Die Situation im DFB-Mittelfeld

Einer wird verlieren

Mittwoch, 25.03.2015 | 13:56 Uhr
Ilkay Gündogan (r.) absolvierte sein letzten Spiel für das DFB-Team im Fritz-Walter-Stadion
© getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Ilkay Gündogan kehrt im Testspiel gegen Australien (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) in Kaiserslautern an den Ort zurück, an dem seine Leidensgeschichte begann. Sein Comeback verändert den Konkurrenzkampf im Mittelfeld. Am Ende wird Bundestrainer Joachim Löw wohl seinen Lieblingsschüler Sami Khedira zurückstufen müssen.

Es kommt nur selten vor, dass Trainer vor Spielen ihre Aufstellung verraten. Es sind die üblichen Spielchen, die Medien spekulieren, wer denn wohl in der Anfangself stehen könnte, und die Trainer wollen sich nicht in die Karten schauen lassen.

Dass Joachim Löw am Dienstag auf der Pressekonferenz nur wenig über seine Pläne verraten konnte, durfte man ihm aber durchaus abnehmen. Zehn Spieler seines Kaders waren mit ihren Mannschaften am Sonntag noch im Ligabetrieb im Einsatz, für sie und vier weitere Akteure stand am Montag eine Regenerationseinheit im Hotel. Manuel Neuer stößt erst am Donnerstag zum Team.

Löw und sein Trainerteam übten somit nur mit den Torhütern Roman Weidenfeller, Ron-Robert Zieler und den Feldspielern Jonas Hector, Benedikt Höwedes, Sami Khedira, Max Kruse, Shkodran Mustafi und Mesut Özil.

Gündogan und Badstuber gesetzt

Vor der abschließenden Einheit, bei der schließlich alle 22 anwesenden Spieler teilnahmen, war sich Löw also "nicht hundertprozentig im Klaren, wie wir das am Mittwoch machen". Zwar sei das Spiel gegen Australien ein guter und wichtiger Test, aber im Hinblick auf das EM-Qualifikationsspiel in Georgien wolle er auch dem einen oder anderen Spieler eine Pause gönnen, um am Sonntag alle "körperlich und geistig und einem guten Zustand" zu haben.

Sicher war nur: Neuer spielt nicht, Gündogan und Badstuber schon. Die beiden Rückkehrer haben in den letzten Tagen jede Menge warmer Worte von allen Seiten bekommen, ihr Einsatz in Kaiserslautern ist nach den langen Verletzungspausen auch eine Belohnung für den langen Weg zurück.

"Für mich schließt sich ein kleiner Kreis, weil ich mir dort die Verletzung am Rücken zugezogen und mein letztes Spiel für die Nationalmannschaft bestritten habe", sagt Gündogan."Die Verletzung ist in einer Phase aufgetreten, in der es besonders gut lief."

Gedränge zwischen Sechs und Acht

Gündogan galt bis zu seiner Verletzungspause, die ihn über ein Jahr außer Gefecht setzte, als Kandidat für die Startelf bei der WM in Brasilien. Es wurde sogar spekuliert, ob Bastian Schweinsteiger seinen Platz im Team für den Dortmunder räumen müsse.

Gündogan war zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere, ein Wechsel zu Real Madrid wurde diskutiert und Gündogan schien mit dem Gedanken zu spielen. Jetzt hat er seinen Vertrag beim BVB verlängert und nach Madrid wechselte Toni Kroos.

Kroos hat sich in Gündogans Abwesenheit im DFB-Team etabliert, eine starke WM gespielt und sieht sich selbst jetzt eher als Sechser denn als Zehner. Sein Revier deckt sich mit dem Gündogans.

Schweinsteiger als Kapitän gesetzt

Ähnlich sieht es bei Schweinsteiger aus. Alle drei bauen das Spiel gerne aus der linken Halbposition auf, egal ob in einem System mit Doppelsechs oder in einem System mit drei zentralen Mittelfeldspielern wie bei der WM.

Dass Löw in einer solchen Anordnung Schweinsteiger Khedira als alleinigen Sechser vorzieht, hat die WM gezeigt. Löw bevorzugt hier die spielerische Komponente. Außerdem ist Schweinsteiger als Kapitän erstmal gesetzt.

Für Khedira bliebe wie schon zuletzt nur die Position auf der rechten Halbposition als Achter. Inmitten der ganzen feinen Techniker wirkt der bald 28-Jährige aber oft ungelenk und als Hemmschuh für das schnelle Kombinationsspiel. Und Löw plant für die kommenden Aufgaben ja mit einer taktischen und spielerischen Weiterentwicklung, um die immer defensiver agierenden Mannschaften zu knacken.

Problem für Khedira

Ein zentrales Mittelfeld bestehend aus Schweinsteiger, Kroos und Gündogan, darum Dribbler wie Marco Reus und Mario Götze und der unersetzbare Thomas Müller, versprüht da deutlich mehr Charme.

Für Löw hat diese Besetzung allerdings den Nachteil, dass er seinen Lieblingsschüler Khedira, für den er sogar im WM-Kader bis zum Schluss und entgegen seinen Prinzipien einen Platz freigehalten hat, dauerhaft aus dem Stammpersonal streichen müsste.

Khedira ist Teil des Mannschaftsrates und genießt seine Wertschätzung bei Löw nicht zuletzt aufgrund seiner Führungspersönlichkeit, allerdings hat diese in Brasilien auch zu Unruhe geführt, als er Kritik an der Spielweise seiner Mittelfeldkollegen Kroos, Schweinsteiger und Philipp Lahm geübt hatte.

Khedira vor bedeutender Entscheidung

Für Khediras Position im DFB-Team wird auch die Entscheidung auf Klubebene eine bedeutende Rolle spielen. Seine Abschied aus Madrid ist beschlossene Sache, eine Rückkehr nach Deutschland zu Schalke 04 eine Option.

Er würde dann wieder stärker Woche für Woche im Fokus der deutschen Öffentlichkeit stehen und auch an seinen direkten Ligakonkurrenten Gündogan und Schweinsteiger gemessen.

Und egal, wie dieser Konkurrenzkampf endet, auf Bundestrainer Löw wird eine harte Entscheidung zukommen.

Der Kader des DFB-Teams im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung