Debütant ter Stegen meldet Ansprüche an

Konkurrenzkampf im Tor der U 21

SID
Donnerstag, 01.03.2012 | 12:39 Uhr
Marc-Andre ter Stegen ist in Mönchengladbach geboren und spielt schon immer für die Borussia
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Urawa -
Hiroshima
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad
Club Friendlies
Do02:00
Sydney -
Arsenal

Marc-Andre ter Stegen hatte bei seinem Debüt in der U-21-Nationalelf nicht viel zu tun. Trotzdem war er danach ein gefragter Interview-Partner.

Dass die Elf von Trainer Rainer Adrion mit dem 1:0-Erfolg über Griechenland den achten Sieg im achten Spiel einfuhr und sich so vorzeitig die Teilnahme an den EM-Qualifikationsplayoffs sicherte, geriet zur Nebensache.

Der Konkurrenzkampf im deutschen Tor war das Thema am Mittwochabend in Halle an der Saale.

Die Qual der Wahl

Eigentlich darf sich Adrion glücklich schätzen. Als er in die Qualifikation für die EM 2013 in Israel startete, konnte er in Kevin Trapp (1. FC Kaiserslautern) und Oliver Baumann (SC Freiburg) bereits auf zwei Keeper bauen, die in ihren Klubs Stammspieler waren.

In den vergangenen Monaten spielten sich zudem der Gladbacher ter Stegen und Bernd Leno von Bayer Leverkusen ins Blickfeld - so überzeugend, dass beide bereits als kommende Kandidaten für die A-Auswahl gelten. "Ein Luxusproblem", wie Adrion selbst einmal einräumte.

Torwartwechsel verursacht eine Menge Wirbel

Für das Griechenland-Spiel verzichtete er auf Trapp und Baumann und lud dafür Leno und ter Stegen ein - ein unkonventioneller Schritt, der eine Menge Wirbel entfachte, auch wenn Adrion betonte, dass dieser Schritt mit den beiden Nichtberücksichtigten abgesprochen war.

Vom "Luxusproblem" wollte der Trainer am Mittwoch nicht mehr sprechen, vielmehr sei die Situation ein "Spezialfall". Und fügte wie zur Rechtfertigung hinzu: "Es gehört zu meiner Pflicht, Talenten die Möglichkeit zu geben, sich präsentieren zu können."

Dass sich die ehrgeizigen Junioren nicht damit zufriedengeben, wenn sie mal dabei sind, wurde aber auch deutlich. So zeigte sich ter Stegen nach dem Debüt forsch. "Ich will immer spielen", sagte er und auf die Frage, wann er erfahren habe, dass er am Mittwoch im Tor stehe: "Ich habe schon vorher gewusst, dass ich spielen werde."

"Gut, wenn jemand vor der A-Nationalelf U 21 gespielt hat"

Nach Adrions Worten war es jedoch eine knappe Entscheidung, die diesmal den Ausschlag für ter Stegen vor Leno gab. Ob die Torhüter-Entscheidung denn mit dem Bundestrainer abgestimmt sei? Er stehe in engem Austausch mit Joachim Löw, sagte Adrion, und fügte beiläufig hinzu.

"Natürlich wäre es gut, wenn jemand U 21 gespielt hat, bevor er A-Nationalmannschaft spielt." Um dann aber ganz schnell zu relativieren: "Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ter Stegen A-Nationalspieler wird."

Erst im Herbst stehen die zwei Playoffs an, in denen sich die deutsche Elf für die EM qualifizieren muss. Bis dahin findet noch ein Lehrgang statt, ein Testspiel gegen Argentinien sowie die beiden bedeutungslosen Gruppenspiele gegen Weißrussland und Bosnien-Herzegowina. "Unsinnige Experimente" werde es keine geben, sagte Adrion.

Das Team habe sich in den vergangenen Monaten zu einem stabilen Gebilde mit einer Hierarchie entwickelt, das wolle er nicht riskieren. Was das für die Torhüterfrage bedeutet, ließ er offen.

Der EM-2012-Spielplan

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung