DFB-Pressekonferenz mit Joachim Löw

Lahm auf rechts? Löw testet morgen die Außen

Von SPOX
Freitag, 25.05.2012 | 13:08 Uhr
Joachim Löw (r.) im Einzelgespräch mit Lukas Podolski
© Getty
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Das Schweiz-Spiel soll nicht als Gradmesser für die endgültige Nominierung herhalten. Löw will aber testen: Draxler wird spielen, die Abwehr stellt sich selbst auf.

Joachim Löw über...

Miroslav Klose: "Ich hatte ein paar Bedenken, aber als ich ihn im Training gesehen habe, wurden die kleiner. Er ist im Training auffallend schnell und dynamisch. Die Rückenprobleme waren eine Folge der Überbelastung. Da mussten wir ihn mal einen Tag rausnehmen. Die nächsten zwei Wochen sind aber auch noch wichtig. Er muss ein gesondertes Programm absolvieren."

die Leistungen der Torhüter: "Ich sehe sie ja nicht in jeder Minute im Training. Da verlasse ich mich auf Andi Köpke. Die Ausstrahlung, das Mitspielen, die Reaktionsfähigkeit, das Spiel auf der Linie - alle drei überragend."

Urs Siegenthalers Arbeit: "Es wurde ein Plan gemacht nach der Auslosung. Urs musste jeden Gegner mindestens zweimal sehen. Ich verlasse mich zu 100 Prozent auf Urs. Ich weiß, wie er ein Spiel sieht. Er hat uns häufig sehr, sehr viel für unser Spiel gebracht. Wir wollen aber nicht alles nach dem Gegner ausrichten, ein oder zwei Stärken oder Schwächen zu kennen, ist uns wichtig. Das macht Urs auch. Das lassen wir auch im Training einfließen. Es gibt manchmal Einzelprofile, aber ich möchte ein oder zwei Stärken vom Gegner wissen. Das teilen wir der Mannschaft in Form eines Videos mit. Das macht der Urs. Er weiß, wie wir denken, wie wir spielen."

die Auswirkungen des Spiels auf die Nominierung: "Ich sehe es losgelöst von der endgültigen Nominierung. Ich schaue ja auch beim Training zu. Es hängt nicht alles vom morgigen Spiel ab, weil wir ja auch von einem intensiven Trainingsprozess kommen. Wir haben keine Rücksicht auf das Schweiz-Spiel genommen. Die Schweiz kann morgen ein bisschen frischer sein."

Gündogans Traningsleistung: "Er wird morgen die Chance haben zu spielen. Er ist ein guter Fußballer, spielt die Bälle gut nach vorne, ist ein kleiner Schweinsteiger. Er ist kaum vom Ball zu trennen."

Zweifel an der kurzen Trainingszeit der Bayern-Spieler: "Dass sie zu spät kommen - egal. Es ist jetzt einfach so. Es interessiert mich nicht mehr. Bastian Schweinsteiger war längere Zeit verletzt. Wir müssen gucken, ob er ein individuelles Programm macht. Müller, Badstuber müssen körperlich nicht nacharbeiten. Laufwege, Sprints, da haben wir jeden Spieler verglichen. Da müssen wir nacharbeiten, um sie auf den gleichen Stand zu bringen. Das Standing in der Mannschaft wird bei Schweinsteiger nicht anders sein als vor einem halben Jahr, nur weil er mal einen Elfmeter verschossen hat. Er nimmt es nicht gleichgültig hin. Er ist eine starke Persönlichkeit mittlerweile."

Marco Reus: "Ich kann mir gut vorstellen, ihn relativ weit vorne zu sehen. Er kann auf verschiedenen Positionen spielen. Ich habe ihm gesagt: auf der Position hinter den Spitzen haben wir Leute, die da ihre richtige Position haben. Gegen defensive Gegner, wenn der Raum eng ist, hat er gute Möglichkeiten mit seinen schnellen Bewegungen. Er hat ein Näschen dafür."

Podolskis Aussagen von gestern: "Der Rasen muss brennen. Die Feuerwehr hat man bestellt in Danzig. Das was jetzt passiert, ist Vorbereitung auf das erste Spiel. Die folgenden Spiele sind auch wichtig, aber mehr und mehr wird sich alles aufs Spiel gegen Portugal konzentrieren. Das wird in der letzten Woche thematisiert. Wir müssen mit unserer Qualität spielen und uns nicht nach Portugal ausrichten."

Egoismus im Team: "Die Spieler, die hier sind, sind alle ausgeprägt teamfähig. Die Qualität im individuellen Bereich ist eine Sache. Wenn ein Spieler mir in seinem Gehabe zu egoistisch erscheint, würde er es schwer haben bei mir. Diese Entscheidung ist im Vorfeld gefallen. Alle Spieler, die da sind, sind im Umgang untereinander höflich, freundlich, respektvoll."

das bisher fehlende Standardtraining: "Die Standards fallen nicht wirklich unter den Tisch. Es macht ja keinen Sinn, wenn andere auf dem Feld stehen und sie ausführen. Man muss sie ständig trainieren. Um sowas zu automatisieren muss man lange trainieren. Wir haben andere Prioritäten, wollen unsere Tore aus anderen Situationen erzielen. Wir werden sie auch trainieren, sie spielen eine Rolle. Das werden wir noch nachholen."

