Freitag, 26.12.2014

Nach WM-Triumph noch nicht satt

Löw mit Masterplan zu weiteren Titeln

Auf zu neuen Ufern: Joachim Löw hat nach dem sensationellen Jahr 2014 für die deutsche Nationalmannschaft große Ziele für die Zukunft ausgerufen und will mit dem Weltmeister in zwei und möglicherweise auch in vier Jahren weitere Titel sammeln.

Joachim Löw will nach dem WM-Triumph mit neuem Masterplan weitere Titel gewinnen
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Joachim Löw will nach dem WM-Triumph mit neuem Masterplan weitere Titel gewinnen

"Ich wünsche, dass wir in der Lage sind, den Erfolg zu bestätigen und eine Epoche zu prägen. Es wäre fantastisch, noch einen weiteren Titel zu gewinnen und vor allem noch einmal dieses Gefühl zu spüren", sagte der Bundestrainer im Gespräch mit dem "SID" und fügte mit Blick auf die kommende EURO in Frankreich und auch das nächste WM-Turnier in Russland konkret hinzu: "Unser Ziel muss es sein, 2016 das Ding in Paris zu gewinnen und uns uns dann nochmal Richtung WM 2018 zu konzentrieren."

Dass er bereits so weit in die Zukunft blickt, habe aber aktuell nichts mit seiner persönlichen Planung zu tun. "Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich denke da in einem Zweijahreszyklus und konzentriere mich voll auf die EM-Qualifikation, die wir am Ende sicher überstehen werden, und dann die EM-Runde 2016 in Frankreich", sagte Löw, der bis 2016 beim DFB unter Vertrag steht.

Möglicherweise wird er auch nach zehn Jahren als Bundestrainer noch zwei Jahre dranhängen: "Nach einem Turnier kann man dann die Überlegungen anstellen, wie es weitergeht. Da ist dann alles möglich."

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"Wollen neue Ideen entwickeln"

Zunächst muss er aber nach dem holprigen Start in die EM-Qualifikation im kommenden Jahr den Weltmeister wieder auf Kurs bringen. "Es ist zwingend erforderlich, dass wir ab Januar wirklich den Hebel umlegen und uns mit der Aktualität beschäftigen", sagte der 54-Jährige, der dafür bereits im Herbst einige strategische Änderungen angekündigt hatte: "Wir müssen mit Blick auf die EM 2016 schauen, wie wir uns weiter verbessern können uns werden uns darüber ernsthafte Gedanken machen."

Noch ist Löw aber mit seinem Trainerteam in der Findungsphase: "Wir sind gerade erst dabei, den Masterplan für 2015/16 zu erarbeiten. Wir wollen neue Ideen entwickeln, neue Lösungen finden. Denn der Fußball entwickelt sich immer weiter und dem müssen wir natürlich Rechnung tragen. Wir überlegen, welche neuen Reize wir setzen können und müssen. Grundsätzlich geht es aber um Flexibilität, Variabilität und die Ordnung in unserem Spiel, das wollen wir weiter perfektionieren."

Dabei will Löw grundsätzlich auf das zurzeit aktuelle Personal zurückgreifen, aber wie in der Vergangenheit auch behutsam neue Kräfte einbauen.

"Mental nicht einfach, so einen Erfolg zu verarbeiten

"Der Maßstab für eine Berufung in die Nationalmannschaft ist einzig und alleine die Leistung der Spieler. Das ist nach wie vor bei einer Nominierung entscheidend. Ich bin gerne bereit, mal eine schwächere Phase zu tolerieren. Unter dem Strich muss aber die Leistung stimmen, wenn man für Deutschland spielen will", sagte er und legte die Messlatte für die Profis gewohnt hoch.

