Sonntag, 10.06.2012

Manuel Neuer im Interview

"Wir haben den Kopf frei für die Niederlande"

Manuel Neuer war einer der Garanten für den deutschen Auftaktsieg gegen Portugal. Der Keeper sprach in der Mixed Zone nach der Partie über das ungewohnte Abwehrduo Hummels/Badstuber, gefährliche Portugiesen und den Effekt des Sieges für die kommenden Aufgaben.

Manuel Neuer hielt gegen Portugal den deutschen Kasten sauber
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Manuel Neuer hielt gegen Portugal den deutschen Kasten sauber
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Frage: Der Auftaktsieg gegen Portugal war ein hartes Stück Arbeit. Wie haben Sie die Partie erlebt?

Manuel Neuer: Wir waren die bessere Mannschaft. Wir hatten vor der Pause und ganz am Ende vielleicht auch ein bisschen Glück. Dazu haben unserem Spiel die ganz klaren Möglichkeiten lange gefehlt, wir hatten nur Halbchancen. Aber die erste gute hat Mario dann auch reingemacht. Das war sehr wichtig für uns, gerade in dieser Phase des Spiels. Man muss aber auch sagen, dass wir in der Defensive sehr gut standen. Portugal hatte seine Chancen hauptsächlich nach Standardsituationen, ich hatte nicht so sehr viel zu tun. Erst als sie es am Ende mit der Brechstange versucht haben, haben sich noch einmal zwei Torchancen ergeben.

Frage: Waren Sie überrascht, dass genau diese Abwehrformation vor Ihnen stehen wird?

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Neuer: Es war keine Überraschung. Wir wissen, was wir an unseren Verteidigern haben. Wer dann letztlich in der Innenverteidigung beziehungsweise in der Viererkette spielt, war egal. Aber die Leute, die auf dem Platz standen, haben einen guten Job gemacht.

Frage: Hat der Bundestrainer begründet, warum er Mats Hummels bevorzugt hat und nicht Per Mertesacker?

Neuer: Vielleicht in einem Einzelgespräch - aber nicht vor der Mannschaft.

Frage: Wie haben Sie die Leistungen von Hummels und Jerome Boateng heute gesehen?

Neuer: Sie haben ein gutes Spiel abgeliefert. Gerade Mats hat viele Bälle in wichtigen Situationen noch mit dem Kopf geklärt. Als es ein, zwei Mal eng wurde, war er sehr stabil.

Frage: Wie wertvoll ist der Sieg, auch angesichts der etwas überraschenden Niederlage der Niederlande?

Neuer: Generell ist bei einem Turnier das erste Spiel natürlich immer ganz wichtig und entscheidend. Wir haben ja gegen den Fünften der Weltrangliste gespielt, da war es nicht so einfach, einen glanzvollen Sieg zu erzielen. Es war deshalb wichtig, dass wir jetzt im nächsten Spiel gegen die Niederlande kein Endspiel haben. Wir haben den Kopf frei für das Spiel und können da positiv reingehen. Das ist wichtig für uns.

Frage: Was hat der Bundestrainer der Mannschaft zur Pause gesagt?

Neuer: Er hat gesagt, dass wir sehr gut in der Defensive stehen und Portugal im Laufe der zweiten Halbzeit vielleicht ein bisschen kommen wird und die Lücken in ihrer Defensive dann etwas größer werden. Dann sollten wir da sein, wenn sich Chancen ergeben. Das haben wir getan.

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Frage: Das deutsche Spiel war größtenteils auf Sicherheit bedacht. Hatte das damit zu tun, dass die Mannschaft noch nicht so genau wusste, wo sie steht?

Neuer: Das nicht. Wir wollten nicht in Rückstand geraten. Man hat gesehen, dass wir generell nicht viele klare Möglichkeiten bekommen haben. Wenn man dann in Rückstand gerät und die Portugiesen hinten zumachen, wird es doppelt schwer ein Tor zu erzielen und das wieder wettzumachen. Dementsprechend war es wichtig, dass die Null hinten stand.

Frage: Hatte Deutschland so wenige Chancen, weil sich die Mannschaft noch finden muss oder weil Portugal so gut stand?

Neuer: Sowohl als auch. Portugal ist eine gute Mannschaft, da kann es vorne auch durch Einzelaktionen brenzlig werden für den Gegner. Sie haben schnelle, ballsichere Spieler. Da kann einiges passieren. Deshalb war es auch wichtig, dass die Spieler in unserer Viererkette immer Rückendeckung hatten. Da waren wir da, auch, weil die Laufbereitschaft nach hinten da war. Wir können zufrieden sein mit unserer Leistung.

Frage: Mussten Sie Hummels und Badstuber vor Ihnen auch ein wenig ordnen und dirigieren?

Neuer: Das tue ich doch immer, ich muss niemanden ganz besonders dirigieren. Die beiden kennen sich ja auch noch aus alten Bayern-Zeiten.

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Für SPOX in Lwiw: Stefan Rommel

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