Löw warnt vor "heißem Spiel"

SID
Jogi Löw ist sich sicher, dass die Partie in Polen kein Selbstläufer wird
© getty

Bundestrainer Joachim Löw hat seine Weltmeister vor dem richtungweisenden EM-Qualifikationsspiel am Samstag (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) in Warschau erneut vor den Gastgebern gewarnt.

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"Ich habe das Flugzeug mit dem Gefühl betreten, dass uns ein heißes Spiel erwarten wird, in einem mit Sicherheit ausverkauften Stadion. Die Zuschauer werden nicht kommen, um den Weltmeister zu feiern. Polen wird keine Geschenke verteilen", sagte Löw am Freitagnachmittag nach der Ankunft in der polnischen Hauptstadt.

Löw gab zu, dass die vielen verletzungsbedingten Ausfälle um Kapitän Bastian Schweinsteiger und Spielmacher Mesut Özil seine Planungen "über den Haufen geworfen" haben. "Unsere Situation war nicht ganz so einfach", ergänzte er mit Blick auf die Vorbereitung.

Schürrle und Draxler fit

Immerhin kann der Bundestrainer auf die zuletzt angeschlagenen André Schürrle und Julian Draxler bauen. "André Schürrle ist fit, seine muskulären Probleme sind behoben, er ist einsetzbar. Das Gleiche gilt für Draxler. Ich gehe davon aus, dass er im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird", sagte Löw. Draxler war wegen einer Grippe verspätet zur Mannschaft gestoßen.

Polen sei wie Irland, auf das die DFB-Elf am Dienstag in Gelsenkirchen trifft, "ein Kandidat auf Platz eins oder zwei" in Gruppe D, meinte Löw." Wir müssen uns eingestehen, dass Polen eine sehr gute Mannschaft hat, die hervorragenden Konterfußball spielt, angeführt von ihrem Protagonisten Robert Lewandowski. Das ist ein hartnäckiger, aufsässiger und technisch guter Gegner."

Podolski freut sich auf die Heimat

Überhaupt müsse er erkennen, "dass es im Moment nicht so einfach ist", sagte Löw angesichts der Nachwirkungen der WM.

"Die Gegner kitzeln ein paar Prozentpunkte mehr heraus, um den Weltmeister zu stürzen. Wir sind die Gejagten und müssen wahnsinnig viel tun, richtig dagegen halten." Außerdem hätten die jungen Spieler in seinem Kader vielfach "noch nicht die Reife. Die Automatismen greifen da noch nicht so".

Auch Lukas Podolski äußerte sich auf der Pressekonferenz zum kommenden Gegner, seinem Heimatland: "Mein Traum wäre es", sagte Podolski lächelnd und in perfektem Polnisch, "dass wir Erster werden, Polen Zweiter - und dann feiern wir bei der EM 2016 zusammen."

Die deutsche Gruppe in der Übersicht

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