Wo stehen unsere Europameister heute?

Fortschritt und Stagnation

Von Daniel Börlein / Felix Maier-Lenz
Mittwoch, 27.01.2010 | 09:36 Uhr
Mittelfeldspieler Mario Götze (r.) kam bei Borussia Dortmund schon zu zwei Bundesligaeinsätzen
© Getty
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2009 war ein triumphales Jahr für den deutschen Fußballnachwuchs. Neben der U 21 wurde auch die U 17 Europameister. Doch was ist aus den jungen Helden eigentlich geworden? Wer darf noch immer von der großen Karriere träumen und wer droht, den nächsten Schritt zu verpassen? Die U-17-Europameister im Überblick.

Marc-Andre ter Stegen (Tor, Borussia Mönchengladbach): War bei der EM und zuletzt auch bei der U-17-WM im vergangenen Herbst die unumstrittene Nummer eins. Ist nun Stammkeeper der U 19 der Fohlen und saß in dieser Spielzeit sogar schon bei den Profis auf der Bank. "Das sagt eigentlich alles", sagte Torwarttrainer Uwe Kamps im SPOX-Interview. "Solche talentierte Jungs wie ihn gibt es recht selten."

Bernd Leno (Tor, VfB Stuttgart): Zweiter Mann bei der EM und WM. In der U 19 des VfB nun erster Keeper. Steht mit den Schwaben auf Platz eins, kassierte erst elf Gegentore in 13 Spielen und blieb fünfmal zu Null. Auch schon einmal in Stuttgarts Drittliga-Mannschaft im Einsatz. Hat beim VfB mit Ulreich, Stolz und Hammel allerdings drei junge Keeper vor sich.

Bienvenue Basala-Mazana (Abwehr, 1. FC Köln): Am Titelgewinn als rechter Außenverteidiger maßgeblich beteiligt. Pendelt beim FC zwischen zweiter Mannschaft (vier Spiele) und U 19 (sieben) und ist in beiden Teams als Außenverteidiger eine Bank. Bekam zu Jahresbeginn einen Profi-Vertrag und durfte prompt mit Podolski und Co. ins Trainingslager.

Robert Labus (Abwehr, Hamburger SV): Bei der EM viermal im Einsatz, bei der WM auch als Stammkraft eingeplant. Kassierte allerdings bereits im ersten Spiel Rot. Tat sich in dieser Saison bislang auch im Verein schwer. Wird in Hamburg in der U 19 eingesetzt, kam allerdings erst auf vier Einsätze.

Shkodran Mustafi (Abwehr, FC Everton): Der deutsche Abwehrchef. Wechselte nach der WM nach England. Hat sich schnell eingelebt und für die zweite Mannschaft schon sechs Partien absolviert. Alle über 90 Minuten. Auch für die erste Mannschaft der Toffees gab es einen Kurzeinsatz, in der Europa League gegen Borisow. Zuletzt auch in der Premier League im Kader. Er scheint's zu packen.

Gerrit Nauber (Abwehr, Bayer Leverkusen): Beim Titelgewinn nur Teilzeitkraft, auch bei der WM dabei. In Bayers U 19 gesetzt und regelmäßig im Einsatz. Zu mehr reichte es bislang allerdings noch nicht. Und bei der Konkurrenz in Leverkusen wird "mehr" auch schwer.

Marvin Plattenhardt (Abwehr, 1. FC Nürnberg): Als Linksverteidiger bei EM wie WM eine Bank und beim DFB in dieser Alterstufe auch ohne echte Konkurrenz. Beim Club fester Bestandteil der U-19-Mannschaft mit bislang immerhin einem Treffer in dieser Saison. Steht im Blickfeld der Profis - kein schlechtes Zeichen, schließlich setzten die Franken zuletzt vermehrt auf junge Spieler.

Christopher Buchtmann (Mittelfeld, FC Liverpool): Beim DFB einer der Schlüsselspieler im Mittelfeld. In Liverpool plant man mit ihm als Außenverteidiger. Hat allerdings in der zweiten Mannschaft der Reds einen schweren Stand. Kam bislang lediglich auf einen Zehn-Minuten-Kurzeinsatz. Liverpool scheint eine Nummer zu groß für ihn.

Mario Götze (Mittelfeld, Borussia Dortmund): Unumstritten beim DFB und so etwas wie das Hirn der Mannschaft. Steht auch beim BVB hoch im Kurs. Hat sich schnell ins Blickfeld von Jürgen Klopp gespielt. "Wir müssten ja blind sein, wenn wir nicht erkennen würden, welch herausragendes Talent er hat", so der BVB-Coach, der das Juwel Schritt für Schritt heranführen will. Götze stand zuletzt regelmäßig im Bundesliga-Kader und bringt es immerhin schon auf zwei Kurzeinsätze.

Manuel Janzer (Mittelfeld, VfB Stuttgart): Wird beim DFB als fleißiger Arbeiter geschätzt. In Stuttgarts U 19 allerdings durchaus auch torgefährlich. Drei Tore in zehn Spielen sind ordentlich für einen defensiven Mittelfeldspieler. Muss allerdings körperlich noch zulegen, um den Sprung in Stuttgarts zweite Mannschaft zu schaffen.

Yunus Malli (Mittelfeld, Borussia Mönchengladbach): Ähnlich wie bei Janzer: Muss physisch noch einiges drauf packen. In Gladbachs U 19 derzeit allerdings einer der Leistungsträger und unumstrittener Stammspieler. Bereitete in elf Saisonspielen einen Treffer vor und erzielte vier Tore selbst.

Niko Opper (Mittelfeld, Bayer Leverkusen): Tat sich nach der Europameisterschaft extrem schwer, im Verein in die Gänge zu kommen. Wurde folglich auch nicht für die WM in Nigeria nominiert. Seine durchwachsene Bilanz in Bayers U 19: Sechs Spiele, sechsmal eingewechselt, eine Torvorlage.

Florian Trinks (Mittelfeld, Werder Bremen): Der Siegtorschütze aus dem EM-Finale. Auch bei der WM einer der stärksten deutschen Spieler. Bei Werder hat's allerdings bislang noch nicht für die erste oder zweite Mannschaft gereicht - trotz sieben Saisontoren in neun Partien in Bremens U 19.

Reinhold Yabo (Mittelfeld, 1. FC Köln): Kapitän und Kopf der EM- und WM-Mannschaft. Auch in Kölns U 19 Führungsspieler. Fasste in der zweiten Mannschaft des FC schnell Fuß und erzielte gleich in seinem ersten Spiel ein Tor. War zuletzt auch im Wintertrainingslager der Profis dabei. "Er wird es packen. Die Frage ist nur, wie schnell", sagt FC-Idol Dirk Lottner.

Matthias Zimmermann (Mittelfeld, Karlsruher SC): Die Allzweckwaffe beim DFB. Kann im Mittelfeld fast alles spielen und auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden. Hat von allen Europameistern den steilsten Aufstieg hingelegt. Etablierte sich zunächst in der zweiten Mannschaft, erarbeitete sich dadurch zwei Kurzeinsätze bei den Profis und stand am 19. Spieltag gegen Paderborn erstmals die kompletten 90 Minuten auf dem Platz.

Abu-Bakarr Kargbo (Angriff, Hertha BSC): Bei der EM und WM Ergänzungsspieler. Hinter Scheidhauer und Thy nur die Nummer drei im Angriff. Trainiert in Berlin regelmäßig mit der zweiten Mannschaft, spielt aber noch in der U 19 - und das recht erfolgreich. Fünf Treffer in fünf Partien stehen in dieser Saison schon zu Buche.

Kevin Scheidhauer (Angriff, VfL Wolfsburg): Ist nach der EM in ein kleines Loch gefallen. Bei der WM deshalb nicht immer in der Startelf. In der U 19 des VfL ebenfalls mit durchwachsenen Leistungen. Zwei Tore in acht Spielen reichten bisher nicht, um sich in Wolfsburg für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Lennart Thy (Angriff, Werder Bremen): Zusammen mit Scheidhauer erfolgreichster Stürmer bei der EM. Den nächsten Schritt konnte allerdings auch er noch nicht machen. Kein Einsatz in der zweiten Mannschaft bislang. Immerhin klappt's in Werders U 19: Zehn Spiele, sechs Tore.

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