Bremen bekommt Gegenwind

SID
Mittwoch, 23.07.2014 | 16:16 Uhr
Am 14. November wird das Länderspiel gegen Gibraltar nicht im Weserstadion stattfinden
© getty
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Nach ihrem sportpolitischen Alleingang bekommt die Bremer Landesregierung heftigen Gegenwind von allen Seiten zu spüren. Die in der Hansestadt angestrebte Kostenbeteiligung der Bundesligavereine an Polizeieinsätzen ist in anderen Bundesländern kein Thema, eine rechtliche Grundlage scheint kaum vorhanden.

Die Leidtragenden sind die Bremer Sportfans, die eventuell nicht nur auf die Auftritte ihrer Fußball-Weltmeister verzichten müssen.

"Ich sehe das als einen Angriff auf den gesamten Sport", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Wir empfinden das Vorgehen Bremens schlichtweg als sportpolitische Geisterfahrt und eine Aktion, die dem großen Ganzen weit mehr schadet als nützt".

Auch der DOSB werde "zu überlegen haben, welche Konsequenzen das auf die Zusammenarbeit mit dem Bundesland Bremen hat". Dort, "wo wir die Chance haben, Bremen zu meiden", sagte Hörmann, würde er "ganz konsequent diesen Weg gehen und sagen: Es macht an dieser Stelle eben keinen Sinn."

"Sehr harte Entscheidung"

Laut Bild-Zeitung ist der Entzug des EM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft am 14. November gegen Gibraltar bereits beschlossene Sache. Ligapräsident Reinhard Rauball hatte einen entsprechenden Antrag für die Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag angekündigt. Dafür hätte auch Klaus Filbry, Werders Vorsitzender der Geschäftsführung, Verständnis. "Das wäre eine sehr harte, aber sehr konsequente Entscheidung. Natürlich muss der Verband die Zusammenarbeit mit einem Partner überdenken, der in dieser Weise auf Konfrontation geht", sagte Filbry.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) - nach Ansicht des Bremer Senats künftig Empfänger der Rechnungen - hatte bereits unmittelbar nach dem Beschluss juristische Konsequenzen angekündigt. Vor Gericht würde der Bremer Senat alleine kämpfen - auch aus dem politischen Berlin sowie anderen Bundesländern hagelte es Kritik.

"Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit ist auch im Rahmen von Fußballspielen und selbst bei knappen öffentlichen Kassen Aufgabe des Staates", sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer. Zudem können "man die Gewalt bei Fußballspielen sicherlich nicht mit dem kurzsichtigen Stopfen möglicher Haushaltslöcher eindämmen".

Hessen lehnt Vorstoß ab

Aus Hessen erklärte Innenminister Peter Beuth: "Das hessische Innenministerium lehnt den Vorstoß aus Bremen ab. Wir planen auch nicht eine solche Initiative". Auch das Innenministerium Nordrhein-Westfalens ließ ausrichten: Nicht bei uns. "Die Vereine zur Kasse zu bitten, ist keine Lösung und entspricht auch nicht der verfassungsrechtlichen Grundlage", sagte der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in NRW, Rainer Bischoff.

Der mühevoll aufgebaute Burgfrieden zwischen Fans, Vereinen und Verbänden scheint durch den Bremer Vorstoß nachhaltig gefährdet. Plötzlich sorgen ausgerechnet im beschaulichen Bremen die Fans bei "Risikospielen" für angeblich zu hohe Polizeikosten. Zahlen belegen das nicht, zumal sich selbst die Gewerkschaft der Polizei (GdP) klar gegen eine Kostenübernahme der Veranstalter ausgesprochen hatte. Dass aus NRW und Hessen keinerlei Unterstützung kommt, ist bezeichnend - mit dem "Ruhrpott"-Derby zum einen und der von der DFL mehrfach bestraften Frankfurter Eintracht haben speziell diese Bundesländer ihre Problemzonen.

Polizeikosten sollen reduziert werden

"Unser Ziel ist es, die Einsatzzeiten der Polizei beim Fußball auf Dauer zu reduzieren. Dabei setzen wir auf den Schulterschluss mit DFB, DFL, den Vereinen und den friedlichen Fans", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger, der sich im Verlauf der Sicherheitsdiskussion auch schon als Hardliner positioniert hatte: "Nur gemeinsam kann es uns gelingen, Chaoten und Gewalttäter aus den Stadien herauszuhalten."

Filbry sprach von einem "Alleingang, für dieses Ausscheren aus einer Solidargemeinschaft und gegen den bisher erfolgreichen Weg der Kooperation verursacht bei uns heftiges Kopfschütteln". Der Nordklub sei "von zahlreichen Stellen kontaktiert worden, die sich vom Vorgehen der politischen Entscheidungsträger unmittelbar und entschieden distanzieren wollten", sagte Filbry, der ebenfalls juristische Schritte ankündigte: "Dieses Vorhaben ist verfassungswidrig."

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