Montag, 03.03.2014

U21 statt A-Team

Volland bleibt in Wartestellung

Kevin Volland galt lange als Kandidat für die WM in Brasilien. Doch am Dienstag läuft der Torjäger in Spanien wieder "nur" für die U21 auf. Joachim Löw gab Pierre-Michel Lasogga den Vorzug.

Springt Kevin Volland noch auf den WM-Zug auf?
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Springt Kevin Volland noch auf den WM-Zug auf?

Die Qualitäten von Kevin Volland hat Joachim Löw schon mit eigenen Augen gesehen. Mitte Februar saß der Bundestrainer auf der Tribüne, als der Torjäger von 1899 Hoffenheim gegen Stuttgart seinen achten Saisontreffer erzielte. Löw lobte Volland nach der Partie ausgiebig, doch die erste Nominierung für das A-Team lässt weiter auf sich warten.

Und so bleibt Volland ein Nationalspieler in Wartestellung. Während Shkodran Mustafi, Matthias Ginter und auch Vollands Sturm-Konkurrent Pierre-Michel Lasogga den Sprung aus der U21 zu Löw geschafft haben, tritt der Hoffenheimer am Dienstag (20.30 Uhr/Eurosport) mit dem DFB-Nachwuchs in Spanien an. "Ich habe bei der U21 eine wichtige Aufgabe als Kapitän. Das macht riesigen Spaß", sagt der 21-Jährige.

Gisdol mischt sich nicht ein

Dabei passt Volland eigentlich eher in das von Löw formulierte Anforderungsprofil als der Brecher Lasogga. Der Linksfuß ist in der Offensive auf fast allen Positionen einsetzbar, ist schnell, wendig, dribbelstark und kann Flanken schlagen. Hoffenheim-Trainer Markus Gisdol wollte die Entscheidung des Bundestrainers dennoch nicht bewerten. "Joachim Löw weiß schon, was er tut. Ich mische mich nicht in die Angelegenheiten der Nationalmannschaft ein. Ich will auch nicht, dass sich jemand in meine Angelegenheiten einmischt", sagte er.

Zumindest die Zahlen sprechen für Volland. In 29 Pflichtspielen sammelte er 21 Scorerpunkte, fast zwangsläufig machten zuletzt Gerüchte um das Interesse anderer Klubs die Runde. Alles nur Spekulationen, sagt Gisdol: "Kevin hat einen langfristigen Vertrag bei uns. Er ist auch deswegen so gut geworden, weil das sportliche Gesamtgefüge hier mittlerweile stimmt." Ähnlich äußerte sich Vollands Berater.

Und so wird Volland, dessen Vater Andreas als Eishockey-Nationalspieler 1993 an der WM teilnahm und 1994 mit Hedos München deutscher Meister wurde, vorerst weiter das Trikot von Hoffenheim und der U21 tragen. Mit sieben Treffern ist er beim DFB-Team der erfolgreichste Angreifer und die wichtigste Waffe von Trainer Horst Hrubesch. "Wir wollen zur EM nach Tschechien und danach zu Olympia", sagt Volland.

Es liegt am Bundestrainer

Und das A-Team? "Wann es soweit ist, liegt am Bundestrainer", lautete schon im Oktober seine Antwort: "Ich mache mir da keinen Druck und kann diese Frage sowieso nicht seriös beantworten." Immerhin: Am Dienstag in Palencia kann Volland ein weiteres Empfehlungsschreiben in Richtung Löw senden.

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Das Duell beim Europameister ist das einzige Länderspiel der U21 vor der finalen Phase der EM-Qualifikation im September. Gegen Stars wie Iker Muniain (Bilbao), EM-Torschützenkönig Alvaro Morata, Isco oder den Ex-Leverkusener Daniel Carvajal (alle Real Madrid) erwartet Hrubesch einen echten Härtetest. "Wir werde versuchen, von Anfang an unser Spiel zu machen und mit klarer Überzeugung aufzutreten", sagt Hrubesch.

Das gilt auch für Kevin Volland. Denn egal ob A-Team oder U21, der Vollblut-Stürmer lässt nie locker: "Ich bin vom Naturell her ein Spieler, der Gas gibt, der sich für die Mannschaft zerreißt." - Die voraussichtliche deutsche Aufstellung: Leno (Leverkusen) - Can (Leverkusen), Rüdiger (Stuttgart), Knoche (Wolfsburg), Plattenhardt (Nürnberg) - Leitner (Stuttgart), Hoffmann (Hannover) - Volland (Hoffenheim), Younes (Gladbach), Schulz (Hertha BSC) - Hofmann (Ingolstadt)

Kevin Volland im Steckbrief


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