Platinis Kritik an Philipp Lahm: "Ich habe heute morgen ein Zitat von Platini gelesen. Was Lahm im Vorfeld gesagt hat, weiß ich nicht. Natürlich werden wir die Spieler noch einmal grundsätzlich über die Situation in der Ukraine informieren. Sie können ihre Meinung äußern, wenn sie das wollen. Wir haben unseren Fokus aber ganz klar auf das Sportliche zu richten. Wir wollen uns der Bevölkerung gegenüber offen und freundlich zeigen. Das ist für uns wichtig. Das wir für Menschenrechte stehen, ist klar."

das Programm der nächsten Wochen: "Mannschaftstaktische Dinge stehen im Vordergrund - Offensive und Defensive, schnelles Umschalten, enge kompakte Linien in der Defensive. Die Bayern müssen in der Theorie ein bisschen nacharbeiten. Die alles entscheidende Woche wird in Polen vor dem Portugal-Spiel sein."

Philipp Lahms Rolle: "Ich lasse es noch offen, sehe Marcel Schmelzer auf der linken Seite in einer guten Verfassung. Boateng könnte auch rechts spielen. Ich werde nochmal mit Philipp sprechen und werde sehen, wie die anderen Außenverteidiger sich am Samstag in Szene setzen."

die Gruppengegner: "Die Dänen sind ja auch in die Top 10 gerückt. Sie spielen ähnlich wie die Schweiz aus einer ganz klaren Defensive heraus. Sie verstehen sich sehr gut aufs Kontern. Sie sind eine hartnäckige, aufsässige Mannschaft. Die Skandinavier sind positive Charaktere. Im Grunde hat dieses kleine Land nichts zu verlieren gegen die drei anderen Mannschaften. Alle drei Gegner sind bis aufs Äußerste zu bekämpfen, um sie zu besiegen."

die Verletzungen von Boateng und Schweinsteiger: "Gestern war Müller-Wohlfahrt da. Bastian Schweinsteiger hatte einen Bluterguss, Boateng ein Problem mit dem Knie. Alles kein Problem laut Aussage Müller-Wohlfahrt. Sie haben international klasse Leistungen abgerufen. Das will ich nicht außer Acht lassen. Ich gehe davon aus, dass die Bayern-Spieler auf jeden Fall dabei sind."

die Bayern-Spieler: "Grundsätzlich sind die letzten zwei Wochen mit dem Spiel gegen Israel und in Polen entscheidend. Ich halte es allmählich für die Zeit, das bei uns völliger Normailtät einkehrt. Ich habe die unmittelbare Enttäuschung gespürt. Ein, zwei Tage später spürte ich unglaubliche Vorfreude. Unsere Mannschaft freut sich auf die Bayern. Ich habe auch von ihnen gehört, dass sie sich freuen, aus München rauszukommen. Die Bayern-Spieler sind professionell genug, um zu sagen, wir haben noch neue Ziele. Ab Montag geht es in vollem Rhythmus weiter."

die endgültige Nominierung: "Diese Streichung wird ein bisschen negativ gesehen. Die Spieler, die dabei sind, haben die Chance auf dem allerhöchsten Niveau zu trainieren. Der ein oder andere junge Spieler wird vorbereitet auf das, was in der Zukunft kommt. Ich denke nicht so wie 2008, wo der ein oder andere Spieler danach in der Versenkung verschwunden ist. Ich sehe in diesem Moment ein unglaublich gutes Niveau. Natürlich gibt es in dem Moment der Entscheidung eine Enttäuschung, aber ich sehe das positiv."

die Aufstellung: "Heute Abend fällt die Entscheidung. Ich werde mir das noch mal durch den Kopf gehen lassen. Wahrscheinlich kommt Julian Draxler zu seinem Einsatz. Nicht unbedingt von Anfang an, aber ich denke, dass er im Laufe des Spiels zum Einsatz kommt. Die Abwehr ergibt sich von alleine: Hummels, Mertesacker, Höwedes, Schmelzer. Bei Miroslav Klose muss ich gucken. Bei den Madrilenen werden es keine 90 Minuten sein."

das Spiel gegen die Schweiz: "Mit dem Spiel beginnt für uns ein neuer Abschnitt, die letzte heiße Phase der Vorbereitung. In den letzten zwei Wochen haben wir sehr gut gearbeitet. Die meisten Trainingseinheiten waren mit einer sehr hohen Intensität. Die Schweiz ist für uns jetzt ein sehr guter Gegner, das kleine Holland. Sie sind unheimlich geordnet, wahnsinnig systemtreu und in der Defensive eine der Mannschaften, die am besten verteidigt. Wir werden auf einen Gegner treffen, der uns sehr viel abverlangen wird. Wir freuen uns auf das Spiel morgen ins Basel."

Lukas Podolski: "Führungsansprüche stelle ich nicht"

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