Die K-Frage und die Folgen

Ballacks Spiel in zwei Welten

Von Stefan Rommel
Mittwoch, 01.09.2010 | 17:12 Uhr
Michael Ballack absolvierte bislang 98 Spiele im Trikot der deutschen Nationalmannschaft
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile

Die Kapitänsfrage in der Nationalmannschaft ist geklärt - oder auch nicht. Joachim Löws Entscheidung ist schwammig und hält vor allem für den angeblichen Gewinner Michael Ballack ein ernstes Problem parat. Die SPOX-Meinung zur K-Frage.

KommentarAnderthalb, vielleicht sogar zwei Stunden hat sich Joachim Löw vor ein paar Tagen Zeit genommen. Er hat Michael Ballack seine Gedanken dargelegt und sich dessen Standpunkt angehört.

Dem netten Plausch wurde das Etikett der Kapitänsfrage übergestülpt. Jenes mediale Ungetüm, das seit Wochen jedes Interview der beiden Protagonisten bestimmt und das längst schon seinen eigenen niedlichen Spitznamen hat: Die K-Frage.

Es ist erwiesen, dass sich beide darüber unterhalten haben, schließlich verkündete Löw am Mittwoch offiziell seine schwammige Version der neuen Regelung.

Ballack soll der Kapitän der Mannschaft bleiben, Philipp Lahm sein fast gleichberechtigter Nebensitzer. Ballack hat die Binde also nie so ganz verloren, Lahm musste sie nicht freiwillig wieder zurückgeben.

Löws Mannschaft braucht in ihrer Zusammensetzung offenbar mehrere Anführer, das hat die WM gezeigt. Insofern ist der Entschluss schlüssig. Zumal Ballack ein verdienter Spieler ist, den Löw unter Umständen noch gebrauchen kann und der es nicht verdient hat, einfach so fallengelassen zu werden. Auf dieser Ebene hat sich für Ballack kaum etwas geändert.

Die spannendere Diskussion dürften beide aber über etwas ganz Grundsätzliches geführt haben: Ballack ist formal wieder der Kopf dieser Mannschaft. Aber sportlich ist der bald 34-Jährige längst zum Herausforderer geworden.

Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira haben es nicht nur dem Bundestrainer bei der WM angetan, die beiden sind derzeit gesetzt. Und bleiben es bis auf weiteres auch. Und das ist eigentlich der tiefere substantielle Kern in der vordergründigen Diskussion um die Kapitänsbinde.

"Ich habe ihm in aller Offenheit gesagt, dass ich ihn noch nicht in der Verfassung sehe, dass er uns weiterhilft", sagt Löw. "Ich haben ihm gesagt, was ich von ihm in den nächsten Wochen sehen will."

Es gab mal eine Zeit - und die ist noch gar nicht so lange her - da hätte Michael Ballack auch trotz eines sechsmonatigen Formtiefs noch in der Startelf gestanden.

Einen echten Konkurrenzkampf um einen Platz im Team kennt Ballack nur vom Hörensagen. Jetzt ist er selbst einer der Beteiligten.

Es ist eine neue Form des Löw-Katechismus vom Leistungsprinzip, der ab sofort auch für einen 98-maligen Nationalspieler gilt. Kapitän ist Ballack nur, wenn er auch zumindest zur Mannschaft gehört. Diese neue Welt kennt er noch nicht, er muss sich jetzt erst in ihr beweisen.

Löw: Ballack bleibt Kapitän

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung