Wolfgang Niersbach: "Evolution statt Revolution"

SID
Freitag, 02.03.2012 | 19:10 Uhr
Der neue DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Zurück zum Kerngeschäft", formuliert er seine Devise
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
MiJetzt
FCB - KÖL: Alle Highlights vom Mittwoch
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian

Sein Telefonverzeichnis ist ein "Who is Who" des deutschen Profi-Fußballs. Mit Hunderten von früheren und aktuellen Spielern der Bundesliga, insbesondere deutschen Nationalspieler, pflegt Wolfgang Niersbach rege Kontakte. Diese außergewöhnlich große Nähe wurde am Freitag überdeutlich.

Als der 61-Jährige in Nachfolge von Theo Zwanziger zum elften Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewählt wurde, hatte Niersbach viele Europa- und Weltmeister aus allen Generationen des deutschen Fußballs persönlich einladen lassen. Fast alle kamen, denn die Beziehungen sind zweiseitig. Die Fußballer schätzen den neuen DFB-Chef als ihren Mann.

Für den DFB, mittlerweile auf fast 6,7 Millionen Mitglieder angewachsen, beginnt mit der Präsidenten-Übergabe von Zwanziger zu dem in Nettesheim bei Grevenbroich geborenen und in Düsseldorf aufgewachsenen Rheinländer ein Paradigmenwechsel.

Niersbach: "Keine Revolution, sondern eine Evolution"

Er strebe "keine Revolution, sondern eine Evolution" an, erklärte Niersbach. "Zurück zum Kerngeschäft", formulierte er seine Devise. "Der Fußball ist das Wichtigste", sagte er. Die Botschaft klingt einfach, und Niersbach versteht auch seine Aufgabe einfach. "Wir Funktionäre sind dafür da, dass der Laden läuft."

Als wichtigstes Feld des DFB bezeichnete er die Nationalmannschaft, wobei der natürlich die Männer meint, wobei er auch Zwanzigers intensive Frauen-Förderung fortsetzen möchte. Niersbach, der in den vergangenen 40 Jahren rund 400 Länderspiele live erlebte, bekannte sich als einer der größten Fans des DFB-Teams.

Auch die hohe Bedeutung der Bundesliga und die Nachwuchsförderung der jungen Eliten hob er hervor. Zum "DFB-Kern" zählt er auch den Spielbetrieb der 26.000 DFB-Vereine mit 80.000 Spielen an fast jedem Wochenende.

Mit Ex-Profis wie Franz Beckenbauer, seinem besten Freund, Günter Netzer, aber auch aktuellen Nationalspielern ist Niersbach per du. Mit Reiner Geye, Stürmer von Fortuna Düsseldorf, machte er schon in den 1970er Jahren die Stadionzeitung des Vereins.

Als Mediendirektor noch näher an der Nationalelf

Die Düsseldorfer Spieler einigten sich nach dem Gewinn des DFB-Pokals darauf, dass er die Trophäe über eine Nacht mit nach Hause nehmen sollte, bevor sie sich darum streiten würden. Eishockey und die Düsseldorfer EG waren die zweite Leidenschaft des Sportredakteurs Niersbach, der auch Freundschaften zu Spielern wie Walter Köberle, Erich Kühnhackl oder Trainer Xaver Unsinn pflegte.

Nachdem er 1988 noch in seiner Eigenschaft als sid-Angestellter als Pressechef der Europameisterschaft in Deutschland tätig war, rückte er ein Jahr später als Mediendirektor des DFB noch näher an die Nationalelf heran. Und er brachte in den DFB, der damals mehr wie eine Behörde als ein Unternehmen arbeitete, die Kontakte zur Bundesliga ein.

Wenn Niersbach in seine neue Rolle schlüpft, wird er sich in seinem Wirken wahrscheinlich weniger an den Präsidenten Egidius Braun, Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger, denen er gedient hat, sondern an Neuberger orientieren. Den Saarländer, der in der Öffentlichkeit recht umstritten war, bewunderte und verehrte der künftige DFB-Präsident. Und zu Neuberger besteht durchaus eine Parallele, denn auch er war früher Sportjournalist.

"Pressekonferenzen zu führen ist leichter"

Für den Vater zweier Töchter war der Fußball immer Dreh- und Angelpunkt des Berufslebens. Wegen seiner unkomplizierten, oft humorvollen, schlagfertigen Art wird er von den Kollegen und Mitarbeitern geschätzt. Seine 37-Minuten-Rede, mit denen er die Delegierten auf dem DFB-Bundestag abschließend zu seiner einstimmigen Wahl überzeugte, wirkte er ungewohnt nervös.

"Die Anspannung war da. Pressekonferenzen zu führen ist leichter als eine Rede zu halten, die diesem Amt entspricht", sagte er danach. Auffassungsschnell, effektiv arbeitend, teamorientiert wirkte Niersbach zuletzt als DFB-Generalsekretär und oberster Dienstherr der 220 Angestellten.

In dieser Rolle wird er von Helmut Sandrock abgelöst, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Langatmige rhetorische Ausflüge mit philosophisch-moralischen Botschaften hat Niersbach nicht vorgesehen. Der DFB ist nach Niersbachs Verständnis letztlich nur ein Sportverband, der seinen Mitgliedern den bestmöglichen Service anzubieten hat. Predigten zu Gott, der Welt und dem Fußball a la Zwanziger sind nicht geplant.

Das DFB-Team im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung