Das Fazit der EM-Qualifikation

Und wieder einen Schritt weiter

Von Stefan Rommel
Mittwoch, 12.10.2011 | 23:00 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft hat sich ohne Punktverlust für die EM 2012 qualifiziert
© Getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol v
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
Deportivo

Die deutsche Nationalmannschaft hat mit ihrer souveränen Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine ein deutliches Zeichen gesetzt. Seit der WM 2010 in Südafrika haben sich einige Parameter verschoben. Nur die Defensive bereitet noch Sorgen.

Die nackten Zahlen: Deutschland ist mit 30 Punkten aus zehn Spielen und 34:7 Toren durch die Qualifikation geflogen. Das sieht nach einer leichten Aufgabe aus, das Schlüsselspiel zur kompletten Saison war aber bereits die erste Partie in Brüssel.

Fast der gesamte Kader war noch geplagt von den Strapazen der WM, die Bundesliga-Saison war erst seit kurzem in Gang, der Gegner wurde als einer der beiden Kontrahenten um Platz eins eingestuft.

Das "Spiel des Willens" (Bastian Schweinsteiger) wurde auch zu einem solchen, das knappe 1:0 durch ein Klose-Tor erschien damals wie ein erster, wenig beachteter Sieg. In Wirklichkeit gab er die Richtung vor. "Das Spiel in Brüssel war von enormer Bedeutung für die gesamte Qualifikation", sagte Thomas Müller jüngst. Eine Niederlage dort hätte sofort Druck bedeutet.

Der nächste große Schritt war das klare 3:0 in einem hochgejazzten Spiel gegen die Türkei in Berlin. Der vermeintlich schärfste Konkurrent wurde deklassiert, die Verhältnisse klar abgesteckt. Nur die Partie in Wien, unter ganz besonderen Umständen zwischen dem Ende der Bundesliga-Saison und dem wohl verdienten Urlaub der Spieler gelegen, scherte letztlich aus einer eindrucksvollen Qualifikation aus.

In Wien war Deutschland nicht die bessere Mannschaft und gewann am Ende fast schon frech mit 2:1. Es sollte der einzige Ausreißer nach unten bleiben.

Die Entwicklung der Mannschaft: Losgelöst von der reinen Pragmatik der Qualifikation musste der Kader abgestimmt und die Spielweise der Mannschaft verfeinert werden. Keine leichte Aufgabe, aber beides ist Löw gelungen.

Die erfolgreiche WM offenbarte in den entscheidenden Spielen einen wunderbaren deutschen Überfall-Fußball. Gegen tief stehende Gegner aber tat sich Deutschland weiter schwer. Hier fehlte es an der nötigen Dominanz, einen Gegner 90 Minuten zu beherrschen und müde zu spielen.

In dieser Beziehung hat sich die Mannschaft weiterentwickelt, wenngleich es auch einige Male noch haperte. Löw ist mittlerweile aber immerhin so weit, dass er sein Mittelfeld nicht mehr starr auf Positionen fixiert arbeiten lassen muss. Die Spieler dürfen ihr Wirken in einem bestimmten Rahmen selbst entscheiden. Das bringt Flexibilität und Kreativität.

Noch mehr Variabilität

Gegen Belgien war das deutsche Mittelfeld variabel wie noch nie, den Spielern Khedira, Kroos, Özil, Schürrle und Müller waren kaum feste Arbeitsbereiche zuzuordnen.

Viele Mannschaften kann Deutschland damit hinter sich lassen, von der 1B-Klasse in Europa hat sich die Mannschaft ein weiteres Stück entfernt. Die Souveränität und Selbstverständlichkeit der Qualifikation war sehr beeindruckend.

"Mit jedem Sieg erarbeitet man sich mehr Respekt", sagte der Bundestrainer am Dienstag nach dem Sieg gegen Belgien, "die anderen Länder sehen: Diese deutsche Mannschaft ist stark, sie ist hungrig."

In Zahlen ausgedrückt hat Deutschland für bestimmte Phasen einer Partie das 4-1-4-1 entdeckt, auch wenn der Bundestrainer längst nicht mehr gewillt ist, in abgegrenzten Spielsystemen zu denken. Und auch von der Leitwolf-Debatte hat sich die Mannschaft distanziert.

Bastian Schweinsteiger ist der heimliche Chef

Spätestens mit dem endgültigen Verzicht auf Michael Ballack, den Löw Mitte Juni endlich auch öffentlich aussprach, ist diese Diskussion beendet. Die Rolle Ballacks hatten sich im letzten Sommer noch mehrere Spieler untereinander aufgeteilt. Das ist zwar auch jetzt noch so, der heimliche Chef der Mannschaft ist aber Bastian Schweinsteiger - wobei der seine Rolle nicht mit dem üblichen Gehabe eines Anführers interpretiert.

Schweinsteiger bestimmt den Rhythmus und den Takt, er hat nach anderthalb Jahren in der Mittelfeldzentrale das richtige Gespür entwickelt für bestimmte Situationen. Es sind seine Tempowechsel, die das deutsche Spiel für den Gegner schwer zu lesen machen.

Dabei ist er auch der Mahner. Derzeit wiegt die Angriffswucht die Fehler in der Defensivbewegung in jedem Spiel auf. Aber der Champions-League-erprobte Schweinsteiger weiß sehr wohl, dass es auf absolutem Spitzenniveau damit nicht getan ist.

"Defensive ist noch wichtiger"

Am Sonntag saß er auf der Pressekonferenz und referierte über die Verfassung seiner Bayern. "Wie es jetzt läuft, ist es exzellent", sagte Schweinsteiger dann. Die Bayern spielen nicht so offensiv wie die Nationalmannschaft, nüchterner und ausbalancierter.

Das Verteidigen im Kollektiv funktioniert bei den Münchnern derzeit fast perfekt. Schweinsteiger würde sich diese Ausgewogenheit auch für die deutsche Nationalmannschaft wünschen. "Die Defensive", sagt er "ist noch wichtiger."

Denn: Bei einem Turnier, mit nur drei Spielen in der Gruppenphase und anschließendem K.o.-Modus, sind die Parameter völlig andere. Dass die Mannschaft zuletzt in neun Spielen in Folge mindestens ein Gegentor kassiert hat, mag für die Qualifikation kein Hindernis gewesen sein. Bei der Endrunde dürfte sich so aber kaum etwas gewinnen lassen.

So marschierte Deutschland durch die EM-Quali

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung