BVB-Shooting-Star im DFB-Team

Mario Götze: Wohin mit ihm?

Von Stefan Rommel
Mittwoch, 10.08.2011 | 09:57 Uhr
Mario Götze glänzt derzeit im Trikot von Borussia Dortmund, in der Nationalelf sucht er seinen Platz
© Getty
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Bei allem Hype um Mario Götze vom deutschen Meister Borussia Dortmund gerät eine Tatsache fast in den Hintergrund: Es ist kaum ein Platz für ihn in der deutschen Stammelf frei. Vielleicht ist das aber vorerst auch ganz gut so.

Bastian Schweinsteiger legte ein paar Mal die Stirn in Falten. Es kam ihm alles so bekannt vor, was da gesprochen wurde. Vor ein paar Jahren war er selbst noch Gegenstand der Diskussion. Jetzt saß er auf der Pressekonferenz des DFB und lauschte den Worten seines Chefs Joachim Löw.

Der parlierte ausführlich über den neuen Stern am deutschen Fußballhimmel. Seit vergangenen Freitag rollt eine kleine Götze-Manie durch die Medien: Das Jahrhunderttalent. Der kommende Welt-Star. Der deutsche Messi.

Gegen Brasilien erstmals in der Startelf

"Wenn ich sehe, was der Junge spielt, muss ich sagen: Da habe ich früher eine andere Sportart betrieben", lobt Lars Ricken, mit dem Mario Götze vor einem Jahr noch verglichen wurde. "Jetzt ehrt mich dieser Vergleich", sagt Ricken.

Bei Borussia Dortmund gedeiht Götze schneller als gedacht. Der 19-Jährige ist sicherlich das größte Talent des Landes. Seine sechs Länderspiele bisher hat er aber allesamt "nur" als Ergänzungsspieler bestritten. Beim Klassiker gegen Brasilien stand Götze erstmals von Beginn an auf dem Platz.

"Mario Götze hat gute Möglichkeiten, von Beginn an aufzulaufen. Ich plane mit seinem Start-Debüt", sagte also Löw vor dem Match, nachdem er die vielen Vorzüge des Dortmunders vorher schon dargelegt hatte.

Große Konkurrenz im Mittelfeld

Eine spannende Frage kann in diesem Fall aber leider nicht geklärt werden: Würde der derzeit auffälligste Spieler im Kader auch dann einer der ersten Elf sein, wenn die Mannschaft komplett wäre? Denn: Götze spiele auch deshalb von Beginn an, "weil Mesut Özil und Sami Khedira nicht dabei sind".

Anders formuliert könnte man auch fragen: Wo ist eigentlich Platz für den großen Hoffnungsträger? Löw will sich in der Beziehung noch gar nicht festlegen. "Mario kann im Mittelfeld alle Positionen spielen, auch links oder rechts auf den Seiten. Von seinem Naturell her ist er ein Spieler wie Mesut Özil, der gerne aus dem Zentrum heraus spielt."

Das Problem: Die Stellen im Mittelfeld sind alle prominent besetzt. Mit Spielern, die als fast unantastbar gelten.

Variabel einsetzbarer Zehner

Götze wurde in der Dortmunder Jugend als zentraler offensiver Mittelfeldspieler ausgebildet. Er selbst sieht sich dort auch am besten aufgehoben. Hier kann er seine Kreativität nach allen Seiten entfalten und seine Stärken am besten einbringen.

Trotzdem hat er beim BVB größtenteils nicht hinter der einzigen Spitze im Zentrum gespielt, sondern zumeist auf der rechten Außenbahn. Dabei sieht er selbst seine Alternativposition zu der Zehn eher im linken Mittelfeld.

Selbst im defensiven Mittelfeld lief er für den BVB bereits auf, am letzten Spieltag der vergangenen Saison gegen Eintracht Frankfurt. Seine Übersicht und seine strategischen Fähigkeiten kommen hier besonders zum Tragen, dafür ist der Weg zum torgefährlichen Raum aber wohl zu weit.

Stammplätze im DFB-Team (eigentlich) vergeben

In der Nationalmannschaft hat sich das augenscheinlich perfekte Pärchen auf der Doppel-Sechs vor der Abwehr zudem erst frisch gefunden. Seit einem Jahr spielen Schweinsteiger und Sami Khedira auf den Positionen vor der Abwehr, wobei Khedira derjenige ist, der gerne auch die langen Sprints bis in den gegnerischen Strafraum macht oder im Angriff in die Lücken stößt.

