Fussball

Beckenbauer weiter verärgert über FIFA

SID
Franz Beckenbauer wird das Finale nicht im Stadion erleben
© getty

Franz Beckenbauer ist auf die FIFA derzeit nicht gut zu sprechen und verzichtet erstmals seit Jahrzehnten auf das Live-Erlebnis eines WM-Endspiels.

"Ich habe anders geplant, weil ich einige Leute dort einfach nicht sehen kann und will", sagte der Kaiser in einem Interview mit "dfb.de". Über die Ungerechtigkeit, die ihm kürzlich widerfahren sei, "habe ich mich sehr geärgert. Daraus resultiert die Entscheidung, nicht zu fliegen."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach habe ihn am Tag nach dem Halbfinale noch einmal angerufen und eindringlich gebeten, doch noch nach Rio zu kommen, berichtete Beckenbauer. Doch er werde nunmehr "wie bisher mit der Familie vor dem Fernseher sitzen, total verkleidet mit Hut, Trikot, Schal und allem Drum und Dran. Das passt wunderbar".

Beckenbauer hatte im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfen bei der Vergabe der WM-Endrunde 2022 an Katar Fragen der FIFA-Ethikkommission zunächst nicht beantwortet und war daraufhin für 90 Tage provisorisch für sämtliche Aktivitäten im Fußball gesperrt worden. Am 18. Juni hatte Beckenbauer schließlich die Fragen beantwortet, am 27. Juni wurde die Sperre aufgehoben.

Kaiser weiter für Verbleib von Löw

"Wenn er Lust hat, im Trainergeschäft zu bleiben, dann muss er als Bundestrainer weitermachen. Das ist der beste Job der Welt", erklärte der Weltmeister von 1974 angesprochen auf Joachim Löw.

"Bundestrainer in diesem geordneten Verband. Unter diesen Voraussetzungen. Zudem hast du aktuell eine Weltklassemannschaft. Und was aus dem Nachwuchsbereich nachkommt, das macht die Mannschaft - ich will nicht sagen unschlagbar, denn das habe ich schon einmal gesagt, weshalb Berti Vogts noch heute sauer ist - das macht sie so stark, dass es verdammt schwer ist, sie zu schlagen", so Beckenbauer.

Löw hat "alles richtig gemacht"

Bei der WM habe Löw "alles richtig gemacht", so der 68-Jährige und merkte zu den Diskussionen um die Startformation der DFB-Auswahl bei dem WM-Turnier an: "Bei der Beurteilung der Mannschaftsaufstellung muss man ausschließlich dem Trainer vertrauen. Der sieht die Spieler jeden Tag, vormittags und nachmittags, ihm entgeht nichts."

Philipp Lahm ins Mittelfeld zu stellen, sei vollkommen richtig gewesen, weil Sami Khedira anfangs noch nicht fit gewesen sei. Dann habe sich Khedira gesteigert, von Halbzeit zu Halbzeit, von Spiel zu Spiel, stellte Beckenbauer fest. Jetzt habe man ein Mittelfeld mit Schweinsteiger, Khedira und Kroos, das nicht besser sein könnte. "Deswegen hat Jogi Philipp Lahm wieder nach rechts auf die Außenverteidigerbahn gezogen. Also, Löw hat alles, alles richtig gemacht."

Die WM 2014 im Überblick

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