Wolfgang Niersbach: "Evolution statt Revolution"

SID
Freitag, 02.03.2012 | 19:10 Uhr
Der neue DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Zurück zum Kerngeschäft", formuliert er seine Devise
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Copa del Rey
Live
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)

Sein Telefonverzeichnis ist ein "Who is Who" des deutschen Profi-Fußballs. Mit Hunderten von früheren und aktuellen Spielern der Bundesliga, insbesondere deutschen Nationalspieler, pflegt Wolfgang Niersbach rege Kontakte. Diese außergewöhnlich große Nähe wurde am Freitag überdeutlich.

Als der 61-Jährige in Nachfolge von Theo Zwanziger zum elften Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewählt wurde, hatte Niersbach viele Europa- und Weltmeister aus allen Generationen des deutschen Fußballs persönlich einladen lassen. Fast alle kamen, denn die Beziehungen sind zweiseitig. Die Fußballer schätzen den neuen DFB-Chef als ihren Mann.

Für den DFB, mittlerweile auf fast 6,7 Millionen Mitglieder angewachsen, beginnt mit der Präsidenten-Übergabe von Zwanziger zu dem in Nettesheim bei Grevenbroich geborenen und in Düsseldorf aufgewachsenen Rheinländer ein Paradigmenwechsel.

Niersbach: "Keine Revolution, sondern eine Evolution"

Er strebe "keine Revolution, sondern eine Evolution" an, erklärte Niersbach. "Zurück zum Kerngeschäft", formulierte er seine Devise. "Der Fußball ist das Wichtigste", sagte er. Die Botschaft klingt einfach, und Niersbach versteht auch seine Aufgabe einfach. "Wir Funktionäre sind dafür da, dass der Laden läuft."

Als wichtigstes Feld des DFB bezeichnete er die Nationalmannschaft, wobei der natürlich die Männer meint, wobei er auch Zwanzigers intensive Frauen-Förderung fortsetzen möchte. Niersbach, der in den vergangenen 40 Jahren rund 400 Länderspiele live erlebte, bekannte sich als einer der größten Fans des DFB-Teams.

Auch die hohe Bedeutung der Bundesliga und die Nachwuchsförderung der jungen Eliten hob er hervor. Zum "DFB-Kern" zählt er auch den Spielbetrieb der 26.000 DFB-Vereine mit 80.000 Spielen an fast jedem Wochenende.

Mit Ex-Profis wie Franz Beckenbauer, seinem besten Freund, Günter Netzer, aber auch aktuellen Nationalspielern ist Niersbach per du. Mit Reiner Geye, Stürmer von Fortuna Düsseldorf, machte er schon in den 1970er Jahren die Stadionzeitung des Vereins.

Als Mediendirektor noch näher an der Nationalelf

Die Düsseldorfer Spieler einigten sich nach dem Gewinn des DFB-Pokals darauf, dass er die Trophäe über eine Nacht mit nach Hause nehmen sollte, bevor sie sich darum streiten würden. Eishockey und die Düsseldorfer EG waren die zweite Leidenschaft des Sportredakteurs Niersbach, der auch Freundschaften zu Spielern wie Walter Köberle, Erich Kühnhackl oder Trainer Xaver Unsinn pflegte.

Nachdem er 1988 noch in seiner Eigenschaft als sid-Angestellter als Pressechef der Europameisterschaft in Deutschland tätig war, rückte er ein Jahr später als Mediendirektor des DFB noch näher an die Nationalelf heran. Und er brachte in den DFB, der damals mehr wie eine Behörde als ein Unternehmen arbeitete, die Kontakte zur Bundesliga ein.

Wenn Niersbach in seine neue Rolle schlüpft, wird er sich in seinem Wirken wahrscheinlich weniger an den Präsidenten Egidius Braun, Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger, denen er gedient hat, sondern an Neuberger orientieren. Den Saarländer, der in der Öffentlichkeit recht umstritten war, bewunderte und verehrte der künftige DFB-Präsident. Und zu Neuberger besteht durchaus eine Parallele, denn auch er war früher Sportjournalist.

"Pressekonferenzen zu führen ist leichter"

Für den Vater zweier Töchter war der Fußball immer Dreh- und Angelpunkt des Berufslebens. Wegen seiner unkomplizierten, oft humorvollen, schlagfertigen Art wird er von den Kollegen und Mitarbeitern geschätzt. Seine 37-Minuten-Rede, mit denen er die Delegierten auf dem DFB-Bundestag abschließend zu seiner einstimmigen Wahl überzeugte, wirkte er ungewohnt nervös.

"Die Anspannung war da. Pressekonferenzen zu führen ist leichter als eine Rede zu halten, die diesem Amt entspricht", sagte er danach. Auffassungsschnell, effektiv arbeitend, teamorientiert wirkte Niersbach zuletzt als DFB-Generalsekretär und oberster Dienstherr der 220 Angestellten.

In dieser Rolle wird er von Helmut Sandrock abgelöst, der ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Langatmige rhetorische Ausflüge mit philosophisch-moralischen Botschaften hat Niersbach nicht vorgesehen. Der DFB ist nach Niersbachs Verständnis letztlich nur ein Sportverband, der seinen Mitgliedern den bestmöglichen Service anzubieten hat. Predigten zu Gott, der Welt und dem Fußball a la Zwanziger sind nicht geplant.

Das DFB-Team im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung