DFB-Frauen brechen zur EM nach Finnland auf

SID
Bundestrainerin Silvia Neid absolvierte mit dem Team eine knallharte Vorbereitung vor der EM
© Getty

Die deutschen Fußballerinnen sind am Mittwoch in Richtung Finnland zur EM gestartet. Bei der zehnten Europameisterschaft wollen sie den fünften Titel in Folge abgreifen.

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Die deutschen Fußballerinnen sind am Mittwoch in das Unternehmen EM-Titelverteidigung gestartet. Die Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) brach um 14.30 Uhr vom Frankfurter Flughafen nach Finnland auf, um dort bei der zehnten Europameisterschaft (23. August bis 10. September) den siebten EM-Triumph insgesamt und den fünften Titelgewinn in Folge zu feiern.

"Wir haben am vergangenen Freitag den letzten von sechs Lehrgängen in Frankfurt beendet. Und ich bin sehr zufrieden damit, wie die Spielerinnen mitgezogen haben. Ich denke, wir gehen gut vorbereitet in die Europameisterschaft", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid vor dem Abflug nach Helsinki und der anschließenden Fahrt ins rund 170 Kilomter nördlich der Hauptstadt gelegene Teamhotel Scandic Rosendahl in Tampere.

Die rund 200.000 Einwohner zählende Stadt erwartete den DFB-Tross am Mittwoch allerdings mit regnerischem Wetter.

Auftakt am Montag gegen Norwegerinnen

Mit an Bord der Lufthansa-Maschine waren 16 Weltmeisterinnen von 2007, die den Großteil des 22-köpfigen Kaders stellen. Nach der knallharten Vorbereitung seit dem 22. Juni (Neid: "Die Spielerinnen haben mich bestimmt oft verflucht.") steht für die DFB-Frauen, die von Freitag bis Dienstag fünf freie Tage zu Hause genießen durften, ab Donnerstag die heiße Phase vor dem ersten Spiel am Montag in Tampere gegen den zweimaligen Europameister Norwegen auf dem Programm.

"Wir werden das Training jetzt drastisch reduzieren. In Finnland stehen kurze Einheiten auf dem Programm. Wir wollen schließlich ausgeruht ins Turnier gehen", erläuterte Neid ihren Plan für die Vorbereitung auf die Partie gegen den Mitfavoriten aus Norwegen, der seinen letzten EM-Test bei den ebenfalls als Favoritinnen gehandelten Schwedinnen am Mittwoch 1:0 (0:0) gewinnen konnte.

Neid rechnet mit Laudehr

Fest eingeplant für das richtungweisende Spiel in der Gruppe B gegen die Skandinavierinnen ist die zuletzt angeschlagene Mittelfeldspielerin Simone Laudehr (Innenbandzerrung).

"Ihr geht es sehr viel besser. Wir glauben, dass sie schon bald wieder voll ins Training einsteigen kann", meinte Neid, die zudem zwei leicht angeschlagene Spielerinnen in ihren Reihen hat: "Melanie Behringer hatte leichte Probleme mit der Ferse. Inka Grings hatte sich am vergangenen Mittwoch eine Platzwunde am Kopf zugezogen, aber das war auch nicht schlimm."

500 Kilo Übergepäck

Während die Nationalspielerinnen, die in ihren weiteren Gruppenspielen am 27. August auf Frankreich und am 30. August auf Island treffen, am Mittwoch anreisten, ist die Vorhut der DFB-Delegation bereits seit Dienstag in Tampere.

Teammanagerin Patrizia Hell und Zeugwart Matthias Lau reisten voraus und kümmerten sich um die Logistik. Mit dabei hatte die DFB-Vorhut 500 Kilogramm Übergepäck. Dazu kamen sieben Paletten mit Teamausrüstung, die schon am Montag vergangener Woche mit einer Spedition auf die Reise geschickt wurde.

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