Das Ende der Pflichtphase

Von Für SPOX in Bremen: Stefan Rommel
Dienstag, 28.02.2012 | 19:12 Uhr
Bundestrainer Joachim Löw hat trotz der vielen Ausfälle gut lachen
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Premier League
Live
Man City -
Newcastle
Primera División
Live
Villarreal -
Levante
Championship
Live
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Live
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Live
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Live
Rennes -
Angers
Ligue 1
Live
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Live
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur

Der Test der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich bedeutet für Bundestrainer Joachim Löw das Ende eines Zyklus - und den Startschuss für die heiße Phase der EM-Vorbereitung. Eine Sache ist gegen die Grande Nation aber noch besonders von Belang.

Es liegt am Schaltjahr 2012, dass sich der Februar noch einen Tag zusätzlich gönnt und den Termin der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich noch für sich beansprucht.

Drückt man ein Auge zu, fällt das erste Länderspiel des Jahres aber genau auf jenen Tag, der vor sechs Jahren Jürgen Klinsmann - und damit auch unweigerlich dessen damaligen Co-Trainer Joachim Löw - beinahe den Job gekostet hätte.

Erinnerungen an das 1:4 von Florenz

Deutschland verlor das erste Testspiel des Jahres in Florenz mit 1:4, genauer muss man sagen, dass Italien eine mit einer zaghaften Erwartungshaltung bedachte deutsche Mannschaft regelrecht in den Boden des Stadio Artemio Franchi stampfte.

Die Hysterie im Land des WM-Gastgebers nahm danach fulminante Ausmaße an, selbst die sonst sachliche "Süddeutsche Zeitung" hinterfragte auf Seite 3 den Sinn von Klinsmanns Konzept und ob die anstehende Weltmeisterschaft nicht in einem völligen Fiasko enden würde.

Joachim Löw wurde am Montag mit der Nacht von Florenz einmal mehr konfrontiert und gefragt, ob sich die Situation damals mit der jetzt vergleichen ließe. Löw dachte einen Moment nach, und dann antwortete der Co-Trainer in ihm: "Obwohl es damals einen unheimlichen Wirbel gab, empfand ich es als positiv zu sehen, wo genau unsere Schwächen lagen und wir den Hebel ansetzen mussten."

Löw soll damals ja der Magistrat der taktischen Ausrichtung gewesen sein, der dem Emotionaltrainer Klinsmann mit seinem Wissen den Rücken freigehalten hat. Den Test am Mittwoch gegen Frankreich (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) verortete der Cheftrainer Löw dann in die Kategorie "Bonusspiel".

DFB-PK: Wiese und Klose spielen

"Werden uns nicht daran messen"

"Wir werden natürlich einige wichtige Erkenntnisse erhalten", sagte er, "aber wir werden uns nicht daran messen! Wir haben seit Herbst 2010 eine ganze Reihe guter Qualifikations- und Testspielergebnisse erzielt. Ich glaube deshalb nicht, dass meine Mannschaft von einem Spiel oder dem Tagesgeschäft abhängig ist."

Zwar ist die Partie im Bremer Weserstadion neben der ersten des EM-Jahres auch die letzte vor der Benennung des EM-Kaders, es fehlen mit Philipp Lahm, Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger, Per Mertesacker und Mario Götze gleich fünf Leistungsträger und die Voraussetzungen für das Spiel - zwölf von 20 Spielern waren noch am Sonntag in ihren Ligen im Einsatz, das anberaumte Training am Montag musste deswegen einer Regenerationseinheit weichen - sind nicht die besten.

Und trotzdem geht Löw die Aufgabe gegen "einen der EM-Favoriten", wie er die Franzosen einschätzt, in aller Ruhe an. "Wir haben uns seit der WM ohne große Formschwankungen entwickelt. Gegen Frankreich schließen wir diese Phase jetzt ab."

Fleißiges Treiben hinter den Kulissen

Dann endet für Löws Mannschaft das Kapitel Qualifikation und Weiterentwicklung, jene Ziele, die er vor dem ersten Pflichtspiel im September 2010 gegen Belgien formuliert hatte. Und es beginnt zumindest für ihn schon die konzentrierte Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Sommer in Polen und der Ukraine.

Löw geht die Planungen auf das Turnier noch in einem Workshop mit seinem Trainerteam durch, definiert dann die Fixpunkte für die Regenerationswoche auf Sardinien (11. Bis 18. Mai) und dem "eigentlichen" Trainingslager in Südfrankreich (18. Bis 31. Mai).

Hinter den Kulissen scoutet das "Team Köln" bereits seit Wochen die deutschen Gruppengegner. An der Sporthochschule läuft die EM im Prinzip schon seit Anfang Dezember.

Und Urs Siegenthaler? "Der fliegt am Mittwoch nach Warschau und schaut sich dort unseren ersten Gegner Portugal gegen die Polen an", wie Co-Trainer Hansi Flick erzählte. "Urs ist rund um die Uhr dabei, Informationen für uns zu sammeln." Zusammen- und gebündelt vorgetragen werden diese dann beim Treffen der sportlichen Führung in ein paar Wochen.

Noch Chancen für einige Nachzügler

Bis dahin sammelt der Bundestrainer persönlich noch etliche Eindrücke, von der Form einiger Sorgenkinder etwa, wie Cacau, Christian Träsch oder Andre Schürrle, die in ihren Vereinen keine besonders erfolgreiche Zeit erleben.

Oder den zart hoffenden Spielern wie Mike Hanke oder Marko Marin, denen Löw versicherte, dass "die Tür noch nicht ganz geschlossen" sei.

Deshalb soll der Test gegen Frankreich auch rigoros als solcher genutzt werden. Nicht nur für die neuen, alten Auswärtstrikots in Grün, die gegen die Grande Nation ihre Wiederauferstehung feiern.

Mit Mats Hummels und Holger Badstuber nominiert Löw die beiden spielstärksten Verteidiger für das Abwehrzentrum, die die Idee, künftig noch offensiver aus dem defensiven Mittelfeld herausspielen zu wollen, mit ihrem Geschick in der Spieleröffnung unterstützen sollen.

Mehr Offensivdrang aus dem defensiven Mittelfeld

Löws Idee dabei wird sein, dass der klassische Abräumer vor der Abwehr mehr oder weniger verschwindet und beide Sechser nicht statisch auf ihrer Position kleben.

Beide sollen sowohl defensiv als auch offensiv gestalten, da trifft es sich gut, dass Löw in Sami Khedira und Toni Kroos zwei dafür geeignete Spieler gegen die Franzosen aufbieten kann.

Es wird gegen die Franzosen mit die spannendste Frage sein, wie diese noch einen Tick offensivere Ausrichtung dem Praxistest standhält.

Und ob Tim Wiese, der in seinem Stadion 90 Minuten im Tor stehen darf, seinem Selbstverständnis als "klare Nummer zwei" hinter Manuel Neuer auch Taten folgen lässt.

Die EM im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung