Löw: Niersbach "bester Präsident"

SID
Joachim Löw hält viel von Wolfgang Niersbach
© getty

Bundestrainer Joachim Löw geht von einem Verbleib des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach an der Spitze des DFB aus. Gegen die USA muss derweil eine "Bubi-Abwehr" ran.

Anzeige
Cookie-Einstellungen

"Er ist der beste Präsident, den wir uns vorstellen können", sagte Löw am Dienstag in Köln: "Wir können uns nur wünschen, dass er bleibt und ich gehe auch davon aus, weil es noch viele Aufgaben beim DFB gibt."

Niersbach (64) habe Löw (55) bei dessen Vertragsverlängerung im März "in die Hand versprochen, dass er bleibt", berichtete der Bundestrainer. Deshalb gehe er davon aus, dass Niersbach "diese Arbeit, die für uns so wahnsinnig wichtig ist", fortsetzen werde, sagte Löw.

Niersbach sitzt bereits in den Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und des Weltverbands FIFA und genießt im internationalen Fußball eine hohe Reputation. Im Zuge des FIFA-Skandals war der Name des früheren Journalisten immer wieder aufgetaucht, wenn es um mögliche Nachfolger von Noch-FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (79) ging.

Das hatte Niersbach zwar bereits ausgeschlossen ("Ich sehe mich nicht als künftigen Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaft") - möglich bleibt aber das Szenario, in dem UEFA-Boss Michel Platini (59) Blatter beerbt und Niersbach dann den freigewordenen Platz in der UEFA-Zentrale in Nyon besetzt.

"Bubi-Abwehr" gegen die USA

Mit einer "Bubi-Abwehr" mit durchschnittlich 23,25 Jahren und der Erfahrung von 5,5 Länderspielen das DFB-Team derweil am Mittwoch (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) das Länderspiel gegen die USA absolvieren. Da Benedikt Höwedes verletzt fehlt, Mats Hummels absagte und Jerome Boateng erst nachträglich zum Team stößt, wird die Viererkette wohl aus Erik Durm (23 Jahre/7 Länderspiele), Antonio Rüdiger (22/5), Shkodran Mustafi (23/7) und dem Kölner Lokalmatadoren Jonas Hector (25/3) bestehen.

Auch im Tor hat Bundestrainer Joachim Löw nur die Wahl zwischen dem bisher erst viermal eingesetzten Dortmunder Roman Weidenfeller (34) und dem fünfmal aufgelaufenen Ron-Robert Zieler (26). Variationsmöglichkeiten hat Löw im Duell mit seinem Vorgänger und Freund Jürgen Klinsmann im Mittelfeld.

Die Doppel-Sechs werden wohl Kapitän Bastian Schweinsteiger und der scheidende Dortmunder Ilkay Gündogan bilden, rechts offensiv wird der Mönchengladbacher Patrick Herrmann (24) sein Debüt geben. Zentral dürfte Mesut Özil zum Zug kommen, links der Ex-Kölner Lukas Podolski. Als einzig nomineller Stürmer dürfte der Gladbacher Max Kruse im Angriff gesetzt sein.

Die USA haben fünf "Deutschland-Legionäre" im Kader. Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt), John Anthony Brooks (Hertha BSC), Fabian Johnson (Borussia Mönchengladbach) und Alfredo Morales (FC Ingolstadt) standen schon beim 4:3 in den Niederlanden in der Startelf, Bobby Wood von Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue darf nach seinem Siegtor als Joker in Amsterdam ebenfalls hoffen.

Alles zum DFB-Team

Artikel und Videos zum Thema