Freitag, 28.05.2010

DFB-Team

Löw: "Einspielen werden wir uns im Training"

Das Länderspiel gegen Ungarn will Bundestrainer Joachim Löw nutzen, um vor der endgültigen Nominierung des WM-Kaders erneut einige Spieler zu beobachten.

Joachim Löw will sich im Test gegen Ungarn seriös präsentieren
© sid
Joachim Löw will sich im Test gegen Ungarn seriös präsentieren

Bundestrainer Joachim Löw hat für das Länderspiel gegen Ungarn mit Blick auf die WM keine allzu hohen Erwartungen. "Einspielen werden wir uns hauptsächlich über das Training." Ziel sei es trotzdem, "dass wir gewinnen und uns seriös präsentieren", sagte Löw am Freitag im Trainingslager in Südtirol.

Der DFB-Coach kündigte beim vorletzten Test vor dem ersten Vorrundenspiel bei der WM in Südafrika am 13. Juni in Durban gegen Australien "gewisse Experimente" an. Grundsätzlich wolle er "manche Dinge umgesetzt sehen, die wir trainiert haben". Zudem will er vor der Nominierung des endgültigen 23-köpfigen WM-Kaders "den einen oder anderen sehen".

Lahm, Schweinsteiger, Butt und Müller bleiben in Tirol

So soll zum Beispiel der lange Zeit verletzte Hamburger Marcell Jansen noch einmal getestet werden, "ob er in der Lage ist, auch in der Wettkampfsituation seine Leistung abzurufen", meinte der Bundestrainer. Von Beginn an wird Jansen aber nicht spielen. Auch Stürmer Miroslav Klose, in Budapest Spielführer, soll Spielpraxis sammeln.

Die deutschen WM-Torhüter: Turek, Maier, Neuer
Der Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor war immer hart. Die deutschen WM-Torhüter seit 1954
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Der Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor war immer hart. Die deutschen WM-Torhüter seit 1954
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1934 stand Willibald Kreß im Tor, 1938 Rudolf Raftl. Das erste Bild gibt's aber von Toni Turek, dem WM-Keeper von 1954. In seinen Händen ein Bild der Helden von Bern
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Tureks Nachfolger war Fritz Herkenrath. Er stand 1958 in Schweden zwischen den Pfosten
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Tureks Nachfolger war Fritz Herkenrath. Er stand 1958 in Schweden zwischen den Pfosten
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Bei der missglückten WM 1962 in Chile hütete Wolfgang Fahrian das deutsche Tor. Ob's an den Gartenhandschuhen lag?
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Im Finale von Wembley 1966 musste Hans Tilkowski das umstrittenste Tor aller Zeiten hinnehmen
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Im Finale von Wembley 1966 musste Hans Tilkowski das umstrittenste Tor aller Zeiten hinnehmen
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Sepp Maier ist der einzige deutsche Torhüter, der bei drei Weltmeisterschaften im Kasten stand. 1970 kassierte er im Jahrhundertspiel gegen Italien vier Stück
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Sepp Maier ist der einzige deutsche Torhüter, der bei drei Weltmeisterschaften im Kasten stand. 1970 kassierte er im Jahrhundertspiel gegen Italien vier Stück
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1974 holte Maier in München an der Seite von Kapitän Franz Beckenbauer den WM-Titel
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In Argentinien erlebte Maier mit der DFB-Elf eine der bittersten Stunden der Nationalmannschaftsgeschichte: das 2:3 gegen Österreich, die Schmach von Cordoba
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Toni Schumacher hinterließ 1982 bei der WM in Spanien einen bleibenden Eindruck, als er den Franzosen Patrick Battiston niederstreckte
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1986 bekam auch Diego Maradona die Kompromisslosigkeit von Schumacher zu spüren. Geholfen hat es nichts. Argentinien wurde trotzdem Weltmeister
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Bodo Illgner wurde bei seiner ersten WM 1990 in Italien im Halbfinale zum Helden. Er hielt gegen Pearce, Waddle schoss drüber
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1994 konnte sich Illgner auch noch so lang machen. Den Kopfball von Letschkow konnte er nicht halten. Aus im Viertelfinale
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Auch mit Andreas Köpke im Tor scheiterten die Deutschen bei der WM 1998 in Frankreich im Viertelfinale. Diesmal an Kroatien
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Auch mit Andreas Köpke im Tor scheiterten die Deutschen bei der WM 1998 in Frankreich im Viertelfinale. Diesmal an Kroatien
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2002 führte der Titan Oliver Kahn Deutschland praktisch alleine ins Finale, wo er aber folgenschwer patzte
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Jens Lehmann durfte sich bei der Heim-WM 2006 nach zwei gehaltenen Elfmetern im Viertelfinale feiern lassen
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Bei der WM in Südafrika stand Manuel Neuer im Tor und führte das DFB-Team mit starken Leistungen auf Platz drei
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Ansonsten wollte sich Löw in Bezug auf die Aufstellung nicht groß in die Karten gucken lassen. Sicher ist nur, dass die neue Nummer eins Manuel Neuer im Tor stehen wird. Zudem werden Kapitän Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Jörg Butt und Thomas Müller in Südtirol bleiben.

Keine Garantie für Stürmer

Ausweichend antwortete Löw vor dem Ungarn-Spiel indes auf die Frage, ob er die WM-Garantie für seine sechs nominierten Stürmer aufrecht erhält. "Grundsätzlich habe ich gesagt, dass alle Stürmer die Berechtigung haben, dabei zu sein. Ich will jetzt aber noch das Spiel und das weitere Training abwarten. Ich will keine Garantien abgeben, obwohl ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man alle Stürmer braucht", sagte der Bundestrainer.

Zwei Spieler muss er noch aus seinem derzeit vorläufigen Aufgebot streichen. Löw will die letzte Entscheidung treffen, "wenn es sein muss, unmittelbar vor der Frist". Nach wie vor habe er "keine zwei Spieler im Kopf, die es treffen könnte. Die Entscheidung wird brutal sein, nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Trainer. Alle arbeiten auf unglaublich hohem Niveau. Wir warten jetzt das Spiel in Ungarn ab, das uns noch mal wichtige Erkenntnise vermitteln soll."

Klare Vorstellungen hat Löw insbesondere an seine Spieler auf der "Sechser-Position" vor der Abwehr, die nach dem Ausfall von Kapitän Michael Ballack Bastian Schweinsteiger und Sami Khedria ausfüllen sollen: "Sie müssen völlig flexibel agieren. Ich will keinen Abräumer, sondern spielstarke Leute, die unser Spiel gestalten und offensive Akzente setzen."

Lahm Kapitän, Neuer die Nummer eins


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