Am Madrilenen vorbeizukommen, dürfte ein ziemlich schweres Unterfangen werden für Götze - wobei Löw dort in Simon Rolfes, Christian Träsch und Götzes Teamkollegen Sven Bender ohnehin enorm viele Alternativen hat.

Eine Linie offensiver ist der Platz von Mesut Özil fix besetzt. Der Real-Star hat sich entgegen viele Kritikermeinungen in seiner ersten Saison in Madrid etabliert und die Leistungen der WM bestätigt. Seit Özil sich beim DFB festgespielt hat, vertraut Löw erst so richtig auf das derzeit praktizierte 4-2-3-1-System.

Schweinsteiger: "Mario geht als halber Brasilianer durch"

Passspiel, Tempodribbling, Spielgeschwindigkeit: Götze ist in seiner Spielanlage Özil sehr ähnlich, dazu hat er sich wie der Ex-Bremer im Kraftbereich in kurzer Zeit extrem verbessert. Spielen kann aber immer nur einer.

"Ich sehe Mario Götze schon sehr, sehr weit", sagt der Bundestrainer. "Er bringt trotz seines jungen Alters schon vieles mit und er findet auch in vertrackten Situationen ständig Lösungen. Dazu hat er eine gewisse Genialität am Ball."

Auch Schweinsteiger sieht die großen Vorzüge Götzes. "Von seinen technischen Fähigkeiten betrachtet geht er als halber Brasilianer durch. Er hat eine hohe Qualität in der Ballbehandlung und besitzt jetzt schon eine sehr gute Übersicht."

Trotzdem dürfte Özil weiter gesetzt sein auf der Spielmacherposition. Dafür hat er das deutsche Spiel in den letzten 18 Monaten zu entscheidend geprägt.

Thomas Müller Kontrahent auf der rechten Seite

Bleiben noch die offensiven Außenbahnen. Von seinen sechs Länderspielen wurde Götze fünf Mal für Thomas Müller eingewechselt und übernahm dessen Position auf der rechten Seite. Wie beim BVB. Auch wenn Götze selbst kurioserweise lieber auf einer anderen Position spielen würde.

Bei allen Stärken, die Götze unbestritten hat, gibt es zumindest eine Disziplin, in der er Müller (noch) nicht das Wasser reichen kann: Der Münchener hat ein fantastisches Gespür für Raum und Zeit, das so exzellent ausgeprägt ist wie bei keinem anderen deutschen Nationalspieler.

Es sind ganz besonders Müllers Läufe in die Tiefe und dessen Nachrücken in den Strafraum, die das deutsche Spiel so gefährlich machen.

Podolski für Löw eine Bank

Links ist Lukas Podolski für den Bundestrainer eine Bank. Zwar erscheint der Kölner derzeit als der schwächste von Götzes potenziellen Kontrahenten um einen Stammplatz, passenderweise handelt es sich hierbei auch um Götzes 1-B-Position. Bei Jogi Löw genießt Podolski aber einen großen Bonus.

"Lukas hat bei großen Turnieren immer seine Tore und Assists gemacht. Er hat bei uns immer seine Leistung gebracht und ist auf dem Weg zur EM immer noch ein wichtiger Bestandteil", sagt Löw. Er schätzt Podolskis Geradlinigkeit und dass "der Lukas mit seiner Dynamik Druck machen kann".

Deutschlands derzeit vielleicht begnadetster Fußballspieler findet also nur schwer seinen Platz unter den elf Besten des Landes. Vielleicht ist die unfreiwillige Entschleunigung von Götzes steilem Aufstieg aber genau der richtige Weg.

Löw: "Er ist noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung"

Zu viele sind schon zu früh zu schnell emporgekommen, um danach nur allzu unsanft wieder zu landen.

"Internationaler Fußball bei einer EM oder WM im Vergleich zur Bundesliga ist schon noch eine andere Stufe. Ich sehe ihn weit, aber noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung", formuliert Löw es gewohnt diplomatisch.

Bastian Schweinsteiger, der es trotz - oder gerade wegen - des Mega-Hypes um seine Person erst als Mittzwanziger bis unter die Besten der Welt geschafft hat, kennt den beschwerlichen Gang. "Man muss auch aufpassen! Er hat erst eine Saison hinter sich. Ich spreche da ein bisschen auch aus eigener Erfahrung: Es liegen auf dem Weg nach ganz oben doch auch ein paar Steine im Weg."

Dass er bald einen Spieler auf Top-Niveau neben sich hat, glaubt er aber dennoch: "Ich gehe davon aus, dass es Mario in die Weltspitze schafft."

Mario Götze im Steckbrief

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