Fussball

DFB appelliert an Umweltbewusstsein der Klubs

SID
Für einen Imagefilm des Umweltcups standen die Brüder Sven (r.) und Lars Bender vor der Kamera
© Getty

Der mögliche EM-Titel ist nicht genug: Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat für das Jahr der Europameisterschaft auch noch ein eigenes Turnier ausgerufen: Den "DFB Umweltcup 2012". Dabei wird von den teilnehmenden Teams nicht mit Toren gepunktet, sondern laut Verband "mit Regenwasserzisternen", "Energiesparlampen" und weiteren Umweltschutzmaßnahmen.

Das Konzept stellte Grünen-Politikerin Claudia Roth am Montag auf der DFB-Pressekonferenz vor dem Länderspiel in Bremen gegen Frankreich vor. Es richtet sich an alle rund 26.000 Fußballklubs in Deutschland und soll deren Umweltbewusstsein erhöhen.

Dazu hat Sommermärchen-Verfilmer Sönke Wortmann einen kurzen Image-Film gedreht, der am Montag ebenfalls gezeigt wurde. Darin jonglieren die Zwillinge Lars und Sven Bender mit einer alten Dose und werden von Manuel Neuer freundlich darauf hingewiesen, dass doch noch Pfand darauf sei.

Schließlich ist auch noch die mahnende Stimme von Bundestrainer Joachim Löw zu hören: "Jungs, macht mal's Licht aus!" Wortmann hatte zuvor für den DFB bereits den Integrationsfilm "Mas integracion" gedreht.

Tipps für Amateurclubs

Auf der Webseite umwelt.dfb.de sollen den Amateurklubs insgesamt 90 Vorschläge zum Umweltschutz auf und um das Vereinsgelände an die Hand gegeben werden. Als Preis für die eifrigsten Recycler und Umweltschützer wird nach DFB-Angaben ausgegeben: "Ein einmaliger Trainingstag mit einem DFB-Trainer." Des Weiteren sind "VIP-Tickets" ausgelobt.

Der "Umweltcup" läuft bis Ende 2012. "Wir sind alle Bürger dieses Landes", sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. "Jeder kann in kleinen Schritten anfangen." DFB-Vizepräsident Karl Rothmund wies darauf hin, dass der DFB den Umweltschutz in seine Satzung aufgenommen habe.

"Wasser und Energie sparen oder sogar gewinnen, spart schlussendlich auch den Vereinskassen Geld." Für echte Punkte und Titel dürften die Preise des "Umweltcups" für die meisten aber kein adäquater Ersatz sein.

Lars Bender im Steckbrief

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