Dienstag, 09.02.2010

DFB-Team

DFB-Streit: Völler sieht WM gefährdet

Leverkusens Rudi Völler verlangt eine schnelle Schlichtung des Streits zwischen dem DFB und dem Trainerstab. "Es müssen alle Beteiligten an einen Tisch", so der Sportdirektor.

Rudi Völler trainierte die Deutsche Nationalmannschaft von 2000 bis 2004
© Getty
Rudi Völler trainierte die Deutsche Nationalmannschaft von 2000 bis 2004

Rudi Völler fordert im Streit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Bundestrainer Joachim Löw sowie Teammanager Oliver Bierhoff so schnell wie möglich einen runden Tisch.

"Reißt euch zusammen! Es müssen jetzt alle Beteiligten an einen Tisch, um die Angelegenheit zu beruhigen", sagte der Sportdirektor von Bayer Leverkusen dem "Express".

WM-Projekt 2010 gefährdet

Der frühere DFB-Teamchef (2000 bis 2004), der Deutschland bei der WM 2002 bis ins Finale führte, sieht das WM-Projekt 2010 ernsthaft gefährdet.

Völler glaubt dennoch, dass es trotz der Zerwürfnisse zwischen Löw und Bierhoff auf der einen und DFB-Präsident Theo Zwanziger auf der anderen Seite im Sinne des deutschen Fußballs eine Annäherung geben wird.

"Ich habe lange beim DFB gearbeitet und weiß, dass der Verband alles tun wird, um die Sache vor der WM noch zu bereinigen." Das sei nötig, da man in dieser Stimmungslage nicht zur WM fahren könne.

Rummenigge sieht "Maulwurfproblem"

Auch Karl-Heinz Rummenigge meldet sich im Rahmen der gescheiterten Vertragsverlängerung Joachim Löws zu Wort. "Der DFB hat gravierende Fehler gemacht - den größten, indem man Vertragsinhalte nach außen gebracht hat", sagte der Vorstands-Boss des deutschen Rekordmeisters Bayern München in der Sendung "Blickpunkt Sport" des "Bayrischen Fernsehens", und fügte hinzu: "Der DFB hat da offenbar ein Maulwurfproblem."

In Sachen Lösungsfindung schließt sich Rummenigge Rudi Völler an: "Beide Seiten sind gut beraten, sich schnell und fair an einen Tisch zu setzen. Das kann man nicht aussitzen, das muss gelöst werden", forderte der 54-Jährige eine Lösung noch vor der WM in Südafrika.

"Dieser Mann verdient Respekt, dass man ihm kein Ultimatum stellt und einen vernünftigen Vertrag vorlegt", unterstrich Karl-Heinz Rummenigge seine Wertschätzung für den Bundestrainer.

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