"Ich habe mich an unser CL-Finale erinnert"

Von Für SPOX bei der Nationalmannschaft: Stefan Rommel
Dienstag, 26.06.2012 | 13:45 Uhr
Für Mario Gomez ist der Zusammenhalt der DFB-Elf die große Stärke der Mannschaft
© Getty
Advertisement
League Cup
Di23.01.
Die Entscheidung: Bristol-ManCity & Chelsea-Arsenal
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Primera División
Real Sociedad -
La Coruna
Primera División
Eibar -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Primera División
Real Betis -
Villarreal
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Primera División
Alaves -
Celta Vigo
Premier League
Man United -
Huddersfield
Primera División
Levante -
Real Madrid
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Hellas Verona -
AS Rom
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Udinese -
AC Mailand
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Serie A
Cagliari -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon

Mario Gomez war mit seinen drei Treffern in der Vorrunde entscheidend am deutschen Einzug ins Viertelfinale der Europameisterschaft beteiligt, doch gegen Griechenland setzte ihn Bundestrainer Joachim Löw auf die Bank. Im Interview spricht der 27-Jährige über seine Enttäuschung vor dem Spiel, das Gefühl, wenn Miro Klose trifft und seine Erfahrungen beim Public-Viewing.

Frage: Herr Gomez, hat sich Mehmet Scholl bei Ihnen noch einmal persönlich gemeldet nach dem Wirbel um seine Aussagen nach dem Auftaktspiel gegen Portugal?

Mario Gomez: Nein, hat er nicht. Das ist längst vorbei für mich. Ich glaube, für ihn auch.

Frage: Sie haben in den Partien gegen Portugal und Holland drei Tore erzielt, sind vor den Halbfinals immer noch an der Spitze der Torjägerliste - und das, obwohl Bundestrainer Joachim Löw Sie vor dem Viertelfinale gegen Griechenland auf die Bank gesetzt hat. Wie schmerzvoll war das?

Gomez: Es ist doch klar, dass man als Spieler enttäuscht ist, keine Frage. Das dauert dann eine oder zwei Stunden. Und dann geht es weiter. In den letzten Jahren findet in der Nationalmannschaft eben dieser Konkurrenzkampf zwischen Miro und mir statt. Er hat bei den letzten Turnieren meist die wichtigere Rolle gespielt, jetzt war und bin ich froh, endlich auch mal eine wichtige Rolle in einem Turnier zu spielen.

Frage: Bei der EM 2008 gab es diese unglückliche Szene beim Österreich-Spiel, bei der WM in Südafrika 2010 kamen Sie an Miroslav Klose nicht vorbei. Was überwiegt jetzt: Die Freude über die drei Spiele in der Vorrunde oder der Frust über die Verbannung auf die Bank für das Griechenland-Spiel?

Gomez: Es ist doch so: Bei der WM in Südafrika war ich die Nummer 16, 17, 18 oder 19. Damals habe ich mich immer gefreut für die Spieler, die reinkamen und mal ein Spiel machen durften. Davon lebt letztendlich eine Mannschaft. Es macht ein Team aus, wenn möglichst viele Spieler am Erfolg beteiligt sind, es ist ja eine Mannschaftssportart. Das Allerwichtigste ist, dass wir nach Kiew zum Finale fahren und gewinnen.

Frage: Wie lief das Gespräch ab?

Gomez: Joachim Löw hat mir gesagt, dass ihm die Entscheidung schwer gefallen ist, aber als Spieler hast du das zu akzeptieren. Es war ein gutes Gespräch. Begründet hat er es genau so wie gegenüber der Öffentlichkeit: Dass die drei Spiele in der Vorrunde gegen richtig gute Mannschaften Kräfte zehrend waren, dass er Spieler braucht, die fit sind und einen 100-Prozent vollen Akku haben. Der Poldi und der Thomas waren auch enttäuscht, dass sie draußen saßen. Aber wir haben 4:2 gegen Griechenland gewonnen, das ist das Wichtigste. Der Bundestrainer hat alles richtig gemacht.

Frage: Gerade ausländische Medien sind völlig überrascht gewesen, dass der Top-Torjäger im ersten K.o.-Spiel draußen sitzen muss.

Gomez: Jeder Spieler der Welt wäre da enttäuscht gewesen - wenn nicht, wäre ja auch irgendwas verkehrt. Es ging jetzt um das eine Spiel. Ich habe ja auch die Hoffnung, dass ich noch einmal spielen werde. Für mich war es kein Rückschritt, kein Weltuntergang. Ich habe mich wie die anderen auch gefreut, dass wir das Halbfinale erreicht haben. Das ist ein ganz wichtiger Baustein unseres Erfolges.

Frage: Was meinen Sie?

Gomez: Für Joachim Löw ist es eine unheimlich schöne Situation, dass er aus so einem qualitativ hochwertigen Kader auswählen kann und es dann funktioniert. Das spricht für unsere Mannschaft. Beim Spiel zwischen Spanien und Frankreich konnte man bei den Auswechslungen der Franzosen sehen, was bei denen wohl in der Mannschaft so abgeht - und das ist bei uns nicht der Fall, wenn man in die Gesichter sieht. Da freut sich jeder für den anderen, das ist unsere Stärke, das zeichnet uns aus.

Frage: Sie freuen sich also, wenn Miroslav Klose Tore erzielt?

Gomez: Natürlich freue ich mich, wenn Miro trifft.

Frage: Haben Sie diese Ruhe und Gelassenheit, die Sie hier im Gespräch ausstrahlen auch dadurch erhalten, weil Sie in Ihrem ersten Jahr unter Trainer Louis van Gaal derart leiden mussten.

Gomez: Ich hätte gerne auf schlechte Phasen verzichtet, aber man lernt dadurch, andere Dinge besser einzuschätzen. Dass ein Stürmer nicht spielt, das wird es doch immer wieder geben. Man muss sich eben ständig aufs Neue beweisen. Das ist Spitzensport, das ist ein täglicher Kampf. Es gibt jedoch keinen schöneren Part im Fußball für mich als den des Stürmers.

Frage: Vor der EM sprach Löw davon, bei bestimmten Gegnern oder in bestimmten Situationen auch mal mit zwei Stürmern spielen zu lassen. Ist dieser Plan, dieses 4-4-2-System nun in Vergessenheit geraten?

Gomez: Wir haben eine taktisch gute Ausrichtung mit dem 4-2-3-1-System, die Laufwege stimmen. Ich glaube nicht, dass es da im Moment Bedarf gibt, das zu ändern.

Frage: Andere Mannschaften wie die Spanier haben sogar schon ganz auf einen echten "Neuner" verzichtet. Macht Ihnen diese Entwicklung des Weltfußballs Sorge?

Gomez: Ich habe das Gefühl, dass immer nur mir diese Fragen gestellt werden. Aber: Es ist so wie es ist. Ich weiß, was ich kann. Ob es dann in zehn Jahren überhaupt noch Mittelstürmer geben wird, ist mir wirklich schnuppe.

Frage: Ihr Halbfinalgegner, die Italiener spielen mit Balotelli und Cassano - verwundert Sie das?

Gomez: Sie spielen mit zwei echten, gefährlichen Spitzen. Die beiden leben sehr von ihrer Physis, das wird nicht leicht für unsere Abwehr. Aber ich bin zuversichtlich, dass Badstuber und Hummels die beiden in Schach halten werden, sie spielen ein Super-Turnier.

Frage: Die meisten Experten sagen, Italien wäre die schwierigere Aufgabe als England.

Gomez: Die Italiener sind vielleicht schwieriger zu spielen, das stimmt. Es ist nicht mehr das typische Italien, sie verteidigen nicht nur. Sie haben mit Pirlo einen tollen Spieler, der den Takt vorgibt. Der Sieg gegen England war hoch verdient, sie waren viel aktiver, sie hatten viel mehr Chancen. Am Ende hatten sie dann Glück im Elfmeterschießen. Als ich vorm Fernsehen saß, habe ich mich an unser Champions-League-Finale erinnert gefühlt, als Chelsea so wie hier die Engländer nicht mehr wirklich mitspielen wollte und dann doch noch gewonnen hat.

Frage: Apropos Chelsea. Wie beobachten Sie ihren Bayern-Kollegen Bastian Schweinsteiger? Er quält sich angeschlagen durchs Turnier und hat zugegeben, dass er ab und an noch an das verlorene Champions-League-Finale gegen Chelsea denken muss.

Gomez: Wir konzentrieren uns hier auf unser großes Ziel mit der Nationalmannschaft, aber auch ich bin da noch nicht ganz drüber hinweg. Das dürfte doch allen klar sein.

Frage: Wie und wo haben Sie das WM-Halbfinale 2006 gegen Italien gesehen?

Gomez: Bei uns zu Hause im Garten.

Frage: Stimmt es, dass Sie vorher bei einem Spiel in München waren, zum Public Viewing?

Gomez: Ja, das war zum Achtelfinale gegen Schweden. Ich hatte eine Perücke und eine Brille auf, da konnte ich viel ausgelassener sein. Keiner wollte ein Autogramm.

Mario Gomez im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung