Löw kritisiert deutsche Profis

SID
Mittwoch, 12.11.2008 | 13:30 Uhr
Bundestrainer Joachim Löw blickt sorgenvoll in die Zukunft des deutschen Fußballs
© Getty
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Bundestrainer Joachim Löw macht sich Sorgen um den deutschen Fußball. Im einem Interview mit der "Sport-Bild" kritisiert Löw die mangelnde Einstellung und fehlende Professionalität bei den Fußballprofis in Deutschland. Gegenüber dem Ausland sieht er große Defizite.

Joachim Löw hat die Einstellung der heutigen Fußballprofis in Deutschland kritisiert. Nach Meinung des Bundestrainers müsse den Spielern möglichst schnell klar gemacht werden, dass sie sich mehr mit ihrem Beruf auseinandersetzen müssen. Dies gelte insbesondere für die Nationalspieler.

 

"Diese Themen möchte ich angehen"

"Was heißt es denn, Nationalspieler zu sein? Was heißt es denn, Vorbild für viele Kinder zu sein? Wo liegt das Problem, sich weiterzubilden, Medienschulung zu betreiben? Was heißt eine richtige Karriereplanung? Was heißt es, Teil einer Mannschaft zu sein? Das sind alles wichtige Themen, die hier in Deutschland viel zu kurz kommen. Deshalb möchte ich diese Themen angehen. Jetzt, nicht erst in fünf Jahren", sagte Löw in einem Interview mit "Sport-Bild".

Der 48-Jährige fügte an: "Ich möchte nicht immer das Ausland glorifizieren. Aber wie zum Beispiel bei Arsenal London oder beim AC Mailand gearbeitet wird, das hat eine hohe Professionalität."

"Das ist ein untragbarer Zustand"

Löw kritisiert nach dem Zoff mit Michael Ballack und Torsten Frings, die Art und Weise, mit der viele Profis mit Trainer-Entscheidungen umgehen: "Es ist eine Tendenz zu erkennen, dass Spieler, wenn sie mal auf der Bank sitzen, sofort ihrer Enttäuschung Luft machen. Es geht nicht, dass die Spieler die Entscheidungen der Trainer nicht akzeptieren und sich öffentlich beschweren. Das ist ein untragbarer Zustand. Da müssen wir entgegenwirken. Bei Spitzenmannschaften ist es gang und gäbe, dass Top-Spieler auch auf der Bank sitzen."

Diskussionen schaden Nationalmannschaft

Diese öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten hätten dem Ruf der Nationalmannschaft geschadet. "Es war schlecht für das Team. Weil es das positive Bild der Nationalmannschaft zumindest vorübergehend beeinflusst, oder sogar verändert hat.

Vor und kurz nach der EM sei eine positive Entwicklung erkennbar gewesen. Als Vize-Europameister und dank einer bisher erfolgreichen WM-Qualifikation habe das Team ein gutes Standing gehabt. "Da ist es bedauerlich, wenn es heißt: 'Was ist denn auf einmal bei der Nationalmannschaft los?'", sagte Löw.

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