde er zuletzt gefragt. Nein, lautet die Antwort des Bundestrainers, der nicht das Gefühl hat, die Verantwortung für die gestiegene Erwartungshaltung an Götze zu tragen: "Ich habe das damals aus dem Bauch heraus gesagt. In dem Moment war das gut und das Richtige. Ich glaube nicht, dass er deswegen ein Problem bekommen hat", so Löw.

Evian: Jugendliche Leichtigkeit kehrt zurück

In den ersten Tagen bei der Nationalmannschaft schlich Götze noch ein bisschen im Deckungsschatten der Kollegen auf den Platz. Bloß nicht auffallen, keinen falschen Schritt setzen, einfach mitwirken.

Ganz deutlich zeichnete sich seine Bürde ab, die er aus dieser Bayern-Saison mit sich herumschleppt: Er wirkte äußerst vorsichtig, fast sogar ein bisschen beklemmt. Die letzten Monate ohne wesentliche Rolle beim Rekordmeister hatten ihn durchaus gezeichnet. Zum Beispiel in Sachen Selbstverständnis.

Doch wer Götze bei den jüngsten Trainingseinheiten in Evian auf den Platz kommen sah, bemerkte, wie seine jugendliche Leichtigkeit, die er seit 2014 nicht mehr ausleben konnte, zurückkehrte - und damit einhergehend Platz zur Entfaltung. Er mischte viel aktiver zwischen seinen Kollegen mit, lachte ungezwungen und wirkte hier und da sogar mal wieder zum Scherzen aufgelegt - Bilder, die man in München zuletzt nicht beobachten konnte.

Zeig der Welt, dass du Götze bist

Löw vertraut Götze. Bei dessen Namen hat der Nationaltrainer immer noch die Szene vor Augen, als der Ball nach Schürrles Flankenlauf Götzes Brust fand und dann im argentinischen Tor einschlug. Was nach Realitäts- beziehungsweise vielmehr Aktualitätsverlust klingt, ist es gar nicht mal. Denn Götze kann es ja. Das hat er doch längst bewiesen.

"Mario Götze ist ein Spieler mit vielen Fähigkeiten. Dass er nach so einem emotionalen Moment ein Tief erlebt, ist nichts Ungewöhnliches", sagt Löw, der mit Götzes Leistungen in den Tests gegen die Slowakei und Ungarn zufrieden war: "Ich habe ihn sehr positiv gesehen. Er war in beiden Spielen gut und hat sich sehr gut bewegt."

Entsprechend hält es der Bundestrainer für möglich, dass Götze bei der Europameisterschaft in Frankreich wieder eine tragende Rolle im DFB-Team einnimmt: "Ich glaube, er ist bereit für diese EM." Damit gab Löw deutliche Signale.

Bei der Nationalmannschaft kann Mario Götze er selbst sein. Man lässt ihm alle Möglichkeiten dazu - Löw ganz besonders. Das Prinzip Vertrauen funktioniert hier. Doch so schön die Wohlfühloase DFB für den einst als Jahrhunderttalent gefeierten Götze auch ist: Er muss der Welt mal wieder zeigen, dass er noch er selbst ist. Er kann es.

Alles zum DFB-Team

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung