Fussball

DFB-Psychologe rechnet mit Trotzreaktion

SID
Hans-Dieter Hermann (r.) ist bereits seit 2004 DFB-Psychologe
© Getty

Die deutsche Nationalmannschaft kann die Spieler des FC Bayern nach deren Niederlage im Champions-Lague-Finale nach Einschätzung des DFB-Psychologen Hans-Dieter Hermann mit ihrer guten Gruppendynamik auffangen.

Er rechne nicht damit, dass die Münchner Nationalspieler durch negative Langzeitfolgen bei der Europameisterschaft in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt würden, sagte der Psychologe des Deutschen Fußball-Bundes in einem Interview auf "dfb.tv".

Nicht ausgeschlossen sei eine Trotzreaktion der Bayern, erklärte Hermann im DFB-Quartier in Tourrettes in Südfrankreich. "Wenn sie erst einmal merken, dass sie im Turnier drin sind, wow, wir haben ein großes Ziel vor uns, dann sagen sie, jetzt erst recht", sagte Hermann.

Es gebe keine Rezepte, wie man auf die große Enttäuschung und den Ärger, den Sportler nach Niederlagen bei wichtigen Ereignissen empfinden, reagieren sollte.

"Wir werden sie herzlich willkommen heißen. Wir werden sie mit unserem Spirit begrüßen. Ich bin mir sicher, dass sich die Bayern darauf einlassen werden", sagte Hermann. Abstand vom negativen Ereignis zu gewinnen, sei ganz wichtig, um sich mit neuem Elan anstehenden Aufgaben zu widmen.

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