Drei Gewinner und neue Probleme

Von Für SPOX bei der Nationalmannschaft: Stefan Rommel
Freitag, 03.04.2009 | 11:03 Uhr
Die deutsche Nationalmannschaft liegt derzeit an der Spitze der WM-Quali-Gruppe 4
© Getty
Advertisement
A-League
Live
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)

Am Ende waren doch alle zufrieden. In einer Saison, in der sich aus Sicht der Nationalmannschaft alles auf das Spiel der Spiele im Oktober in Russland konzentriert, sind es gerade die kleinen Unwägbarkeiten und Gegner, die zum Stolperstein werden können.

Nicht umsonst lautete die Mission vor den beiden Dienstreisen nach Leipzig (gegen Liechtenstein) und Cardiff (gegen Wales) sechs Punkte. Die Tabelle hat Priorität vor der Art und Weise, wie die Mannschaft ihre Spiele bestreitet.

Insofern hat die DFB-Auswahl bei zwei Siegen mit sechs eigenen und keinem Gegentor ganze Arbeit geleistet. "Wir wollten die sechs Punkte haben und jetzt haben wir sie auch. Ich denke, man kann durchaus von einer gelungenen Woche reden", sagte Bundestrainer Joachim Löw.

Und trotzdem gab es auch Aufs und Abs, einige Spieler spielten sich in den Vordergrund, andere nutzten ihre Chancen nur halbherzig. Und natürlich bleibt die Diskussion über den Ballack-Podolski-Streit. Eine Bestandsaufnahme.

Die Ausgangslage: Die sechs Punkte waren ungeheuer wichtig, dessen war sich das Team offenbar auch bewusst. Der vermeintlich satte Vorsprung vor den Russen ist trügerisch, im Grunde hat die deutsche Mannschaft beim 3:3 in Finnland schon gepatzt - die Russen in den heimlichen Spitzenspielen gegen eben jene Finnen und Wales noch nicht. Allerdings läuft es auch beim schärfsten Konkurrenten nicht wirklich rund, wie das knappe 1:0 der Sbornaja in Liechtenstein zeigt.

Die spielerische Komponente: Das von Löw propagierte Offensivspiel fand in beiden Partien nur in Ansätzen statt. Spielerisch waren wenig Fortschritte zu erkennen, weil vor allen Dingen das Passspiel sehr zu wünschen übrig ließ. Gegen beide Gegner hielt die DFB-Elf zudem nicht konsequent die Außen im Mittelfeld und stand sich so in der Mitte häufig selbst im Weg. Immerhin sitzt die eine oder andere taktische Variation schon ganz gut und funktioniert ohne Reibungsverluste, siehe das überraschend aus dem Hut gezauberte 4-2-3-1 gegen Wales.

Die T-Frage: Mit drei gleichberechtigten Keepern traf sich der Tross am Sonntag vergangener Woche in Leipzig. Nach den 180 Qualifikationsminuten darf sich Robert Enke als Gewinner des Dreikampfs fühlen. Rene Adler stoppte eine Ellbogenverletzung, der Leverkusener hatte somit aus gesundheitlichen Gründen keine Chance zur Bewährung. Und Tim Wiese zog im Wettstreit mit Enke aus sportlichen Gesichtspunkten den Kürzeren.

Der Bremer war darüber verärgert, allerdings beschied Enke durch zwei tadellose Auftritte keine Ansatzpunkte für Kritik und bestätigte die Entscheidung des Trainerstabs. Momentan hat Enke wieder die Nase leicht vorne. "Die Spiele waren für die Mannschaft wichtig und natürlich war es auch mal wichtig für mich, zu Null zu spielen", sagte der Hannoveraner nach dem 2:0 gegen Wales.

Der Kapitän geht voran: Michael Ballack hat die Diskussionen über seine Person vollständig abgeschüttelt und war in beiden Spielen einer der besten deutschen Feldspieler. Ballack zeigte jene Kaltschnäuzigkeit, für die die deutsche Mannschaft gefürchtet ist und erzielte beide Male das wichtige 1:0 - wie übrigens auch beim 2:1-Sieg über die Russen im Oktober letzten Jahres. Auf den Kapitän ist in kniffligen Situationen Verlass, Ballack wird einer der, wenn nicht sogar DER entscheidende Faktor auf dem Weg zur WM 2010 bleiben.

Hitzlsperger auf dem Sprung: Die Position im zentralen defensiven Mittelfeld, in Löws bevorzugtem 4-4-2 der Platz neben Ballack, ist eine der umkämpftesten Arbeitsplätze im DFB-Team. Platzhirsch Torsten Frings kommt so recht nicht mehr auf die Beine, Simon Rolfes ist solide, aber erscheint noch nicht so weit, die komplexen Aufgaben in Defensive und Offensive konstant gut zu erfüllen. Und Jermaine Jones hat seit geraumer Zeit allenfalls noch Außenseiterchancen.

So schickt sich Thomas Hitzlsperger mehr und mehr an, den vakanten und enorm wichtigen Posten nachhaltig zu bekleiden. Der Stuttgarter hat in fast allen Bereichen kleine Vorteile gegenüber der Konkurrenz und - bei Löw ein wichtiger Faktor - ein sehr gutes Standing innerhalb der Mannschaft und beim Trainerstab.

Die Problemzone Innenverteidigung: Per Mertesacker ist gesetzt. Aus dem Kronprinzen von Christoph Metzelder ist nach dessen schleichendem Abgang bereits der unumstrittene König in der Defensivzentrale geworden. Aber ähnlich wie im Mittelfeld ist auch der Platz neben Merte noch immer nicht fix vergeben.

Serdar Tasci hatte nach einem soliden Spiel gegen Liechtenstein gegen Wales enorme Probleme und ließ eine sehr große Chance liegen, sich bleibend beim Bundestrainer im Gedächtnis zu verankern. Heiko Westermann hat ein ganz anderes Problem: Im Verein darf der Schalker nicht in der Innenverteidigung ran, was ihm in seinem Anspruchsdenken sehr im Wege steht.

Bei der anstehenden Asien-Reise will Löw deshalb Robert Huth nach langer Abwesenheit wieder eine Bewährungschance geben. Beste Chancen auf den zweiten Platz im Zentrum hat aber Arne Friedrich. Der Berliner spielt auf gleicher Position im Verein eine fulminante Saison und scheint im Moment als Ideallösung in den Augen von Löw.

Der neue Konflikt: Endlich war Ruhe eingekehrt, jetzt droht erneut eine endlose Debatte über Führungskräfte und -stile. Podolskis Affront gegen Kapitän Ballack ist nach außen hin bereits wieder zu den Akten gelegt, alle Beteiligten einigten sich gleich nach dem Spiel auf einen Konsenskurs. So recht mag man den Aussagen aber noch nicht Glauben schenken - schließlich sind die Erfahrungen der Debatten um Ballack, Bierhoff, Löw, Frings, Klose, Kuranyi noch in bester Erinnerung.

Der unglückliche Spielplan: Bei der Asien-Reise wird Löw testen. Die Mannschaft kann sich dort also so gut wie gar nicht weiter einspielen. Nach Liechtenstein und Wales warten jetzt die Gegner China, Südafrika und die Vereinigten Arabischen Emirate in den Testspielen und danach zweimal Aserbaidschan in der WM-Qualifikation.

Vor dem zum Endspiel stilisierten Spiel in Moskau gegen die Russen im Oktober wird der Bundestrainer gegen eher zweitklassige Gegner kaum genügend Erfahrungswerte über die tatsächliche Form seiner Mannschaft sammeln können. Vor allem im Defensivverhalten wird Löw gegen die VAE oder Aserbaidschan nicht viel erfahren, bevor mit den gefährlichen Russen ein echter Hammer wartet.

Der Spielplan ist sehr unglücklich für den DFB gesetzt bzw. durch die Asien-Reise - auf der nicht viele Stammspieler zu erwarten sind - selbst gewählt. Ein echter Top-Gegner als Härtetest ist nicht in Sicht. Die Antwort auf alle Fragen wird erst der Ernstfall in Moskau bringen.

WM-Qualifikation: Deutschlands Gruppe

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung