Ballacks Spiel in zwei Welten

Von Stefan Rommel
Mittwoch, 01.09.2010 | 17:12 Uhr
Michael Ballack absolvierte bislang 98 Spiele im Trikot der deutschen Nationalmannschaft
© Getty
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Ligue 1
Bordeaux -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Nizza
Club Friendlies
FC St. Pauli -
VfL Bochum 1848
Ligue 1
Amiens -
Montpellier
Ligue 1
Angers -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Lyon
Ligue 1
Lille -
Rennes
Ligue 1
Metz -
St. Etienne
Ligue 1
Toulouse -
Nantes
Copa del Rey
DAZN-Konferenz: Copa del Rey
Copa del Rey
Atletico Madrid -
FC Sevilla
Copa del Rey
Valencia -
Alaves
Ligue 1
PSG -
Dijon
Copa del Rey
Espanyol -
FC Barcelona
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City – Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Primera División
Malaga -
Girona
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis

Die Kapitänsfrage in der Nationalmannschaft ist geklärt - oder auch nicht. Joachim Löws Entscheidung ist schwammig und hält vor allem für den angeblichen Gewinner Michael Ballack ein ernstes Problem parat. Die SPOX-Meinung zur K-Frage.

KommentarAnderthalb, vielleicht sogar zwei Stunden hat sich Joachim Löw vor ein paar Tagen Zeit genommen. Er hat Michael Ballack seine Gedanken dargelegt und sich dessen Standpunkt angehört.

Dem netten Plausch wurde das Etikett der Kapitänsfrage übergestülpt. Jenes mediale Ungetüm, das seit Wochen jedes Interview der beiden Protagonisten bestimmt und das längst schon seinen eigenen niedlichen Spitznamen hat: Die K-Frage.

Es ist erwiesen, dass sich beide darüber unterhalten haben, schließlich verkündete Löw am Mittwoch offiziell seine schwammige Version der neuen Regelung.

Ballack soll der Kapitän der Mannschaft bleiben, Philipp Lahm sein fast gleichberechtigter Nebensitzer. Ballack hat die Binde also nie so ganz verloren, Lahm musste sie nicht freiwillig wieder zurückgeben.

Löws Mannschaft braucht in ihrer Zusammensetzung offenbar mehrere Anführer, das hat die WM gezeigt. Insofern ist der Entschluss schlüssig. Zumal Ballack ein verdienter Spieler ist, den Löw unter Umständen noch gebrauchen kann und der es nicht verdient hat, einfach so fallengelassen zu werden. Auf dieser Ebene hat sich für Ballack kaum etwas geändert.

Die spannendere Diskussion dürften beide aber über etwas ganz Grundsätzliches geführt haben: Ballack ist formal wieder der Kopf dieser Mannschaft. Aber sportlich ist der bald 34-Jährige längst zum Herausforderer geworden.

Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira haben es nicht nur dem Bundestrainer bei der WM angetan, die beiden sind derzeit gesetzt. Und bleiben es bis auf weiteres auch. Und das ist eigentlich der tiefere substantielle Kern in der vordergründigen Diskussion um die Kapitänsbinde.

"Ich habe ihm in aller Offenheit gesagt, dass ich ihn noch nicht in der Verfassung sehe, dass er uns weiterhilft", sagt Löw. "Ich haben ihm gesagt, was ich von ihm in den nächsten Wochen sehen will."

Es gab mal eine Zeit - und die ist noch gar nicht so lange her - da hätte Michael Ballack auch trotz eines sechsmonatigen Formtiefs noch in der Startelf gestanden.

Einen echten Konkurrenzkampf um einen Platz im Team kennt Ballack nur vom Hörensagen. Jetzt ist er selbst einer der Beteiligten.

Es ist eine neue Form des Löw-Katechismus vom Leistungsprinzip, der ab sofort auch für einen 98-maligen Nationalspieler gilt. Kapitän ist Ballack nur, wenn er auch zumindest zur Mannschaft gehört. Diese neue Welt kennt er noch nicht, er muss sich jetzt erst in ihr beweisen.

Löw: Ballack bleibt Kapitän

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung