DFB-Aufgebot für das Schweden-Spiel

Bundestrainer Löw beruft vier Neulinge

SID
Donnerstag, 11.11.2010 | 10:37 Uhr
Hat für das Schweden-Spiel vier neue Spieler in den DFB-Kader berufen: Joachim Löw
© Getty
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Für das Länderspiel gegen Schweden am 17. November in Göteborg hat Bundestrainer Joachim Löw vier Neulinge in das Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft berufen.

Joachim Löw schont drei WM-Stars und lässt zum Jahresausklang neue Kräfte ans Werk: Der Bundestrainer verzichtet im letzten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in diesem Jahr am kommenden Mittwoch gegen Schweden in Göteborg unter anderem auf Kapitän Philipp Lahm, WM-Torschützenkönig Thomas Müller (beide Bayern München) und Mesut Özil (Real Madrid). Das Trio darf sich eine Verschnaufpause gönnen.

Auch die zuletzt angeschlagenen Münchner Miroslav Klose (Oberschenkelblessur) und Holger Badstuber (Schambeinentzündung) sowie Keeper Tim Wiese (Werder Bremen) reisen nicht mit nach Skandinavien. Die Entscheidung traf Löw in Abstimmung mit den jeweiligen Klubs.

"Das ist nicht nur im Sinne der Bayern, das ist im Sinne der ganzen Liga, denn wir müssen ja in der Champions League wichtige Punkte für die Bundesliga gewinnen", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Schweinsteiger als Kapitän

Anstelle des pausierenden Spielführers Lahm wird sein Stellvertreter Bastian Schweinsteiger am kommenden Mittwoch die Kapitänsbinde tragen. Der Münchner Mittelfeldspieler hatte im Oktober aus Verletzungsgründen die EM-Qualifikationsspiele gegen die Türkei (3:0) in Berlin und gegen Kasachstan (3:0) in Astana verpasst.

Anstatt der Leistungsträger stehen in Götebörg aber vor allem gleich vier Debütanten auf dem Prüfstand. Die Mainzer Shootingstars Lewis Holtby und Andre Schürrle sowie die Dortmunder Talente Mario Götze und Marcel Schmelzer sollen im hohen Norden internationale Luft schnuppern.

Die Bundesliga-Himmelsstürmer hätten sich laut Löw durch "überzeugende und kontinuierliche Leistungen in der Bundesliga" für die Einladung empfohlen und könnten in naher Zukunft international den Sprung schaffen.

"Es wird für sie bestimmt eine interessante Erfahrung sein, mit der Mannschaft zu trainieren und alle Abläufe im Umfeld des Teams kennenzulernen", sagte der Bundestrainer. Und das Quartett kann sogar auf einen Einsatz hoffen. Löw: "Unsere Planungen sehen vor, dass einige von ihnen auch eingesetzt werden und damit ihr Länderspiel-Debüt feiern können."

Löw fordert guten Jahresausklang

Zudem wird damit gerechnet, dass die Dortmunder Mats Hummels und Kevin Großkreutz eine weitere Bewährungschance beim WM-Dritten bekommen. Der Verteidiger und der Mittelfeldspieler haben bereits jeweils einmal für die A-Mannschaft gespielt.

Auf die leichte Schulter nimmt Löw die letzte Begegnung des Jahres trotz der zu erwartenden Experimente nicht. "Ein Aspekt ist natürlich, junge Spieler an die Nationalmannschaft heranzuführen. Gleichzeitig wollen wir uns mit einer guten Leistung in die Winterpause verabschieden", sagte der 50-Jährige, der schon jetzt einer besonderen Herausforderung entgegenfiebert.

Am 9. Februar 2011 steht in Dortmund der Klassiker gegen Italien an. Dann sollen auch wieder die arrivierten Kräfte wie Spielmacher Özil, der sich bei Real Madrid längst in die Herzen der Fans gespielt hat, zurück an Bord sein.

U 21 muss auf Stammpersonal verzichten

Insgesamt stehen zehn WM-Teilnehmer im Aufgebot. Verzichten muss Löw weiterhin auf die Rekonvaleszenten Michael Ballack (Bayer Leverkusen) und Arne Friedrich (VfL Wolfsburg).

Erstmals seit dem Länderspiel gegen Dänemark am 11. August 2010 in Kopenhagen wurden Andreas Beck (1899 Hoffenheim) und Patrick Helmes von Bayer Leverkusen wieder berücksichtigt.

Leidtragender der Nominierungen für das Schweden-Spiel wird die U-21-Nationalmannschaft sein. Beim Länderspiel des DFB-Nachwuchsteams gegen England am kommenden Dienstag in Wiesbaden wird DFB-Trainer Rainer Adrion nur ein Teil seines Stammkaders zur Verfügung stehen.

Das komplette Aufgebot im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (Schalke 04), Rene Adler (Bayer Leverkusen)

Abwehr: Andreas Beck (1899 Hoffenheim), Jerome Boateng (Manchester City), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Per Mertesacker (Werder Bremen), Sascha Riether (VfL Wolfsburg), Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund), Heiko Westermann (Hamburger SV)

Mittelfeld: Mario Götze (Borussia Dortmund), Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund), Lewis Holtby (FSV Mainz 05), Sami Khedira (Real Madrid), Toni Kroos (Bayern München), Marko Marin (Werder Bremen), Lukas Podolski (1. FC Köln), Andre Schürrle (FSV Mainz 05), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Christian Träsch (VfB Stuttgart)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez (Bayern München), Patrick Helmes (Bayer Leverkusen)

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