DFB-Pressekonferenz vor dem Belgien-Spiel

Klose fällt aus, Schweini und Özil fraglich

SID
Montag, 10.10.2011 | 12:54 Uhr
Bundestrainer Jogi Löw und Stürmer Mario Gomez auf der Pressekonferenz in Düsseldorf
© Getty
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Einen Tag vor dem letzten EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien stellte sich Bundestrainer Joachim Löw, sowie die beiden Bayern-Stars Mario Gomez und Thomas Müller bei der abschließenden Pressekonferenz. Die Wesentlichen Aussagen: Miroslav Klose wird nicht spielen, hinter Bastian Schweinsteiger, Jerome Boateng und Mesut Özil steht noch ein Fragezeichen. Außerdem will Löw das Konzept des Stammspielers verabschieden und Thomas Müller ärgert sich heute noch über die frühere Kritik an Mario Gomez.

Mesut Özil kehrt beim abschließenden EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Belgien in Düsseldorf am Dienstag zurück in die Startelf - sofern er seine Achillessehnenproblemen 100prozentig auskuriert hat. Die endgültige Entscheidung wird erst nach dem Abschlusstraining fallen.

"Özil hat trainiert, die Schmerzen sind weniger, ich gehe davon aus, dass er spielen kann", sagte Löw. Den 3:1-Erfolg am Freitag in Istanbul gegen die Türkei hatte der Profi von Real Madrid noch von der Tribüne aus verfolgen müssen.

Dagegen muss der Bundestrainer gegen die Belgier wie schon beim 3:1 in Istanbul gegen die Türkei auf Miroslav Klose verzichten. Der Angreifer von Lazio Rom leidet weiter an einer Knieverletzung und wird damit gegen die Belgier erneut durch Mario Gomez von Bayern München ersetzt."Klose hat immer noch Schmerzen, es macht keinen Sinn für ihn", so Löw.

Fraglich sind zudem die Einsätze der Münchner Teamkollegen Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng. Schweinsteiger hat beim Spiel in der Türkei einen schmerzhaften Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Boateng plagen Muskelprobleme.

Vor Nationaltorwart Manuel Neuer wird es in der Viererabwehrkette wegen des Ausfalls von Boateng möglicherweise nur eine Änderung geben. An der Seite von Per Mertesacker vom FC Arsenal könnte in der Innenverteidigung erneut Holger Badstuber zum Einsatz kommen. Auf der rechten Seite in der Defensive wird Boateng wohl durch den Schalker Benedikt Höwedes ersetzt. Auf der linken Seite gesetzt ist DFB-Kapitän Philipp Lahm.

Im Mittelfeld plant Löw offenbar eine Systemänderung. Nach dem wahrscheinlichen Ausfall von Schweinsteiger wird Sami Khedira von Real Madrid wohl als einziger defensiver Mittelfeldspieler aufgeboten. Davor sollen Thomas Müller (Bayern München), Özil, Toni Kroos (Bayern München) und Lukas Podolski (1. FC Köln) für Wirbel im Angriff sorgen.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Deutschland: Neuer/Bayern München (25 Jahre/23 Länderspiele) - Höwedes/Schalke 04 (23/4), Mertesacker/FC Arsenal (27/77), Badstuber (22/16), Lahm/Bayern München (27/84) - Khedira/Real Madrid (24/21) - Müller/Bayern München (22/22), Özil/Real Madrid (22/27), Kroos/Bayern München (21/21), Podolski/1. FC Köln - Gomez/Bayern München (26/48). - Trainer: Joachim Löw

Belgien: Mignolet/FC Sunderland (23 Jahre/7 Länderspiele) - Ciman/Standard Lüttich (26/7), Kompany/Manchester City (25/43), Vertonghen/Ajax Amsterdam (27/32), Lombaerts/Zenit St. Petersburg (26/17) - Simons/1. FC Nürnberg (34/87), Fellaini/FC Everton (23/29) - Dembelé/FC Fulham (24/34), Witsel/Benfica Lissabon (22/23), Hazard/OSC Lille (20/23) - de Camargo/Borussia Mönchengladbach (28/8). - Trainer: George Leekens

Schiedsrichter: Moen (Norwegen)

Die gesamte Pressekonferenz aus der Mercedes-Benz Niederlassung in Düsseldorf zum Nachlesen.

13.30 Uhr: Das war's: Harald Stenger sagt "Tschüss" - und wir auch!

13.28 Uhr: Müller über Gomez: "Ich bin froh für ihn. Denn wie er behandelt worden ist, war schon eine Frechheit. Dass er auch bei den eigenen Fans als phlegmatischer Schönling galt, nur weil er groß ist und nicht so schlecht aussieht, war Quatsch. Jetzt läuft es für ihn natürlich sehr gut, aber die Reaktionen und der Gegenwind aus der Öffentlichkeit waren früher auch nicht gerechtfertigt."

13.20 Uhr: Müller über die Doppelbelastung zwischen Verein und Nationalmannschaft: "Als Spieler spielt man gegen einen Gegner wie Belgien natürlich gerne mit. Vor allem, wenn man schon mal hier ist! Ich kann aber auch die Seite des Vereins verstehen. Aber die Vereine sind im Kontakt, da werden sicher die richtigen Entscheidungen getroffen. Natürlich sollten wir dann auch am Wochenende mit den Bayern gewinnen. Jetzt bin ich aber voll auf das Spiel gegen Belgien fokussiert. Ich will ein gutes Länderspiel machen."

13.18 Uhr: "Mahlzeit!" Müller ist da, legt gleich los und beschreibt sich auf Nachfrage selbst: "Manchmal muss man auch mal zocken und Risiko gehen - sonst macht das ja auch keinen Spaß."

13.17 Uhr: Das war's mit Mario Gomez, Thomas Müller wird zum Abschluss auf dem Podium erwartet.

13.15 Uhr: Gomez über die jüngsten Verletzungsprobleme: "Ich hoffe, ich bin nun über den Berg. Ich bin tatsächlich etwas aus dem Rhythmus gekommen, weil ich Probleme mit einem Nerv hatte, der auf den Muskel gewirkt hat. Deshalb auch die Trainingspausen. Aber mittlerweile habe ich im Spiel keine Schmerzen mehr. Es sieht so aus, als wäre das nun auskuriert."

13.09 Uhr: Gomez über den Unterschied als Stürmer in der Nationalmannschaft und bei den Bayern: "Wir schalten in der Nationalmannschaft vielleicht noch schneller um, während wir bei den Bayern mehr Ballbesitz haben. Grundsätzlich aber ähneln sich die Ansätze von Jogi Löw und Jupp Heynckes. Auch in München legen wir mittlerweile mehr Wert auf die Tempowechsel."

13.06 Uhr: Löw verabschiedet sich, Mario Gomez übernimmt das Mikro: "Ich bin froh, dass es im Moment so läuft und ich der Mannschaf helfen kann. Meine Situation war nicht immer einfach, das kann man auch nicht wegdiskutieren. Aber ich will gar nicht zurüchscauen, nun bin ich froh, dass ich auf einem guten Weg bin, und der Trainer die Qual der Wahl hat zwischen Miro und mir."

13.04 Uhr: Zum Gegner: "Klar ist, dass Belgien die bessere Offensive hat als die Türkei. Junge, dynamische Spieler, die gut im Eins-gegen-Eins sind. Da wird mehr auf uns zukommen. Nach vorne eine überragend gute Mannschaft, da müssen wir auf der Hut sein."

12.58 Uhr: Zum Spiel gegen Belgien: Götze wird nach Absprache mit Jürgen Klopp zwei Tage frei bekommen, wie erwartet gehört er nicht zum Kader. Özil soll von Beginn an spielen - sofern er fit ist. Ansonsten soll es, abgesehen von etwaigen verletzungsbedingten Wechseln, keine großen Veränderungen geben.

12.56 Uhr: Löw skizziert die wichtigsten Faktoren der Entwicklung des letzten Jahres: Schnelles Umschalten, spielstarkes Mittelfeld ohne echte Abräumer, dominante Spielweise. "Da sind wir stilsicherer geworden."

12.54 Uhr: Über die Entwicklung von Mario Gomez: "Er hat nach seiner schwierigen Phase in der Nationalmannschaft endlich seine Sicherheit gefunden. Seine Fähigkeiten waren schon immer überragend gut. Er ist eine Tormaschine."

12.53 Uhr: Löw über die Konkurrenzsituation im Kader: "Wir müssen uns in Deutschland endlich von dem Gedanken an elf Stammspieler verabschieden. Man sieht im europäischen Fußball ganz klar, dass man mehr als elf Spieler braucht, auch um Ausfälle zu kompensieren. Ich favorisiere als Trainer natürlich den Konkurrenzkampf. Stammplätze sind passe"

12.50 Uhr: Die Frage: Was kommt hinter Gomez und Klose im Angriff? "Müller und Schürrle sind keine klassischen Stürmer aus dem Zentrum. Sie leben davon, dass sie viel in Bewegung sind. Den gleichen Typ wie Klose und Gomez haben wir auf ganz hohem Niveau in Deutschland im Moment nicht."

12.48 Uhr: Zum Personal: "Es ist immer noch ein Fragezeichen hinter Schweinsteiger, der einen Bluterguss über dem Knie hat. Die Entscheidung fällt Dienstag früh. Klose wird nicht spielen, er hat immer noch Schmerzen im Knie. Özil hat trainiert, die Schmerzen sind weniger, ich gehe davon aus, dass er spielen kann." Der Einsatz von Boateng ist auch noch offen.

12.46 Uhr: Löw rekapituliert zunächst die Partie gegen die Türkei: "Die Mannschaft ist enorm konzentriert und leistungsbereit. Ein großes Kompliment für die Einstellung. Allerdings war ich mit dem Spiel nicht voll zufrieden. Details müssen wir besser machen. Wir waren zwar souverän, haben aber nicht mit absoluter Konsequenz und Intensität gespielt - auch nicht mit einer richtig klaren Ordnung. Das haben wir heute Morgen auch besprochen. Wir müssen weiter arbeiten."

12.39 Uhr: Herzlich Willkommen in der Mercedes-Benz Niederlassung in Düsseldorf! Mit etwas Verspätung geht's los: DFB-Pressechef Harald Stenger begrüßt wie immer die anwesenden Journalisten und klärt ein paar organisatorische Details. Zunächst geht es um den berühmten blauen Pullover von Jogi Löw aus Südafrika, den die "Galeria Kaufhof" zugunsten von "Ein Herz für Kinder" ersteigert hat und nun an das deutsche Fußball-Museum überreicht. Gleich wird das Wort aber an den Bundestrainer übergeben.

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