WM-Berichte von Regierung und FIFA unterscheiden sich

Millionen-Differenz weiter ungeklärt

SID
Samstag, 24.10.2015 | 14:31 Uhr
Wolfgang Niersbach wurde kürzlich von Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger scharf attackiert
© getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Serie A
Palmeiras -
Sao Paulo
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
Premier League
West Brom -
Stoke
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Lettland -
Schweiz
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

In der WM-Affäre bleibt die Differenz von sieben Millionen Euro in den Abschlussberichten der Bundesregierung und des Weltverbandes FIFA zur WM-Endrunde 2006 in Deutschland vorerst ungeklärt.

"Nach den uns vorliegenden Informationen gewährte die FIFA dem deutschen Organisationskomitee im Vorfeld einen Organisationszuschuss in Höhe von 170 Millionen Euro", teilte das Bundesinnenministerium dem SID auf Anfrage mit: "Das BMI äußert sich nicht zum Finanzbericht der FIFA, der dem BMI im Übrigen auch nicht vorliegt."

SID-Auswertungen der beiden Reports haben im Bereich des FIFA-Zuschusses für die WM-Macher eine Differenz von sieben Millionen Euro ergeben.

Während die Bundesregierung schon im November 2006 den FIFA-Beitrag auf 170 Millionen Euro bezifferte, weist der FIFA-Finanzbericht 2006, der im Folgejahr vorgelegt wurde, Zahlungen an das OK in Höhe von 177 Millionen Euro aus.

Die FIFA gibt zu den unterschiedlichen Angaben in den Abschlussberichten keine Stellungnahme ab. Der Weltverband wies auf SID-Anfrage lediglich auf die unabhängigen internen Untersuchungen unter Federführung des juristischen Direktors mit Unterstützung externer Berater und seine Kooperation mit den Ermittlern des US-Justizministeriums und des Büros des Schweizer Bundesanwalts hin.

Verschleierung einer Rückzahlung

Die Sieben-Millionen-Differenz in den beiden Berichten ist aufgrund ihrer Höhe zumindest pikant. Der gesamten Affäre liegt eine Zahlung von 6,7 Millionen Euro des WM-OK von 2005 an die FIFA zugrunde.

Präsident Wolfgang Niersbach vom DFB hatte zuletzt nahe gelegt, dass die Deklarierung der Überweisung als Beitrag zum FIFA-Kulturprogramm eine Legende zur Verschleierung einer Rückzahlung eines angeblichen Darlehens des ehemaligen adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus von 2002 für das WM-OK gewesen wäre.

Laut Niersbach wären die Dreyfus-Millionen zur Absicherung von 170 Millionen Euro FIFA-Zuschuss gewesen. Bei den Gesprächen über die Zahlung im Präsidial-Ausschuss des OK kann es nach Darstellung des früheren Bundesinnenministers Otto Schily durchaus möglich sein, dass zur Vermeidung von Nachfragen gerundete Zahlen verwendet worden sind.

Übereinstimmen Regierung und FIFA hingegen bei den Angaben zur anteiligen Rückerstattung der Zuschüsse nach Turnierende: Demnach zahlte das OK aufgrund seines Überschusses und einer entsprechenden Vereinbarung mit der FIFA 40,8 Millionen an den Weltverband zurück.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung