DFB-Team: Drängende Fragen vor dem Frankreich-Test

Ein aufregend langweiliges Jahr

Von Für SPOX in Paris: Stefan Rommel
Montag, 04.02.2013 | 18:18 Uhr
Bastian Schweinsteiger (r.), Bundestrainer Joachim Löw (2.v.r.) und Philipp Lahm beim Training
© Imago
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Die deutsche Nationalmannschaft geht mit dem Spiel gegen Frankreich in das neue Länderspieljahr. 2013 erscheint auf den ersten Blick ohne große Highlights - für die Entwicklung der Mannschaft werden die nächsten Monate aber elementar wichtig sein. Ebenso wie für Bundestrainer Joachim Löw.

Wenn die Mannschaft am Mittwochabend (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER) in Paris auf Frankreich trifft, soll das auch der Startschuss für die nächste Entwicklungsstufe der Mannschaft sein. Dabei drängen sich wichtige Fragen auf.

Worauf liegt der sportliche Fokus im Jahr 2013?

Selbstverständlich genießt die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr oberste Priorität. "Wir wollen die WM-Qualifikation so bald wie möglich perfekt machen. Dann können wir in den letzten Spielen etwas ausprobieren", sagt Kapitän Philipp Lahm.

Die Ausgangslage in der Gruppe ist trotz des eigentümlichen 4:4 gegen den vermeintlich schärfsten Verfolger Schweden immer noch sehr gut. Die zwei Siege in den anstehenden Partien gegen Außenseiter Kasachstan sind fest eingeplant. Dazu hat die Mannschaft die Auswärtshürden Irland und Österreich bereits bewältigt und beide Gegner noch in Heimspielen vor der Brust. Die Sache könnte also bereits vor dem letzten Spiel in Schweden Mitte Oktober erledigt sein.

"Meine ganze Konzentration gilt dem Jahr 2013. Diese junge Mannschaft ist noch nicht am Zenit. Wir werden die Dinge so vorbereiten, dass wir 2014 absolut konkurrenzfähig sind. Eine Titelgarantie gibt es aber nicht", sagte Bundestrainer Joachim Löw zum Jahreswechsel.

Das historische Remis gegen Schweden vom letzten Herbst veranschaulichte die Probleme der Mannschaft und ist zentraler Ausgangspunkt einer ganzen Reihe von Debatten, die Löw in den folgenden Monaten selbstkritisch und konstruktiv angehen muss.

"Wir hatten in der WM-Qualifikation nur einen Ausrutscher, das 4:4 gegen Schweden. Und da reden wir nur von der letzten halben Stunde, die ersten 60 Minuten waren Weltklasse", sagt Mesut Özil im Interview mit dem "Kicker". "Jetzt müssen wir die Fehler dieser letzten 30 Minuten analysieren. Aber orientieren müssen wir uns vor allem an den ersten 60 Minuten."

So denkt der Offensivspieler Özil und hat damit zu großen Teilen, aber eben nicht uneingeschränkt recht. Andere im Team, allen voran Torhüter Manuel Neuer und Stratege Bastian Schweinsteiger, verwiesen schon vor jenem Abend von Berlin auf eine defensivere Denkweise. Die sechs Gegentore aus sechs Partien bei der Europameisterschaft - vier davon in den K.o.-Spielen - hatten bei einigen Spielern durchaus Eindruck hinterlassen.

Dass die Diskussionen bei vier Gegentoren in 30 Minuten gegen mittelprächtige Schweden heftiger denn je entflammten, lag da nur auf der Hand. "Wenn man ein paar aufgeregte Medien ausnimmt, ist der Schaden nicht so groß", beschwichtigt Özil aber.

Trotzdem lautet das neue Schlagwort seitdem "Balance". Das Zusammenspiel zwischen Defensiv- und Offensivverhalten muss neu ausgerichtet werden. Das benötigt Zeit und jeder Menge Übung. Zwei Parameter, die dem Bundestrainer für gemein nur vor größeren Turnieren vorfindet. Auch deshalb wäre es ungemein wichtig, die Gruppe als Erster abzuschließen und nicht in die Playoffs im November zu müssen.

Nur dann bliebe genug Spielraum für Grundlagentraining und etwaige Experimente in den Testspielen gegen namhafte Gegner wie England und Italien. Da sich der Test gegen Brasilien im August wegen Differenzen mit dem brasilianischen Verband nun zerschlagen hat und erst noch ein anderer südamerikanischer Gegner gefunden werden muss, erfährt auch die Partie im Stade de France am Mittwoch nochmals eine Aufwertung.

Die USA-Reise Ende Mai wird als Erkenntnisgewinn für die grundlegende Spielausrichtung der Mannschaft kaum dienen können. Sehr wahrscheinlich werden daran die Spieler von Bayern München und/oder Borussia Dortmund und Real Madrid nicht teilnehmen.

Also wird der Bundestrainer die Zeit vor dem Spiel in Paris zur Aufbereitung der Fehler aus dem Schweden-Spiel nutzen. Eine tiefgründige Analyse war weder nach der Partie selbst im Oktober noch rund um das letzte Testspiel gegen die Niederlande möglich.

Dass mit dem verletzten Schweinsteiger und Neuer, der gegen die Franzosen 90 Minuten nur auf der Bank zubringen soll, die zwei größten Verfechter einer defensiveren Spielweise gleich mal nicht zum Einsatz kommen, ist nicht eben optimal.

Löw hat trotzdem die Prämisse ausgegeben, an den innerbetrieblichen Abläufen zu arbeiten. "Im Vordergrund steht, die Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden." Die Übungseinheiten dafür muss Löw jetzt angesichts eines zentralen Ankerpunkts wie einer EM oder WM in diesem Jahr aber stückeln.

"Vor großen Turnieren haben wir es immer hinbekommen, wenn wir drei, vier Wochen zusammengearbeitet haben, taktische Feinheiten zu verinnerlichen", sagt Lahm und lässt dabei offen, wie das Vorgehen in einem Jahr ohne großes Turnier aussehen kann. Oder ob das Vorhaben sogar in den Mai 2014 verschoben werden muss.

Immerhin habe das Personal die richtigen Voraussetzungen dafür. "Im Augenblick haben wir die richtigen Spieler auf dem Platz, die das Bewusstsein für ihre Position haben."

Seite 2: Neuer Konkurrenzkampf und anderes Klima?

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