Montag, 10.09.2012

Sami Khedira über Führungsansprüche, EM-Aus und Ronaldo

"Vom WM-Finale zu reden, ist völlig falsch"

Seit mehr als zwei Jahren spielt Sami Khedira bereits für Real Madrid. Nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart nach Spanien entwickelte sich der 25-Jährige zur festen Größe beim spanischen Meister und in der deutschen Nationalmannschaft. In einem Interview sprach der Nationalspieler über die Niederlage gegen Italien bei der EM, seine Ziele und Cristiano Ronaldo.

Wird gegen Österreich wieder in der Startelf stehen: Sami Khedira (2.v.r.)
© Getty
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Während der Euro 2012 in Polen und der Ukraine wurde zunehmend sichtbar, dass sich Sami Khedira zu einem Führungsspieler entwickelt hat. Er selbst hatte schon immer hohe Ansprüche an die eigene Person: "Ich gebe mich nicht damit zufrieden, nur dabei zu sein. Ich hatte immer den Anspruch zu führen", sagte der Deutsch-Tunesier im Interview mit dem "Kicker".

Die Niederlage gegen Italien im Halbfinale der Europameisterschaft hat der Mittelfeldspieler noch nicht vergessen: "Der entscheidende Punkt war wohl, dass wir uns zu sicher waren und schon ein bisschen in Richtung Finale gegen Spanien geschaut haben. Da müssen wir uns vom Kopf her noch weiterentwickeln."

Khedira spielte bislang 34 Mal für die deutsche Nationalmannschaft und ist überzeugt, dass die DFB-Auswahl auch in Brasilien eine wichtige Rolle spielen wird: "Wir sind viel zu gut, um zu sagen, wir sind mit der Qualifikation zufrieden. Aber jetzt schon wieder vom Finale 2014 zu reden, ist der völlig falsche Ansatz. Wir werden wieder in einem Entscheidungsspiel stehen, und wir müssen jetzt schon daran arbeiten, dass wir uns danach nicht wieder etwas vorzuwerfen haben."

Stammplatz unter Mourinho

Bei Real Madrid hat sich Khedira unterdessen als Schlüsselfigur etabliert. Auf die Frage, wie er seinen Stellenwert bei Trainer Jose Mourinho einschätzen würde, meinte der 25-Jährige: "Wenn er nichts von mir halten würde, würde ich nicht im dritten Jahr unter ihm im Kader stehen."

Für die Zukunft hat sich der 25-Jährige dennoch vorgenommen, dem Coach zu zeigen "dass ich der Mann bin, auf den er zählen kann".

Keine Sorgen um Ronaldo

Bei Real Madrid spielt Khedira zusammen mit Superstar Cristiano Ronaldo. Den Rummel um seinen portugiesischen Mitspieler und dessen angebliche Abschiedsgedanken sieht der Nationalspieler gelassen: "Vielleicht wollte er auch nur ein mal ein bisschen die Öffentlichkeit an seinem Seelenleben teilhaben lassen."

Ronaldo hatte zuvor mit der Äußerung "ich bin traurig und der Klub weiß, warum" für Wirbel gesorgt.

Sami Khedira im Steckbrief

Der 500. DFB-Sieg in Bildern
Deutschland - Färöer 3:0: Diebische Freude bei Mario Götze. Der Dortmunder brach nach Pass von Mats Hummels in der 28. Minute den Bann
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Bis dahin hatte sich der Keeper der Gäste, Gunnar Nielsen, ein ums andere Mal ausgezeichnet. Marco Reus scheiterte gleich zwei Mal an dem Schlussmann
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Aber dann zappelte die Kugel doch wieder im Netz. Mesut Özil schloss nach der Pause einen Konter nach Ecke der Färöer zum 2:0 ab. Sami Khedira hatte schnell umgeschaltet
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Was macht Simun Samuelsen da? Die Dortmunder Fraktion lässt sich nicht stören...
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Die gute Laune der kreativen Färöer Fans sank weiter, als Özil Nielsen zum 3:0 tunnelte
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Auch Lukas Podolski durfte noch mitspielen, zu diesem Zeitpunkt mauerten die Gäste jedoch bereits heftig rund um den Strafraum. Aber die Konzentration scheint hoch beim Neu-Gunner
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Am Ende gab es in Hannover einen unspektakulären aber konzentrierten Sieg zu bejubeln, immerhin schon der 500. in der DFB-Geschichte
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Stefan Thormann

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