Oliver Kahn analysiert Probleme der Nationalelf

„Wir sollten jetzt von den Spaniern lernen“

Von Henning Klefisch
Dienstag, 23.10.2012 | 14:38 Uhr
Bis 2006 spielte Kahn in der Nationalelf. Löw (l.) war damals noch Co-Trainer
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
Bundesliga
FC Bayern München -
Bayer 04 Leverkusen (Highlights)
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Bundesliga
Hamburger SV -
FC Augsburg (Highlights)
Bundesliga
TSG Hoffenheim -
SV Werder Bremen (Highlights)
Serie A
Juventus -
Cagliari
Bundesliga
1. FSV Mainz 05 -
Hannover 96 (Highlights)
Bundesliga
VfL Wolfsburg -
Borussia Dortmund (Highlights)
Bundesliga
Hertha BSC -
VfB Stuttgart (Highlights)
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Bundesliga
6 um 6 (1. Spieltag)
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Bundesliga
FC Schalke 04 -
RB Leipzig (Highlights)
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Bundesliga
SC Freiburg – Eintracht Frankfurt (Highlights)
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Bundesliga
Borussia M’gladbach -
1. FC Köln (Highlights)
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Bundesliga
Bayer 04 Leverkusen -
TSG Hoffenheim
Bundesliga
Eintracht Frankfurt -
VfL Wolfsburg
Bundesliga
FC Augsburg -
Borussia M’gladbach
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Oliver Kahn ist bekannt dafür, dass er auch in Bezug auf die deutsche Nationalmannschaft klare Worte äußert. Nach dem ernüchternden 4:4-Unentschieden gegen Schweden hat er eine klare Meinung zum DFB-Team: Die Entwicklung der letzten Jahre habe nicht nur positive Folgen gehabt.

Die Abwehr ist das deutsche Sorgenkind, wie die Zahlen verdeutlichen. Mit 1,69 Gegentoren im Schnitt ist 2012 der schlechteste Wert seit 1964 erzielt worden. Dabei ist Kahn ein Punkt ganz besonders aufgefallen: "Nicht jede Situation kann spielerisch gelöst werden. Wenn es gegen Spieler geht, die körperbetont und schmutzig agieren, müssen wir darauf die entsprechenden Antworten haben."

Es habe sich ein beunruhigender Trend herausgebildet. "Es ist kein Zufall, dass die Schreckgespenster des deutschen Fußballjahres 2012 Balotelli, Ibrahimovic und Drogba heißen - bullige Typen, die mit allen Wassern gewaschen sind und kaltschnäuzig ihre Chancen erzwingen und nutzen."

"Intelligente Zweikampfführung darf kein Dogma sein"

Kahn versucht, die Fehler zu analysieren: "Bei fast allen Treffern der Schweden waren die Deutschen in Überzahl, standen aber nur im Raum. Gerade in Momenten wie nach dem 4:2, dem ein Stellungsfehler von Badstuber vorausging, ist es elementar, bei Zweikämpfen körperlich präsent und aggressiv zu sein. Der Gegenspieler muss spüren, dass heute nichts mehr geht."

Dabei äußert er leise Kritik an Bundestrainer Löw. "Die intelligente Zweikampfführung, die Löw verlangt, um Freistöße in der eigenen Hälfte zu verhindern, ist grundsätzlich richtig. Aber sie darf kein Dogma sein."

Vorbild Spanien

Ein Aufgreifen untypischer Tugenden aus anderen Nationen sei den Spaniern zuletzt gelungen. "Der spanische Fußball [hat] angefangen, die typisch deutschen Eigenschaften wie Willenskraft, taktische Disziplin, Zweikampfhärte und Niemals-Aufgeben zu verinnerlichen. Und: Die Spanier haben erkannt, dass jedes offensiv ausgerichtete System nur erfolgreich sein kann, wenn die Bereitschaft vorhanden ist, verlorene Bälle sofort wieder zurück zu erobern.

So wie die Spanier von den Deutschen, so sollte jetzt die deutsche Mannschaft von der spanischen lernen, "die offensive Ausrichtung mit unseren bewährten Tugenden zu verbinden. Dass die Attraktivität des Spiels darunter nicht leiden muss, hat der Welt- und Europameister in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen."

Oliver Kahn im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung