Fussball

"Mario ist selbst stark genug"

Von Für SPOX bei der Nationalmannschaft: Stefan Rommel
Thomas Hitzlsperger (re., VfB Stuttgart) absolvierte gegen Liechtenstein sein 44. Länderspiel
© Getty

EXKLUSIV Die Pflichtaufgabe in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein löste das DFB-Team souverän und gewann 4:0. Zusammen mit Michael Ballack gestaltete Thomas Hitzlsperger mit geschickten die Pässen das Spiel und ließ in der Defensive nichts anbrennen. Im SPOX-Interview spricht der Stuttgarter über das Sorgenkind Mario Gomez und die nächste Aufgabe gegen Wales. 

SPOX: War das die erwünschte Reaktion nach den beiden Niederlagen gegen England und Norwegen?

Thomas Hitzlsperger: Zunächst mal war es wichtig, dass wir den Gegner zu keiner Zeit unterschätzt haben. Wir haben einiges von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Phasenweise war das schon ganz gut. Und deutlich war's am Ende auch. Natürlich kann man immer noch ein paar Tore mehr machen, aber insgesamt war das schon gut.

Deutschlands 4:0 gegen Liechtenstein in der SPOX-Analyse

SPOX: Wie muss man den Sieg gegen eine Mannschaft wie Liechtenstein einordnen?

Hitzlsperger: Wir haben im Hinspiel sechs Tore gemacht, jetzt vier. Das sind insgesamt immerhin zehn. Das schafft auch nicht jede Mannschaft, auch wenn Liechtenstein ein kleiner Gegner ist. Wir haben unseren Job gut gemacht und konzentrieren uns ab sofort auf Wales.

SPOX: Wie läuft die Vorbereitung auf den nächsten Gegner ab?

Hitzlsperger: Das Spiel gegen Liechtenstein ist natürlich in nichts mit dem zu vergleichen, was uns am Mittwoch erwartet. Wir werden uns neu einstellen, in Videoschulungen das Spiel von Wales analysieren und dann die Mittel definieren, die wir dagegen finden müssen, um am Ende dort zu gewinnen. Die Vorbereitung ist eine andere als auf Liechtenstein. Aber die Konzentration muss dieselbe sein - und die wird es auch sein.

SPOX: Wales hat zu Hause 0:2 gegen Finnland verloren. Wie erwarten Sie die Gastgeber am Mittwoch?

Hitzlsperger: Es wäre wohl auch nicht groß anders, wenn sie gegen Finnland gewonnen hätten. Das Spiel wird wieder ein ganz anderes werden, wir werden vorbereitet sein und es hoffentlich packen.

SPOX: Mario Gomez hat ein sehr unglückliches Spiel abgeliefert. Haben Sie mit ihm gesprochen?

Hitzlsperger: Was soll ich sagen? Ich kann es immer nur wieder betonen: Er ist so ein guter Spieler, ein klasse Typ, der seine Leistung im Verein auch regelmäßig bringt. Nur in der Nationalmannschaft soll es momentan einfach nicht sein. Obwohl er die ganze Zeit bemüht ist und rackert. Jetzt hoffen wir, dass der Knoten demnächst platzt.

SPOX: Wie geht die Mannschaft jetzt mit ihm um?

Hitzlsperger: Er lässt sich nicht hängen und probiert es immer wieder. Das ist ein gutes Zeichen. Er ist zwar ein Bestandteil von uns, aber wir werden jetzt nicht alle zu ihm hingehen und ihn trösten. Er kann natürlich auf uns bauen, wenn er uns braucht. Aber er ist selbst stark genug, dass er da raus kommt. Und das wird er auch schaffen.

SPOX: Ist das Pech, Unvermögen, Übereifer?

Hitzlsperger: Es soll halt im Moment einfach nicht sein. Ich kenne den genauen Grund nicht und wahrscheinlich kann man es auch gar nicht begründen. Entscheidend ist, dass er arbeitet. Man braucht nicht an seiner Qualität zweifeln und schon gar nicht an seiner Einstellung. Man muss jetzt Geduld haben.

Deutschland - Liechtenstein: Daten und Fakten

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