Montag, 08.09.2008

DFB-Team

U 21 vor Herzschlagfinale gegen Israel

Vor dem Herzschlagfinale gegen Israel (Di., 19 Uhr im LIVESCORE) kennt das Selbstbewusstsein der deutschen Nachwuchs-Fußballer keine Grenzen.

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© Getty

"Wir sind davon überzeugt, dass wir es können", sagte der Hamburger Abwehrspieler Dennis Aogo, der mit der U-21-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Duisburg das entscheidende Match um den Gruppensieg in der EM-Qualifikation bestreitet.

"Wir haben im Team eine gute Qualität, müssen unser Potenzial aber komplett abrufen, um gegen die starke Mannschaft von Israel zu bestehen", sagte Bundestrainer Dieter Eilts, dessen Elf im Falle einer Niederlage das jähe Ende aller EM-Träume droht.

Keine Lust auf Rechenspiele

Vor den abschließenden Rundenspielen ergeben sich noch einige Konstellationen, um in die nächste Qualifikationsphase zu gelangen. Neben den Siegern aus zehn Qualifikationsgruppen erreichen auch die besten vier Gruppenzweiten die sieben Playoff-Begegnungen, in denen am 10. und 14. Oktober die Teilnehmer an der EM-Endrunde in Schweden (15. bis 29. Juni 2009) ermittelt werden.

Der Eilts-Elf reicht in jedem Fall ein Remis gegen die punktgleichen Israelis zum Weiterkommen, weil Deutschland mit dann 17 Zählern zu den besten vier Gruppenzweiten gehören würde. Bei einem 0:0, 1:1 oder 2:2 wäre wegen des direkten Vergleichs sogar der erste Platz gesichert. "Auf Rechenspiele lassen wir uns aber nicht ein und wollen uns mit einem Sieg als Erster qualifizieren", sagte Eilts.

Ziel ist der EM-Titel 

Die Auslosung für die Playoff-Spiele wird am 12. September in Malmö durchgeführt, DFB-Sportdirektor Matthias Sammer möchte sich damit aber noch nicht beschäftigen.

"Wir haben im internen Kreis bereits die klare Aussage getroffen, dass unser Ziel der EM-Titel ist. Wir dürfen aber nicht den zweiten Schritt vor den ersten setzen", meinte Sammer, der Rückschläge des deutschen Nachwuchses auf dem Weg zur anvisierten Annäherung an die Weltspitze nicht gebrauchen kann.

Bei der U 21-EM vor zwei Jahren verpasste die DFB-Auswahl denkbar knapp den Einzug ins Halbfinale, vor dem Turnier 2007 scheiterte die Eilts-Elf bereits in der Relegation.

Respekt vor Israel

Israel konnte sich hingegen für die Endrunde 2007 qualifizieren und mehr Erfahrungen als die deutsche Mannschaft sammeln. "Israel stellt eine technisch gut ausgebildete Auswahl, das wird eine schwierige Aufgabe", meinte Eilts, dessen ersatzgeschwächtes Team Nordirland 3:0 bezwang und gestärkt nach Duisburg fährt.

Dem Bundestrainer fehlt zwar weiterhin über ein halbes Dutzend Spieler, neben Jan Rosenthal nach beendeter Gelbsperre kehren aber auch die zuletzt angeschlagenen Benedikt Höwedes, Torjäger Rouwen Hennigs und Keeper Florian Fromlowitz ins Team zurück.

Offensive Ausrichtung

Bereits gegen Nordirland musste Eilts sein Team auf einigen Positionen neu formieren und brachte unter anderem den 18 Jahre alten Jungstar Toni Kroos vom FC Bayern München, der prompt überzeugte.

"Wir haben in den betreffenden Jahrgängen viele gute Spieler, die alle Ansprüche für die Startformation geltend machen können. Für mich ist das eine sehr komfortable Situation", sagte Eilts, der gegen Israel eine offensive Ausrichtung forciert.

Für die 14 Plätze in der Relegation haben sich bislang erst England, Österreich, Spanien und Finnland sicher qualifiziert.


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