100. Einsatz in der Nationalelf gegen Dänemark

Lukas Podolski betritt den "Hunderter-Klub"

SID
Freitag, 15.06.2012 | 10:48 Uhr
Lukas Podolski debütierte 2004 unter Rudi Völler für die deutsche Nationalmannschaft
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

In der Halbzeit kam Lukas Podolski zum Einsatz, Torsten Frings musste beim Stand von 1:1 gegen Tschechien im dritten Gruppenspiel der EM 2004 in Lissabon seinen Platz räumen. DFB-Teamchef Rudi Völler wollte offensiv spielen lassen, um das Ausscheiden zu verhindern.

45 Minuten später hatte Deutschland gegen eine tschechische B-Elf mit 1:2 verloren, Podolski sein zweites Länderspiel nach einem Kurzdebüt als 18-Jähriger vor der EM beim 0:2 gegen Ungarn in Kaiserslautern bestritten.

Völler trat zurück, es gab eine große Krise und kleine Revolution im deutschen Fußball. Für Podolski begann in Zeiten, die für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu den schlechtesten gehören, eine große Karriere. "Das war damals ein sensationelles Gefühl, dabei sein zu dürfen. Ich hatte ein paar Jahre vorher ganz klein in Bergheim angefangen", sagt er heute.

Acht Jahre später ist Podolski noch immer dabei. Gegen Dänemark, zwei Europameisterschaften weiter als die Blamage von Portugal, feiert "der Lukas", wie der Bundestrainer Joachim Löw den offensiven Mittelfeldspieler nennt, ein großartiges Jubiläum.

Podolski, der im polnischen Gliwice geborene "Kölsche Jong", betritt im dritten EM-Gruppenspiel in Lwiw den "Hunderter-Klub". Noch nie hat ein Spieler aus Europa mit gerade erst 27 Jahren die Grenze von 100 Länderspiel-Einsätzen erreicht.

Weltweit waren es nur sechs. Aber "Poldi" rechnet weiter: Die Zahl 103 möchte er am 1. Juli im EM-Endspiel erreichen. "Ich will den Titel, wie wir alle", sagt er mit Nachdruck. Eines Tages wird er, wenn alles so weiterläuft, Lothar Matthäus als deutschen Rekordnationalspieler mit 150 Einsätzen überflügeln. Und auch bei den Toren kann er für Rekorde sorgen. Im Moment steht er bei 43, so viele schoss auch Uwe Seeler.

Für Podolski ist die Nationalelf der schönste Verein

Podolski ist trotz eines dreijährigen Gastspiels bei Bayern München immer als Galionsfigur des 1. FC Köln eingestuft worden. Doch für ihn selbst ist die Nationalmannschaft der schönste Verein. "Er gehört ja zum Inventar", sagte Löw kürzlich spaßhaft.

Podolski gehört zwar nicht dem Mannschaftsrat an, als ein Kapitänsnachfolger für Michael Ballack gesucht wurde, kam er nicht in Frage - vielleicht weil er mit einer Backpfeife für Ballack beim Spiel in Wales 2008 einmal für einen Eklat gesorgt hatte. Dennoch ist das DFB-Team für Podolski immer eine Wohlfühloase gewesen. Würde er einmal nicht nominiert, würde für ihn eine Welt zusammenbrechen.

Bisher enttäuschende Leistung bei der EM

Doch nach dem 2:1 gegen die Niederlande am Mittwoch ist wieder eine Diskussion entbrannt, ob Podolski überhaupt in die Stammelf gehört. Seine Leistung wurde als enttäuschend eingestuft. Er ist für viele wieder einmal ein Problemfall. Aber Löw schätzt ihn sehr. Meist kümmern sich mehrere Gegenspieler um den linken offensiven Mittelfeldspieler.

Denn er darf nie frei zum Schuss kommen. Mit einer Wucht, die nur wenige erreichen, kann er mit links den Ball abfeuern. Dass er im zehnten Profijahr noch immer taktische Nachhilfe braucht, wissen Generationen von Mitspielern. Kopfballspiel? Quasi Fehlanzeige.

Aber kaum bekannt ist es, dass Podolski absolute Fitness-Spitzenwerte aufweist. Schnellkraft, Maximalkraft, Kraftausdauer, Schnelligkeit - alles gehört in den Topathletenbereich. Arsene Wenger, Trainer des FC Arsenal, dem künftigen Klub von Podolski, beobachtete die Partie in Charkiw. Typisch "Poldi", wie er dies forsch kommentierte: "Ich freue mich, dass die Arsenal-Fans sehen, was ich auf höchstem Niveau leisten kann. Bald werde ich das auch in London zeigen."

Defensivarbeit hervorragend

Dass er auch bei der EM noch sein Top-Niveau erreicht, hofft Löw. Er nimmt ihn in Schutz, weil Podolski inzwischen defensiv hervorragend arbeitet. 41 Ballkontakte hatte Podolski gegen Holland, 46 gegen Portugal, das ist der viertschlechteste Wert im DFB-Team.

Poldi hat ein Problem mit dem Dreifachtorschützen Mario Gomez, weil der ein anderer Stürmertyp ist als sein "Spezi" Miroslav Klose, der die Räume für nachrückende Spieler öffnet. André Schürrle, der in 14 Länderspielen meist als Joker schon sieben Treffer erzielte, macht großen Druck auf ihn. Doch dass Löw ausgerechnet Podolski beim Jubiläum in das zweite Glied verbannt - es ist kaum vorstellbar.

Lukas Podolski im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung