OK wollte Zwanziger ausschließen

SID
Samstag, 24.10.2015 | 15:17 Uhr
Theo Zwanziger war Organisationskomitee-Mitglied der WM 2006
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
Venlo

Bei der Aufarbeitung der WM-Affäre soll die Spitze des Organisationskomitees des Turniers 2006 in Deutschland eine erklärende Mitteilung ohne Mitwirkung des früheren OK-Mitgliedes Theo Zwanziger in Planung gehabt haben.

Das behauptete Zwanzigers Anwalt Hans-Jörg Metz (Diez) in einem Interview bei Spiegel Online unter Berufung auf Schilderungen des ehemaligen Präsidenten des DFB eines Telefonates mit dem damaligen OK-Vizepräsidenten für das operative Geschäft und ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt vom vergangenen Dienstag.

Schmidt soll Zwanziger demnach verdeutlicht haben, dass WM-Chef Franz Beckenbauer, der OK-Vize und heutige DFB-Chef Wolfgang Niersbach und er selbst die ominöse 6,7-Millionen-Euro-Zahlung von 2005 ohne inhaltliche Beiträge des damals für Finanzen zuständigen OK-Vize Zwanziger erläutern wollten.

"Herr Schmidt teilte mit", berichtete Metz in dem Interview, "dass eine Erklärung von Franz Beckenbauer käme, die zwar mit ihm, Schmidt, und Wolfgang Nierbach abgestimmt sei; auf eine Abstimmung mit Herrn Zwanziger werde aber kein Wert gelegt."

Kein Rache-Akt

Zwei Tage nach Zwanzigers mutmaßlichem Telefonat mit Schmidt hatte am vergangenen Donnerstag zunächst DFB-Präsident Niersbach auf einer Pressekonferenz in Frankfurt Erklärungen zu den weiter ungeklärten Abläufen der letztlich von Zwanziger abgezeichneten Millionen-Zahlung von 2005 abgegeben.

Kurz danach verschickte auch Schmidt über seinen Anwalt eine persönliche Stellungnahme zu den Vorgängen.

Metz wies in dem Interview Vorwürfe gegen seinen Mandanten, der nach seinem Rücktritt von der DFB-Spitze 2012 praktisch keinerlei Rückhalt im Verband mehr hat, wegen angeblich persönlicher Motive für seine Korruptions- und Lügen-Behauptungen zurück. "Rache, das passt nicht in seine Vorstellunsgswelt", sagte Zwanzigers Rechtsvertreter.

Täuschungsmaschinerie

Vielmehr seien Zwanzigers Aussagen in der aktuellen Spiegel-Ausgabe zu den ungeklärten Vorgängen bei der WM-Organisation zwangsläufig, "weil nur so die Wahrheit auf den Tisch kommen kann, die zum Schutz meines Mandanten unerlässlich ist".

Zuvor schon hätte "die offenkundige Täuschungsmaschinerie bestimmter Herren ja ihren Lauf" genommen. Ohne Zwanzigers Gedächtnisprotokoll, auf das der Spiegel sich in seiner jüngsten Berichterstattung bezieht, würde laut Metz "die Legendenbildung gegen ihn immer weitergeführt und die Wahrheit, um die es hier ja geht, auf der Strecke" bleiben.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung