Rippenschutz: WM für Adler nicht in Gefahr

SID
Sonntag, 02.05.2010 | 13:12 Uhr
Rene Adler wurde von Bundestrainer Joachim Löw zur Nummer Eins im deutschen Tor auserkoren
© Getty

Rene Adler sieht dank eines maßangefertigten Rippen-Panzers keine Bedenken im Hinblick auf seine WM-Teilnahme. "Wenn ich spiele, dann spielt die Rippe keine Rolle", so der Torhüter von Bayer Leverkusen.

Rene Adler flog wieder in der Bundesliga und beseitigte damit letzte Zweifel an seiner Einsatzbereitschaft für die WM 2010 in Südafrika.

"Wenn ich spiele, dann spielt die Rippe keine Rolle. Ich wollte dazu beitragen, dass die Mannschaft das Spiel gewinnt", sagte die 25 Jahre alte Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft, die am Samstag beim 1:1 gegen Absteiger Hertha BSC sein Comeback im Bayer-Tor gab. Adler hatte beim 1:2 in Stuttgart am 17. April eine Rippenfraktur erlitten und musste vor Wochenfrist gegen Hannover 96 (3:0) pausieren.

Adler trug gegen Berlin einen Rippen-Panzer, dieser gepolsterte Oberkörperschutz sollte dem Bayer-Keeper die nötige Sicherheit im Meisterschaftsspiel geben.

Der von Ausrüster "Adidas" für den Brustschutz zuständige John Fröhlich hatte der "Bild" den Protektor, der unter dem Trikot getragen wird, erklärt: "Es ist ein sogenannter Olympic-Suit, ein Anzug, wie ihn Sprinter tragen. Das Schulterblatt ist extra gepolstert, dazu beide Rippenpartien. Damit die verletzte Stelle bei einem Aufprall auch geschützt ist." Hergestellt ist der Brustschutz aus Dämpfungsschaum.

WM-Teilnahme nicht in Gefahr

Die Sonderanfertigung für Adler ist keine Alltäglichkeit. Fröhlich: "Wir hatten seinen Oberkörper vermessen und danach den Anzug angefertigt. Wir hoffen, dass es für ihn eine gute Hilfe ist, um in der Bundesliga und auch bei der WM erfolgreich spielen zu können."

Adler hatte schon einmal einen komplizierten Rippenbruch erlitten. Dieser hatte 2006 sogar die Fortsetzung seiner Karriere infrage gestellt. Damals musste eine Titanplatte mit vier Schrauben eingesetzt werden.

Dieses Mal hat der Bayer-Schlussmann weitaus weniger Probleme, konnte Anfang der Woche wieder ins Training einsteigen, nachdem auch Nationalmannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt grünes Licht gegeben hatte. Die Teilnahme an der ersten WM-Endrunde auf dem schwarzen Kontinent (11. Juni bis 11. Juli) dürfte damit für Adler nicht mehr in Gefahr sein.

Erst Anfang März vor dem Länderspiel gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien (0:1) hatte sich Bundestrainer Joachim Löw für Adler als Nummer eins entschieden und dem Leverkusener den Vorzug gegenüber Manuel Neuer (Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen), den anderen WM-Kandidaten für das Tor, gegeben.

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