U-21-Spiel unter Manipulationsverdacht

SID
Samstag, 12.06.2010 | 11:48 Uhr
Schiedsrichter Igor Ischtschenko steht unter Manipulationsverdacht
© Getty
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Ein Spiel der deutschen U21-Auswahl (EM-Qualifikation gegen San Marino) steht wohl unter Manipulationsverdacht. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Das EM-Qualifikationsspiel der deutschen U-21-Nationalmannschaft in San Marino am 17. November 2009 soll unter Manipulationsverdacht stehen.

Der Schiedsrichter der Begegnung, die Deutschland 11:0 gewann, soll bestochen worden sein. Dies geht nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" aus den Akten der Staatsanwaltschaft Bochum hervor, die seit über einem Jahr gegen eine Bande mutmaßlicher Wettbetrüger im europäischen Fußball ermittelt.

"Wir haben bislang weder Kenntnisse von der Staatsanwaltschaft noch von der UEFA und können diese Angelegenheit deshalb auch nicht kommentieren.

Wir können nur auf die Staatsanwaltschaft verweisen", sagte Wolfgang Niersbach, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Samstag in Südafrika auf Anfrage und fügte an: "Wir haben uns auch in der Vergangenheit nicht an Spekulationen beteiligt."

Deutschland soll mit "sechs, sieben oder mehr Toren" gewinnen

Der ukrainische Schiedsrichter Igor Ischtschenko soll nach "Spiegel"-Informationen von dem Wettpaten Ante S. und dessen Kompagnon Marijo C. einen fünfstelligen Betrag erhalten haben, damit Deutschland mit "sechs, sieben oder mehr Toren" gewinnt.

Ante S. soll vor dem Spiel nach Kiew gereist sein, um das Bestechungsgeld an einen Mittelsmann Ischtschenkos, ebenfalls angeblich ein UEFA-Schiedsrichter, zu übergeben.

Bei einem Telefonat zwischen Ante S. und Marijo C. am 10. November um 0.17 Uhr, das die Bochumer Kripo abhörte, ist die Rede von 50.000 Euro.

Ischtschenko, der am 2. Dezember auf der Wache des Frankfurter Flughafens zweieinhalb Stunden als Beschuldigter vernommen wurde, bestritt den Vorwurf der Bestechlichkeit und betonte, er habe vom Schiedsrichterbeobachter eine "gute Benotung erhalten".

"Kein Kommentar"

Der Verteidiger von Ante S., Stefan Conen, wollte auf "Spiegel"-Anfrage "keinen Kommentar zu den laufenden Ermittlungen" abgeben. Auch der Anwalt von Marijo C. äußerte sich nicht.

Mit den geplanten Live-Wetten auf einen Kantersieg der deutschen U21 in San Marino hatte Ante S. offenbar keinen Erfolg: Die Londoner Agentur, über die er 70.000 Euro auf dem asiatischen Wettmarkt platzieren wollte, nahm seinen Einsatz kurz nach Anpfiff des Spiels nicht an.

Die Ermittler schätzen, so steht es laut "Spiegel" in den Akten, dass Ante S. ein "Gewinn von ca. 120.000 Euro" entgangen sei.

DFB: Noch 15 Verfahren im Wettskandal

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