Köpke bekräftigt Vertrauen zu Adler

SID
Donnerstag, 18.03.2010 | 13:13 Uhr
Rene Adler (l.) bestritt bereits acht Länderspiele für Deutschland
© Getty
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Andreas Köpke hat Rene Adler nach der Kritik von Franz Beckenbauer den Rücken gestärkt. Adler könne solche Drucksituationen meistern, so der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw.

Nach der heftigen Kritik von Franz Beckenbauer hat Bundestorwarttrainer Andreas Köpke seiner Nummer eins Rene Adler demonstrativ den Rücken gestärkt.

"Es gibt im Moment keinen Grund, etwas zu revidieren. Manuel Neuer und Tim Wiese machen von hinten richtig Druck, und das empfinden wir als positiv. Aber wir haben weiterhin vollstes Vertrauen in Rene Adler", sagte Köpke dem "Kicker".

Der Torwart von Bayer Leverkusen sei zwar in einer "schwierigen Phase", führte Köpke weiter aus, "aber es ist doch nichts Außergewöhnliches passiert. Er soll einfach Ruhe bewahren und sich nicht von außen durch Panikmache nervös machen lassen. Ich gehe davon aus, dass er die Situation meistern und gestärkt daraus hervorgehen wird."

Adler kann mit besonderen Drucksituationen umgehen

Der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw sieht den 25 Jahre alten Bayer-Keeper trotz der jüngsten Diskussionen stabil genug. "Um seine Leistungsfähigkeit und sein Nervenkostüm mache ich mir keine Sorgen", sagte Köpke. Adler habe schon in den WM-Qualifikationsspielen gegen Russland bewiesen, mit einer "besonderen Drucksituation" umgehen zu können.

Löw und Köpke hatten vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am 3. März gegen Argentinien (0:1) ihre Entscheidung öffentlich gemacht, dass sie mit Adler bei der WM in Südafrika als Nummer eins planen.

Einen Zusammenhang zum aktuellen Tief des Keepers sieht Köpke aber nicht: "Das hat damit wenig zu tun. Das Thema wird man in der öffentlichen Diskussion nicht vom Tisch bekommen, egal, wann man sich entscheidet."

Beckenbauer kritisiert Adler scharf

Adler hatte zuletzt einige Male gepatzt, zuletzt gegen die Argentinier und am Sonntag in der Liga beim 4:2 gegen Hamburg. Dadurch war eine Diskussion um den Nachfolger von Jens Lehmann im deutschen Tor entstanden, vor allem ausgelöst durch Beckenbauer.

"Wenn einer in der Schülermannschaft so einen Fehler macht, sagt man ihm: "Such dir eine andere Sportart"", kritisierte der Kaiser. Adler sei zwar ein klasse Torhüter, "aber seitdem er weiß, dass er die Nummer eins ist, macht er einen Fehler nach dem anderen".

Zuletzt hatten bereits der Bremer Wiese und Schalkes Neuer den Druck auf Adler erhöht. Die beiden Konkurrenten unterstrichen ihre Ambitionen auf den Platz im deutschen Tor.

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer erklärte zudem, dass er Neuer für den besseren Torwart halten würde. "Das ist seine persönliche Meinung, aber der Sportdirektor entscheidet nicht über die Nationalspieler. Dafür sind wird da", konterte Köpke.

Löw-Elf trifft am 17. November auf Schweden

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