Offizielle WM-Spielbälle seit 1970
Der zwölfte offizielle Weltmeisterschafts-Ball ist der Brazuca
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Der zwölfte offizielle Weltmeisterschafts-Ball ist der Brazuca
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Weiß, blau, grün und orange - Diese Farben stehen, wie auch schon bei Maskottchen Fuleco, für die WM in Brasilien
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Weiß, blau, grün und orange - Diese Farben stehen, wie auch schon bei Maskottchen Fuleco, für die WM in Brasilien
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Der neue Spielball war aber der nicht der einzige Hingucker bei der Präsentation...
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Der neue Spielball war aber der nicht der einzige Hingucker bei der Präsentation...
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Auch das brasilianische Synchronschwimmerinnenpaar Bianca und Branca Feres war anwesend
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Auch das brasilianische Synchronschwimmerinnenpaar Bianca und Branca Feres war anwesend
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Darum geht's 2014 dann primär: Spielball, Trophäe und das Finalstadion Maracana
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Darum geht's 2014 dann primär: Spielball, Trophäe und das Finalstadion Maracana
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Der elffarbige Jabulani rollte in Südafrika 2010 über den grünen Rasen. Er ist der elfte Ball, der für eine WM entwickelt wurde
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Der elffarbige Jabulani rollte in Südafrika 2010 über den grünen Rasen. Er ist der elfte Ball, der für eine WM entwickelt wurde
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Franz Beckenbauer (l.) und David Beckham waren in Kapstadt bei der Präsentation der Kugel mit dabei
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Franz Beckenbauer (l.) und David Beckham waren in Kapstadt bei der Präsentation der Kugel mit dabei
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Bei der WM in Deutschland setzte man auf Teamgeist. Die gleichnamige Kugel kam ganz ohne Ecken und Kanten aus...
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Bei der WM in Deutschland setzte man auf Teamgeist. Die gleichnamige Kugel kam ganz ohne Ecken und Kanten aus...
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Im Finale in Berlin standen sich Italien und Frankreich gegenüber. Die Azzurri siegten im Elfmeterschießen
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Im Finale in Berlin standen sich Italien und Frankreich gegenüber. Die Azzurri siegten im Elfmeterschießen
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Japan/Südkorea 2002: Der Fevernova hob sich in seinem Aussehen als erster WM-Ball deutlich von seinen Vorgängern ab...
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Japan/Südkorea 2002: Der Fevernova hob sich in seinem Aussehen als erster WM-Ball deutlich von seinen Vorgängern ab...
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...Deutschland konnte das Leder im Endspiel gegen Brasilien nicht im südamerikanischen Kasten unterbringen und verlor das Match mit 0:2
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...Deutschland konnte das Leder im Endspiel gegen Brasilien nicht im südamerikanischen Kasten unterbringen und verlor das Match mit 0:2
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1998: Der Tricolore präsentierte sich in den Nationalfarben des Gastgeberlandes Frankreich...
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1998: Der Tricolore präsentierte sich in den Nationalfarben des Gastgeberlandes Frankreich...
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Die gleichnamige Equipe um Zinedine Zidane holte sich ihren ersten WM-Titel durch ein 3:0 im Finale über Brasilien
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Die gleichnamige Equipe um Zinedine Zidane holte sich ihren ersten WM-Titel durch ein 3:0 im Finale über Brasilien
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In den USA 1994 wurde gegen den Questra getreten. Am Design hatte sich seit Italien kaum etwas verändert...
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In den USA 1994 wurde gegen den Questra getreten. Am Design hatte sich seit Italien kaum etwas verändert...
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...die Finalpaarung hieß jedoch Brasilien - Italien. Am Ende siegten Romario (l.) & Co. im Elfmeterschießen mit 3:2
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...die Finalpaarung hieß jedoch Brasilien - Italien. Am Ende siegten Romario (l.) & Co. im Elfmeterschießen mit 3:2
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Etrusco Unico nannte sich das recht schlichte Spielgerät bei der WM 1990 in Italien...
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Etrusco Unico nannte sich das recht schlichte Spielgerät bei der WM 1990 in Italien...
