DFB-U17-Trainer Christian Wück im Interview

"Einige mit dem Lasso zurückholen"

Von Interview: Benedikt Treuer
Dienstag, 05.05.2015 | 12:22 Uhr
Christian Wück trainierte von 2012 bis 2013 die U16 des DFB, seitdem die U17
© getty
Advertisement
Serie A
Hellas Verona -
Benevento
Premier League
Leicester -
West Bromwich
Primera División
Las Palmas -
Celta Vigo
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano

Seit 2012 ist Christian Wück beim DFB beschäftigt, seit 2013 als Trainer der U17-Nationalmannschaft. Nach dem Vorrunden-Aus im letzten Jahr ist das Ziel bei der kommenden EM der Titel. Mit SPOX spricht Wück über die Bedeutung des Turniers, Gefahren für junge Spieler, Sammers Abgang zu den Bayern und RB Leipzigs Jugendkonzept.

SPOX: Herr Wück, Österreichs U20-Trainer Andreas Heraf kritisierte zuletzt, dass die großen Turniere der U-Nationalmannschaften in der Öffentlichkeit unterschätzt würden. Sehen Sie das in Deutschland genauso?

Christian Wück: Ich denke schon, dass sie von den großen Medien und der breiten Öffentlichkeit unterschätzt werden. Diese Turniere sind dazu da, den Spielern so früh wie möglich die Chance zu geben, sich auf absolutem Top-Niveau mit den internationalen Mannschaften zu messen und den Wettbewerbsgedanken unter positivem Druck kennenzulernen. Wir wollen den Jungs die Möglichkeit geben, sich zu profilieren und wichtige Erfahrungen zu sammeln, die sie später in der A-Nationalmannschaft gebrauchen können. Die U17-Europameisterschaft und die anschließende WM dienen dazu als erste Gradmesser.

SPOX: Also glauben Sie, dass diese Turniere eine erhebliche Bedeutung in der Entwicklung junger Spieler haben?

Wück: In jedem Fall. Das beste Beispiel ist Mario Götze, der als U17-Spieler Europameister wurde. Was aus ihm geworden ist, ist natürlich phänomenal. Dazu hat dieser Baustein U17-EM sicher auch etwas beigetragen.

SPOX: Erstmals seit 2002 werden bei der Endrunde in Bulgarien wieder 16 Mannschaften teilnehmen, anstatt wie zuvor acht. Wie bewerten Sie diese Entscheidung der UEFA?

Wück: Das ist ein guter Schritt, weil dadurch besser gewährleistet wird, dass sich alle großen Nationen an einem Ort treffen und die Europameisterschaft auf höchstem Niveau stattfinden kann. Zuvor war es meistens so, dass in der Eliterunde mindestens ein Team auf der Strecke blieb, da sich aus den Vierergruppen nur eine Mannschaft qualifizierte. Jetzt verlagert sich die Qualität auf die Endrunde, was nur positiv zu bewerten ist.

U17-EM in Bulgarien: Players to Watch

SPOX: Für die Spieler bedeutet das aber, wochenlang von der Schule befreit zu sein. Wie geht man beim DFB mit der Verantwortung um, die Schulbildung der Nachwuchs-Kicker zu beeinflussen?

Wück: Wir sind uns dessen schon seit längerer Zeit bewusst und haben deshalb bei jeder U-Mannschaft immer zwei Lehrer mit dabei. Im Vorfeld eines Lehrgangs stimmen sie mit den jeweiligen Schulen den Lehrplan ab, um die Spieler individuell zu unterrichten. Wenn sie nicht auf dem Trainingsplatz stehen, haben sie einen festen Stundenplan. Von daher stellt der DFB sicher, dass die Spieler ihre schulische Laufbahn so weit wie möglich in den Fokus rücken.

SPOX: Nachwuchs-Turniere wie die U17-EM ziehen Hunderte von Scouts an. Stehen die Spieler unter ständiger Belagerung?

Wück: Nein, denn es ist unsere Aufgabe, die Jungs von diesen Ablenkungen fernzuhalten, damit sie sich voll auf die Spiele konzentrieren können. Übermäßiger Kontakt und Trubel tut ihnen nicht gut. Dass der mediale Fokus aber immens ist, sieht man schon daran, dass die Turniere live im Fernsehen übertragen werden, was viele Spieler noch nie zuvor erlebt haben.

SPOX: Muss man bei so einer Kulisse aufpassen, dass die jungen Spieler nicht überdrehen - physisch wie mental?

Wück: Das darf man auf keinen Fall unterschätzen. Es gibt immer mal einige, die man mit dem Lasso zurück auf den Boden holen muss, aber wir sind dazu da, den Jungs das immer wieder bewusst zu machen. Es ist die größte Plattform, die sich die Spieler in diesem Alter vorstellen können und es liegt an ihnen, sich durch bestmögliche Leistung zu präsentieren und ins Blickfeld zu spielen.

SPOX: Liegt nicht genau darin die Gefahr, dass sie das Kollektiv aus den Augen verlieren?

Wück: Durchaus, aber dieses Problem sehe ich bei uns nicht. Dieser Faktor ist mitunter ausschlaggebend dafür, wie weit eine Mannschaft kommt. Natürlich braucht man Individualisten im Team, aber selbst denen muss bewusst sein, dass sie nur als Mannschaft so weit kommen können, wie wir uns das alle wünschen.

SPOX: Die Quali lief mit sieben Punkten aus drei Spielen nach Maß. Seit sechs Partien ist das Team ungeschlagen, fünf davon wurden zu Null gewonnen. Muss das Ziel in Bulgarien sein, den Titel zu gewinnen?

Wück: Das Minimalziel ist die WM-Qualifikation. Wenn wir gut reinkommen und in der Vorrunde Selbstvertrauen tanken, haben wir eine gute Chance, weit zu kommen. Ich traue der Mannschaft alles zu. Natürlich wollen wir Europameister werden.

Seite 1: Wück über die Bedeutung der EM, Gefahren für junge Spieler und den Titel

Seite 2: Wück über Sammers Abgang, das technische Spiel und RB Leipzig

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung