Fromlowitz: "Ich will an Adler kratzen"

Von Interview: Viktoria Noll
Dienstag, 18.11.2008 | 14:43 Uhr
Florian Fromlowitz musste für das Länderspiel der U-21-Nationalmannschaft gegen Italien absagen
© Getty
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Florian Fromlowitz machte schon mit Kaiserslautern in der Bundesliga auf sich aufmerksam, bis er durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurde. Jetzt hat er bei Hannover 96 eine neue Chance erhalten, sich zu präsentieren. Für das Länderspiel der U-21-Nationalmannschaft gegen Italien (19.15 Uhr im LIVESCORE) musste der 96-Keeper wegen Kniebeschwerden absagen.

Im Team von Interimstrainer Horst Hrubesch war Fromlowitz bisher ein sicherer Rückhalt, hat nun aber einen starken Konkurrenten. Dennoch gibt er die Hoffnung auf einen Stammplatz nicht auf.

Im SPOX-Interview spricht der 22-Jährige über den Traum vom EM-Titel, sein Verhältnis zu Rene Adler, den Typ Oliver Kahn und Rafael Nadals Haare.

SPOX: Herr Fromlowitz, Sie haben mit Kaiserslautern schon in der Bundesliga gespielt als Manuel Neuer und Rene Adler noch völlig unbekannt waren. Hadern Sie sehr mit dem Schicksal, dass Sie durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurden?

Florian Fromlowitz: Nein, ich freue mich für meine Kollegen. Rene und Manuel kenne ich durch die U21 sehr gut und es ist schön, dass wir in Deutschland junge Torhüter haben, die den Schritt geschafft haben, sich einen Stammplatz zu erobern. Bei mir kamen leider die Verletzungen dazwischen, die mich lange außer Gefecht gesetzt haben. Als ich 2006 in der Bundesliga gespielt habe, kannte Neuer und Adler noch keiner. Heute ist es umgekehrt. Es werden eher ihre Namen und vielleicht noch Michael Rensing als Bayern-Torwart genannt. Ich werde mich auf jeden Fall weiter in der Bundesliga zeigen und dadurch auch wieder ins Gespräch kommen.

SPOX: Nächstes Jahr spielen Sie mit der U-21-Nationalmannschaft um den EM-Titel. Welche Chancen hat das Team in Schweden?

Fromlowitz: Erstmal war es natürlich toll, dass wir uns überhaupt noch qualifizieren konnten. Mit Frankreich haben wir schon einen namhaften Konkurrenten ausgeschaltet, warum sollten wir also keine guten Chancen haben. Natürlich wollen wir den Titel holen. Für mich ist es auch die letzte Gelegenheit, da ich danach zu alt für das Team bin. Daher wäre es ein gelungener Abschluss, mit der U21 den EM-Titel zu holen.

SPOX: Sie stehen seit der U16 in der DFB-Auswahl und haben immerhin zehn Spiele für die U21 absolviert. Dann kann das nächste Ziel nur A-Nationalmannschaft heißen.

Fromlowitz: Es ist viel zu früh darüber zu sprechen. Ich muss erstmal meine Leistung konstant bringen. Bei der U21 werde ich dann im Sommer sehen, wie die Situation mit Manuel Neuer ist und ob ich auch meine Chance bekomme. Danach kann ich dann an andere Ziele denken.

SPOX: Ihr U-19-Trainer, Uli Stielike, hat einmal Ihre Stärken charakterisiert: "Florian ist ein reaktionsschneller Torwart. Seine Stärke ist, dass er seine Vorderleute lautstark dirigiert." Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?

Fromlowitz: Verbessern kann man immer etwas. Im Moment versuche ich mit meinem Trainer Jörg Sievers hier bei Hannover 96 meine Schwächen herauszufinden und daran zu arbeiten. Aber letztendlich muss ich selbst entscheiden, wenn ich auf dem Platz stehe. Da kann mir keiner helfen.

Wie geht es mit der U21 weiter? Jetzt auch unterwegs top-informiert sein!

SPOX: Joachim Löw spricht immer vom "modernen Torwart", den er für die Nationalmannschaft benötigt. Was macht einen modernen Torwart aus?

Fromlowitz: Der moderne Torwart muss sehr gut mitspielen können, in gewisser Weise als Libero auftreten. Das versuche ich auch immer einzubringen, also offensiv mitzuspielen und Angriffsituationen zu erkennen, zu unterbinden und dann schnell wieder die Vorderleute zu dirigieren. Beim Spiel nach vorne ist es wichtig, sich durch Pässe oder gezielte Abwürfe ins Spielgeschehen einzuordnen. Die jungen Torhüter leben das auch sehr gut aus. Es ist heute nicht mehr so, dass man das gesamte Spiel über auf der Linie kleben kann.

SPOX: Sie haben Rene Adler in den U-Mannschaften kennen gelernt. Was für ein Typ ist er?

Fromlowitz: Rene steht jetzt verdient im Tor. Er hat im letzten Jahr seine Leistung kontinuierlich gebracht. Damals bei der U19 hatten wir ein sehr freundschaftliches Verhältnis und telefonieren auch ab und zu. Es ist schön zu sehen, dass er so erfolgreich ist. Aber ich will mich jetzt auf mich konzentrieren und vielleicht ein bisschen an ihm kratzen. Ob das möglich ist, wird aber erst die Zukunft zeigen.

SPOX: Welchem der vorherigen Nationaltorhüter haben Sie am meisten nachgeeifert?

Fromlowitz: Ich habe meinen eigenen Stil und den kann man auch mit keinem anderen Torhüter vergleichen. Wenn überhaupt, dann habe ich Oliver Kahn immer im Vordergrund gesehen. Er als Typ und sein ganzes Auftreten haben mir immer sehr imponiert und man merkt, dass durch seinen Abschied etwas fehlt. Er war ein super Torwart, in dessen Fußstapfen ich natürlich gerne treten würde. Er hat aber eine einmalige Karriere hingelegt, die sehr schwer zu übertreffen ist.

SPOX: Als Nicht-Fußballer ist Rafael Nadal Ihr Vorbild.

Fromlowitz: Ich verfolge schon seit Jahren seinen Werdegang. Als er zum ersten Mal die French Open gewonnen hat, bin ich auf ihn aufmerksam geworden. Meine Schwester und ich haben immer vor dem Fernseher mitgefiebert. Allein, was er aus seinem Typ macht, wie er auftritt und dass er in dem Alter schon die Nummer eins der Weltrangliste ist, finde ich faszinierend.

SPOX: Kann man sich als Fußballer etwas von einem Tennisspieler abschauen?

Fromlowitz: Ich habe versucht, ihm ein bisschen nachzueifern, mich auch so zu pushen, wie er es immer macht. Eine Zeit lang habe ich sogar versucht, ihm äußerlich zu ähneln und habe mir die Haare wachsen lassen. Das hat bei mir allerdings nicht so gut geklappt und deshalb habe ich sie schnell wieder abgeschnitten. Er ist auf jeden Fall ein Typ, den ich gerne persönlich kennen lernen würde und ein großes Vorbild.

Alle Infos zum DFB-Team gibt's hier

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