Ballack beklagt mangelnde Hierarchien

SID
Michael Ballack gibt selbst gern die Richtung vor
© Getty

Der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack hat mangelnde Hierarchien im Profifußball beklagt. "Zu Beginn meiner Profikarriere waren manche Dinge einfach selbstverständlich, da gab es feste Hierarchien, auf dem Platz, aber auch im Alltag. Das gilt heutzutage nicht mehr als zeitgemäß", sagte Ballack dem Magazin "Die Zeit".

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Oft habe es, beispielsweise zur Pause in der Kabine "gescheppert". In solchen Situationen habe man als Spieler gemerkt, "oh, du ziehst jetzt besser den Kopf ein und gehst raus auf den Platz und gibst so was von Vollgas".

In seiner Zeit bei Bayern München wäre dafür Torhüter Oliver Kahn verantwortlich gewesen. "Da ist der ein oder andere schon mal 30 Sekunden später in die Kabine gekommen, weil er wusste, der schlimmste Teil von Kahns Wutausbruch ist schon vorbei."

Die Zeiten hätten sich geändert, es werde auf einmal alles ausdiskutiert: "Unsere Nationalmannschaft zum Beispiel ist doch nicht deswegen so spielstark, weil permanent alles ausdiskutiert wird, sondern, weil wir zurzeit viele ausgezeichnete Fußballspieler haben", ergänzte Ballack, der Bayer Leverkusen zum Saisonende verlässt und dessen Zukunft weiter offen ist: "Ich konnte bei all meinen Vereinswechseln unter einigen Angeboten von europäischen Topklubs wählen. Das wird jetzt mit 35 Jahren anders sein."

Michael Ballack im Steckbrief

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