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...die deutsche Elf behandelte das Leder besonders gut und gewann das Finale in Rom gegen Argentinien mit 1:0
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...die deutsche Elf behandelte das Leder besonders gut und gewann das Finale in Rom gegen Argentinien mit 1:0
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Den ersten vollsynthetischen Ball gab es 1986 in Mexiko. Genau wie das Finalstadion hieß er Azteca
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Den ersten vollsynthetischen Ball gab es 1986 in Mexiko. Genau wie das Finalstadion hieß er Azteca
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Im Finale des Turniers unterlag die deutsche Mannschaft Argentinien denkbar knapp mit 3:2
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Im Finale des Turniers unterlag die deutsche Mannschaft Argentinien denkbar knapp mit 3:2
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1982 gab's wie 1978 einen Tango. Wieder in (fast) demselben Design. Neu aber: Wasserdichte Nähte
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1982 gab's wie 1978 einen Tango. Wieder in (fast) demselben Design. Neu aber: Wasserdichte Nähte
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Besonders gut umgehen konnten damit die Italiener. Im Finale schlug man Deutschland überlegen mit 3:1
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Besonders gut umgehen konnten damit die Italiener. Im Finale schlug man Deutschland überlegen mit 3:1
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1978 wurde mit dem Tango das klassische Wabenmuster erstmals abgelöst. Außerdem neu: Eine spezielle Schneeversion in orange
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1978 wurde mit dem Tango das klassische Wabenmuster erstmals abgelöst. Außerdem neu: Eine spezielle Schneeversion in orange
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Trotz orangener Fassung hatten die Niederländer im Finale erneut kein Glück. Argentinien setzte sich in der Verlängerung mit 3:1 durch
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Trotz orangener Fassung hatten die Niederländer im Finale erneut kein Glück. Argentinien setzte sich in der Verlängerung mit 3:1 durch
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Ja, das ist doch der selbe Ball wie im Vorjahr? Fast. Mir marginalen Unterschieden löste der Telstar Durlast 1974 den Telstar ab
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Ja, das ist doch der selbe Ball wie im Vorjahr? Fast. Mir marginalen Unterschieden löste der Telstar Durlast 1974 den Telstar ab
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Der deutschen Nationalmannschaft brachte der Ball mehr Glück. 1974 wurde man Weltmeister (nicht wahr Waldi?)
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Der deutschen Nationalmannschaft brachte der Ball mehr Glück. 1974 wurde man Weltmeister (nicht wahr Waldi?)
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Seit 1970 produziert Adidas die WM-Bälle. 1970 war er noch klassisch schwarz-weiß, damit er im Fernsehen gut zu erkennen war
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Seit 1970 produziert Adidas die WM-Bälle. 1970 war er noch klassisch schwarz-weiß, damit er im Fernsehen gut zu erkennen war
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Im Finale standen sich damals Brasilien und Italien gegenüber. Die Südamerikaner setzten sich mit 4:1 durch
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Im Finale standen sich damals Brasilien und Italien gegenüber. Die Südamerikaner setzten sich mit 4:1 durch
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Dass sich viele Weltmeister aktuell aus unterschiedlichen Gründen derzeit bei ihren Klubs nur auf der Bank wiederfinden, bereite ihm noch kein Kopfzerbrechen. "Das bereitet mir im Moment keine großen Sorgen, denn damit habe ich gerechnet. Es ist doch normal, dass nach einem solch intensiven Turnier mit einer so großen Willensleistung bei dem ein oder anderen Probleme auftauchen. Zudem ist es auch mental nicht so einfach, einen so großen Erfolg zu verarbeiten", sagte Löw mit Blick auf Lukas Podolski, André Schürrle, Sami Khedira und Kollegen.

"In der Winterpause einen Schnitt machen"

Der Nationaltrainer fügte an: "Ich denke, dass es für einige Spieler jetzt gut ist, wenn sie in der kurzen Winterpause einen Schnitt machen, das Jahr endgültig abhaken können und sich auf die neuen Aufgaben in der Zukunft konzentrieren."

Zudem setzt der Bundestrainer auch im neuen Jahr weiterhin auf bereist bekannte und möglicherweise auch auf neue Gesichter: "Es ist ja kein großes Geheimnis, dass ich weiter mit jungen Spielern wie Kevin Volland, Erik Durm oder Antonio Rüdiger plane, die mein vollstes Vertrauen haben und auch die nötige Zeit bekommen, sich weiterzuentwickeln. Zudem beobachten wir natürlich die Spieler in der U21, U20 und U19, von denen einige großes Potenzial haben."

Joachim Löw im Steckbrief


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