"Löw am 3. September auf der Bank"

SID
Dienstag, 15.07.2014 | 09:25 Uhr
Helmut Sandrock glaubt an einen Verbleib von Joachim Löw
© getty
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Auch DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock ist nach dem WM-Triumph von einem Verbleib von Bundestrainer Joachim Löw fest überzeugt. Bei der Auswahl eines neuen Assistenten wolle man sich Zeit lassen, so Sandrock.

"Wir haben keinen Zweifel, dass er bleibt. Ich bin sicher, dass Joachim Löw am 3. September beim Länderspiel gegen Argentinien auf der Bank sitzen wird", sagte Sandrock auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Berlin dem "SID".

Er habe schon mit Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff nach dem historischen Erfolg in Brasilien "über die Zukunft gesprochen. Darüber, was wir noch besser machen können", führte der 57-Jährige weiter aus. Auch Bierhoff und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hatten sich zuvor schon optimistisch gezeigt, dass Löw (54) seinen Vertrag bis 2016 erfüllen wird.

Nachdem der bisherige Löw-Assistent Hansi Flick beim Deutschen Fußball-Bund zum Sportdirektor aufsteigt, ist die Stelle des Co-Trainers noch vakant. "Wir haben keinen Druck. Joachim Löw hat einige Gedanken im Kopf. Er hat natürlich auch ein Vorschlagsrecht. Wir haben aber ein paar Tage Zeit", meinte Sandrock dazu. Zuletzt war schon über U20-Coach und Chefausbilder Frank Wormuth sowie über den Ex-Mainzer Thomas Tuchel spekuliert worden.

"Das war ein Gemeinschaftswerk"

In Bezug auf das gelungene WM-Unternehmen war im "SID"-Gespräch auf 10.000 Metern Höhe der DFB-"General" voll des Lobes: "Die Performance hat von A bis Z gestimmt. Auch Joachim Löw und sein Team sowie Manager Oliver Bierhoff haben sich nie von ihrem Weg abbringen lassen. Alle haben großartige Arbeit geleistet. Das war ein Gemeinschaftswerk, auf das alle stolz sein können."

Sich im Erfolg jetzt aber zurückzulehnen sei "ein schlechter Ratgeber". Es gebe auch bei einem Weltmeister "Optimierungsbedarf in der Ausbildung", betonte Sandrock: "Wir haben zum Beispiel Positionsprobleme. Der Sturm ist so eine Position - oder schauen sie sich Benedikt Höwedes an. Der hat eine ganz starke WM gespielt. Aber linker Verteidiger ist nicht seine Position. Das hat er nicht gelernt. Da müssen wir ansetzen und das noch stärker gewichten."

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