Fussball

Sagnol: Deutschland ist stabiler als Spanien

Von SPOX
Willy Sagnol ist seit Anfang November Sportdirektor des französischen Fußball-Verbands
© Getty

Seit Anfang November ist Willy Sagnol Sportdirektor des französischen Fußball-Verbands FFF. Im Interview mit dem "Kicker" spricht der ehemalige Bayern-Verteidiger über die Nachwuchsarbeit des DFB und echte Führungsspieler.

Im Jahr der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine beherrscht ein großer Vergleich die Agenda: Deutschland versus Spanien. Der amtierende Welt- und Europameister startet im Juni als Favorit ins Turnier, doch auch dem DFB-Team wird in diesem Jahr einiges zugetraut.

Sagnol, der während seiner Zeit in München zum Publikumsliebling avancierte, sieht die Gründe für den Erfolg der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in der vorbildlichen Nachwuchsarbeit.

"Sehe da keinen Schwachpunkt mehr"

"Die Spanier haben viel getestet und analysiert. Vor zehn Jahren hatten sie keine Struktur. Heute versuchen sie, den Ball zu monopolisieren. Aber: Ich halte die Deutschen zurzeit für besser. Sie sind auf einem Weg, den europäischen Fußball in den nächsten zehn Jahren zu dominieren", sagte der 34-Jährige dem "Kicker".

"Ich sehe da keinen Schwachpunkt mehr. In Spanien kommen 70, 80 Prozent aus dem Nachwuchsbereich von Barca. Sollte Barca Probleme bekommen, geht es mit dem gesamten spanischen Fußball nach unten. Die Strukturen in Deutschland sind viel stabiler", so Sagnol weiter.

Einziges Manko: Die Frage nach den Führungsspielern

Was Sagnol jedoch noch fehlt, sind echte Leader: "Das vielleicht einzige Problem in der deutschen Nationalelf ist das Führungsproblem."

Deutschland habe seit 2006 keine schwierige Phase mehr gehabt, deshalb könne man nicht sagen, ob die jetzigen Führungsspieler gut seien, fügte Sagnol hinzu.

Positive Beispiele aus seiner Zeit beim FC Bayern seien Stefan Effenberg und Patrik Andersson, mit denen Sagnol 2001 unter anderem die Champions League gewonnen hatte.

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