Robert Enkes Witwe kämpft für Sportler

Teresa Enke fordert bessere Schulung

SID
Donnerstag, 10.10.2013 | 11:13 Uhr
Teresa Enke kämpft seit dem Tod ihres Mannes für Sportler mit psychologischen Problemen
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Teresa Enke fordert eine bessere Schulung von Trainern und eine verstärkte Einbindung von Sportpsychologen in Profi-Klubs, um Depressionen bei Fußballern vorzubeugen.

"Wir müssen gerade Trainer darin schulen, den Druck für einen jungen Fußballer zu erkennen, den Moment, wenn es zuviel wird", sagte die Witwe des ehemaligen Nationaltorwarts Robert Enke, der 2009 Selbstmord begangen hat, im Interview mit "dfb.de".

"In den Profivereinen ist es zunehmend wichtig, dass ein Austausch zwischen Sportpsychologen und Sportpsychiatern stattfindet. Motivation alleine reicht nicht aus. Die Enke-Stiftung wird darauf hinwirken, dass die Prävention im Kontext von seelischer Gesundheit etwa in den Nachwuchsleistungszentren an Bedeutung gewinnt", sagte Teresa Enke, die auf Einladung von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Irland am Freitag in Köln im Stadion verfolgen wird.

Bessere Absicherung für Profi-Fußballer

Zudem spricht sich Teresa Enke für eine bessere Absicherung für Profi-Fußballer aus: "Wo gehe ich hin als Leistungssportler? Auf diese Frage müssen wir noch bessere Antworten geben. Etwa auch für die Phase zum Karriereende. Wir müssen mehr Schnittstellen schaffen." In diese Aufgabe würden die Stiftung "und auch ich persönlich weiter unsere ganze Kraft stecken", sagte sie. Den Fußball grundsätzlich menschlicher machen zu können, schließt sie allerdings aus: "Fußball ist ein Leistungssport. Das wird sich nie ändern, und das wollen wir auch nicht verändern."

Teresa Enke ist dennoch davon überzeugt, dass der Selbstmord ihres Mannes im Profisport zumindest im Umgang mit psychischen Erkrankungen ein Umdenken bewirkt hat: "Die Leute gehen offener mit ihrer Krankheit um. Markus Miller (Torwart von Hannover 96, d. Red.) und Lindsay Vonn (Skirennläuferin, d. Red.) sind doch zwei Beispiele. Beide haben öffentlich gemacht, dass sie depressiv sind, und es hat kaum mehr Wellen geschlagen. Zwei Tage Schlagzeilen, und dann war's weg."

Enke mit Stiftung zufrieden

Grundsätzlich ist Teresa Enke mit der Arbeit der Stiftung zufrieden. "Das Engagement der drei Stiftungsgründer - Hannover 96, der DFL und des DFB - hat nie nachgelassen. Gleichzeitig erreichen uns nach wie vor zahlreiche Privatspenden", sagte sie und berichtet von einem 16-jährigen Jungen, der 200 Euro von seinem Ferienjob der Stiftung übergeben hat: "Der Stiftung begegnen viele Leute mit großer Sympathie. Das liegt an meinem Mann, Robert ist der Grund dafür."

Sie gab auch einen Einblick, wie schwierig für sie die Rückkehr in ein alltägliches Leben über den persönlichen Verlust hinaus gewesen ist. "Was mich am Anfang sehr belastet hat, war schon, dass keiner unbefangen mit mir umgehen konnte. Jeder hat immer gedacht, man müsse traurig schauen, oder man dürfe nicht lachen in meiner Gegenwart", sagte Teresa Enke: "Ich musste weg aus Hannover und in eine Stadt ziehen, in der ich mein Leben führen kann."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung