Mit Schweinsteiger zum Chelsea-System

Von Andreas Lehner / Stefan Rommel
Dienstag, 26.01.2010 | 18:55 Uhr
4-3-1-2: Ein System, in dem Schweinsteiger und Ballack zusammen im Zentrum spielen könnten
© spox
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Bastian Schweinsteiger will wie bei Bayern auch in der Nationalmannschaft ins Zentrum rücken. Joachim Löw ziert sich noch, weil ihm die Alternativen fehlen. Allerdings ist Löw nicht mehr so abgeneigt wie noch vor einigen Wochen. Aber wie würde das deutsche Mittelfeld mit Schweinsteiger in der Mitte eigentlich funktionieren?

Das defensive Mittelfeld der deutschen Nationalmannschaft war über Jahre hinweg quasi wie in Stein gemeißelt. Da gab es Kapitän Michael Ballack und es gab Torsten Frings. Beide waren Institutionen, beide waren in der Zentrale gesetzt.

Jetzt ist die Zeit von Frings endgültig abgelaufen, wie Bundestrainer Joachim Löw dem Bremer am letzten Mittwoch unmissverständlich mitteilte.

Van Gaal: Schweinsteiger der beste Deutsche

Es ist schon immer eine der entscheidenden Fragen, wer den Platz neben Ballack einnimmt. Als Kandidaten galten bislang Simon Rolfes, Thomas Hitzlsperger, Sami Khedira und Christian Gentner - seit neuestem aber auch: Bastian Schweinsteiger.

"Ich weiß, dass ich in der Mitte am besten bin. Für mich ist die Position ideal. Ich würde bei der WM am liebsten in der Mitte spielen", sagt Schweinsteiger. Bayern-Trainer Louis van Gaal sieht ihn auf dieser Position sogar als besten deutschen Spieler überhaupt.

Bislang sucht Löw noch nach der geeigneten Alternative für Schweinsteiger auf rechts, um den Münchner in die Mitte ziehen zu können. Weil Hitzlsperger allerdings völlig außer Form ist und Rolfes mit einem Knoprelschaden im Knie auf unbestimmte Zeit ausfällt, wird die Option Schweinsteiger im Zentrum immer nahe liegender.

"Das ist eine von vielen Möglichkeiten. Bastian hat das Zeug dazu, diese Rolle auszufüllen", sagt Löw. "Das hängt aber auch davon ab, ob zum Beispiel Toni Kroos sich weiter so positiv entwickelt und vielleicht bei uns die Außenbahn besetzen kann."

Schweinsteiger in der Zentrale - drei taktische Varianten stünden dem Bundestrainer dabei zur Diskussion.

Variante I: Ein 4-4-2 mit flacher Vier

Das Standardsystem des DFB und auch die bevorzugte Aufstellung Löws. Ballack ist im Zentrum unantastbar. Löw will zwar in Zukunft die Rolle des Sechsers offensiver interpretieren, aber würde Schweinsteiger neben ihn rücken, wäre das Zentrum wohl einen Tick zu offensiv besetzt. Ballack bricht die Doppelsechs häufig auf und sucht den Weg nach vorne. Schweinsteiger ist kein klassischer Sechser, sondern eher ein Achter.

Bei Bayern funktioniert diese Aufstellung auch deshalb so gut, weil ein defensiv denkender Spieler wie Mark van Bommel an seiner Seite spielt. "Ich denke zu 60 Prozent offensiv und 40 Prozent defensiv", sagt Schweinsteiger.

Er bräuchte also auch im DFB-Team einen Staubsauger wie Rolfes oder Hitzlsperger neben sich. Khedira und Gentner sind ebenfalls zu offensiv. Nur hätte dann Ballack keinen Platz mehr in der Mitte.

Völlig ausgeschlossen ist die Variante mit Ballack und Schweinsteiger dennoch nicht. Allerdings müsste Löw die Außenpositionen dann entweder mit Akteuren besetzen, die defensiv zuverlässig arbeiten und es Ballack somit ermöglichen, weiterhin den Weg nach vorne zu suchen.

Oder aber Ballack schraubt seinen Offensivdrang etwas zurück und Löw postiert auf den Außen Spieler mit großen individuellen Fähigkeiten, die stark im Eins-gegen-eins sind und zudem - ganz wichtig - auch selbst Torgefahr ausstrahlen.

Variante II: Ein 4-5-1 mit offensivem Ballack

Das Alternativsystem der deutschen Nationalmannschaft, das unter anderem auch schon sehr erfolgreich beim entscheidenden WM-Qualifikationsspiel in Russland zum Einsatz kam. Eine Aufstellung, in der neben Schweinsteiger ein Abräumer (Rolfes/Hitzlsperger) agieren und Ballack ebenfalls im Zentrum spielen könnte.

Die Vorteile: Schweinsteiger würde dem Team eine neue Qualität im Zentrum verleihen. Der Münchner beherrscht den langen Ball mit Zug auf die Außen oder in die Spitze. Eine Spieleröffnung, die von Rolfes im Prinzip nie zu sehen ist. Der Leverkusener bevorzugt den kurzen Flachpass in den Fuß, oft auch nur quer gespielt. Hitzlsperger scheint ob der momentanen Formschwäche ohnehin schlechte Karten zu haben.

Bei Bayern ist Schweinsteigers Qualität in der Spieleröffnung deutlich zu sehen. Seitdem er im defensiven Mittelfeld spielt, verzichtet van Bommel fast komplett auf lange Bälle. Die Folge sind deutlich über 100 Ballkontakte pro Spiel für Schweinsteiger und eine dementsprechend hohe Ball- und Spielkontrolle der Bayern.

Ballack würde davon profitieren, weil er sich nicht mehr so stark in der Defensive aufreiben müsste und sein Weg in den gegnerischen Strafraum und zum Tor kürzer wäre. Für einen der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Welt ein großes Plus.

Die Nachteile: Der in Russland hinter der einzigen Spitze überragende Mesut Özil müsste auf den Flügel ausweichen. Für sein Spiel braucht der Bremer aber möglichst Platz, um die Option zu haben, nach rechts oder links auszubrechen.

Hier wird das von Löw angesprochene Problem deutlich, dass Deutschland ein adäquater Ersatz für Schweinsteiger auf rechts fehlt. Oder vielleicht bis jetzt fehlte. Bei Bayern zeigt Thomas Müller, dass er diese Rolle national als auch international ausfüllen kann. Auch Leverkusens Toni Kroos hat Löw dafür auf dem Zettel.

Variante III: Ein 4-3-1-2 nach Chelsea-Vorbild

Was im Bild nach Raute aussieht, ist in Wirklichkeit keine. Dafür ist vor allem Ballack auf der Halbposition nicht der richtige Spielertyp. Dafür entsteht ein sehr spielstarkes Mittelfeld, das das Zentrum sehr kompakt halten kann.

Dieses System basiert elementar auf (offensiv)starken Außenverteidigern, denen vor allem in der Vorwärtsbewegung der komplette Flügel alleine überlassen wird. Mit Lahm auf links und Boateng oder Beck auf rechts wäre dieses Kriterium durchaus erfüllt. Die Variante mit dem defensiven Arne Friedrich scheidet in dieser Aufstellung fast völlig aus.

Ballack kennt dieses System vom FC Chelsea, wo er exakt auf dieser Position in der Regel neben Frank Lampard agiert und von Michael Essien abgesichert wird. Wie schon im 4-5-1 hätte der Kapitän einen kürzeren Weg zum Tor als in der flachen Vier und käme so häufiger zum Abschluss.

Schweinsteiger könnte aus der Halbposition heraus seine Stärken im Spielaufbau sowie im Torabschluss mit Weitschüssen einbringen, Rolfes wie gewohnt vor der Abwehr arbeiten und Ballack und Schweinsteiger unmittelbar neben sich mit kurzen Zuspielen füttern. Özil hätte als Mann hinter den Spitzen den Raum, den er für sein Spiel braucht.

Positiver Nebeneffekt: Löw könnte weiterhin zwei Stürmer aufstellen und nur einer aus dem Trio Miroslav Klose, Mario Gomez und Lukas Podolski müsste auf die Bank.

Aber: Bei Chelsea funktioniert dieses System vor allem deshalb so gut, weil mit Essien oder John Obi Mikel vor der Abwehr ein kompromissloser, knallharter Abräumer agiert. Dieser Spielertyp steht Löw nicht zur Verfügung, sowohl Hitzlsperger als auch Rolfes sind eher spielende Sechser.

Und: Ballack ist Deutschlands einzig echter Anführer, dessen Präsenz fürs Team enorme Wichtigkeit hat. Im Zentrum ist Ballack quasi jederzeit im Spiel und damit omnipräsent, auf halbrechts wäre er dagegen etwas außen vor und nicht immer in der Lage, Impulse zu setzen. Chelsea kann bzw. muss sich das mit Nebenleuten wie Lampard, Essien oder Deco erlauben.

Alle Informationen zum DFB-Team

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