Russland-Show bei WM-Auslosung polarisiert

DFB droht "Hammergruppe"

SID
Donnerstag, 23.07.2015 | 12:05 Uhr
Hier ist die Auslosung der Gruppen zur WM 2010 zu sehen
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Super Cup
Real Madrid -
Barcelona
Copa do Brasil
Botafogo -
Flamengo
Copa do Brasil
Gremio -
Cruzeiro
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Wenn Wladimir Putin und Joseph S. Blatter am Samstag mit großen Reden den Auftakt der WM 2018 einläuten, sitzt Joachim Löw höchstens vor dem Fernseher. Gegen wen Weltmeister Deutschland auf dem Weg nach Russland spielt, ist trotz der möglichen "Hammergruppe" erst einmal nur Nebensache - für den Gastgeber kommt die große Show im prunkvollen Konstantinpalast in St. Petersburg dennoch zum richtigen Zeitpunkt.

"Die WM ist noch weit weg", sagte Löw vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen (17.00 Uhr im LIVE-TICKER), bei der nicht der Bundestrainer selbst sondern Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock auf Partien gegen die Ex-Weltmeister Italien oder Frankreich warten: "Das wären doch interessante Spiele. Wir sind immer gut damit gefahren, nicht zu lamentieren, letztlich werden sich immer die besten Teams durchsetzen."

Diskutiert werden derzeit aber vor allem andere Dinge. "Russlands Traum startet hier", heißt das Motto am Samstagabend. Die Ermittlungen im Weltverband FIFA, die Ukraine-Krise sowie die neusten Rassismus- und Homophobie-Vorfälle erinnerten zuletzt jedoch mehr an einen Albtraum.

Dazu kommt der mit Spannung erwartete erste Auslandsauftritt von FIFA-Präsident Blatter, der bei Russlands Machthaber Putin zu Gast bei Freunden ist. Beide halten die Eröffnungsansprachen.

Seit den Verhaftungen von hochrangigen FIFA-Funktionären am 27. Mai in Zürich hatte der 79-Jährige die Schweiz mit Verweis auf wichtigere Aufgaben im Zuge des Korruptionsskandals nicht mehr verlassen. Angeblich auch, um möglichen Strafverfolgern aus den USA aus dem Weg zu gehen.

Russland will Gastfreundschaft anbieten

Am vergangenen Montag wurde er vom britischen Komiker Simon Brodkin ausgerechnet im "Home of FIFA" mit Dollar-Blüten beworfen. Ähnliche Vorfälle werden die russischen Sicherheitskräfte am Samstag wohl zu verhindern wissen.

Aufräumen wollen die WM-Macher zudem mit vermeintlichen Vorurteilen. "Es erschließt sich mir nicht, warum die Krise in der Ukraine oder die in irgendeinem anderen Land, sich negativ auf die Austragung der Weltmeisterschaft auswirken könnte", sagte Alexej Sorokin, Chef des russischen WM-Organisationskomitees:

"Wir sehen im Grunde keinen Zusammenhang mit politischen Konflikten. Wir wissen, dass eine WM für wahre Fußballfans gemacht ist, für Menschen, die Fußball lieben. Alles was wir tun können, ist ihnen unsere Gastfreundschaft anzubieten."

Eine der "Losfeen" (zusammen mit Bierhoff) im Konstantinpalast ist der Brasilianer Hulk von Zenit St. Petersburg, der erst am Montag die Affenrufe im Moskauer WM-Stadion in Richtung des Ghanaers Emmanuel Frimpong deutlich verurteilt hatte.

"Es ist eine Schande. So etwas geschieht in der russischen Liga beinahe in jedem Spiel", sagte der Stürmerstar: "Wenn das in drei Jahren ebenfalls passiert, wäre es hässlich und widerlich."

Organisation läuft

Ebenso abstoßend waren die Anfeindungen gegen zwei junge Männer, die in einem von der BBC veröffentlichten Video Hand in Hand durch Moskau spaziert und dabei wüst beschimpft worden waren. Es mögen Einzelfälle sein - aber sie belasten die WM-Vorbereitung enorm.

"Wir können keine individuellen Aussetzer einzelner Personen in der russischen Premier Liga auf die WM transferieren", sagte Sorokin: "Bei einer WM sind Öffentlichkeit und Atmosphäre verschieden - man kann es nicht darauf reflektieren."

Rein organisatorisch läuft vieles rund. Die Arbeiten in den elf WM-Städten und zwölf Stadien gehen zumeist gut voran. Laut offiziellen Angaben trotz der Etat-Kürzungen um knapp 500 Millionen Euro liegen alle Austragungsorte mindestens im Zeitplan. Das werden wahrscheinlich auch Blatter und Putin sagen, wenn 100 Millionen Menschen in 170 Ländern bei der Auslosung mitfiebern.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung