DFB-Team

Hitzlsperger macht Druck auf Platzhirsch Ballack

SID
Dienstag, 19.08.2008 | 15:39 Uhr
DFB-Team, Thomas Hitzlsperger
© Getty
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Herzogenaurach - Mit einer Kampfansage an die Platzhirsche Ballack und Frings hat Thomas Hitzlsperger 44 Tage nach der EM überraschend eine neue pikante Note in den Konkurrenzkampf der deutschen Nationalmannschaft gebracht.

In Abwesenheit des verletzten und bisher als unangreifbar geltenden DFB-Kapitäns und seines ebenfalls verhinderten Partners Frings wollen sich der Stuttgarter und Simon Rolfes von Bayer Leverkusen schon beim Test gegen Belgien (Mi., 21.00 Uhr im SPOX-Ticker) für die Weltmeisterschaft 2010 in Position bringen.

"Ich weiß, dass mit Michael Ballack und Torsten Frings noch zwei erfahrene Spieler da sind, die es zu verdrängen gilt", sagte Hitzlsperger in Herzogenaurach.

Bundestrainer Joachim Löw sprach vor der Partie in Nürnberg vom "Start in eine neue Periode", in der es nur nach Leistung gehen soll. Hitzlsperger, beim VfB Stuttgart in dieser Saison als Kapitän ebenfalls stärker in der Verantwortung, brachte sich mit für ihn bislang ungewohnt selbstbewussten Worten in Stellung.

"Es geht für jeden darum, sich zu präsentieren"

"Auch wenn es eine Partie ist, in der es um nichts geht, geht es für jeden Einzelnen von uns darum, sich zu präsentieren", sagte der 26-Jährige. Er sei mit der Anzahl seiner EM-Spiele zwar zufrieden, nun gelte es aber "den nächsten Schritt zum Stammspieler zu machen", sagte The Hammer. Mit seinem ersten Saisontor beim 3:1-Sieg in Mönchengladbach gelang Hitzlsperger schon einmal ein vielversprechender Start.

Auch Rolfes hält seine Lehrjahre im DFB-Team für beendet und will das Spiel gegen Belgien nutzen, noch näher an die Stammelf heranzukommen. "Für uns beide ist es ein neuer Abschnitt mit neuen Zielen", meinte der 26-Jährige, in Leverkusen ebenfalls zum Kapitän aufgestiegen.

Doppelsechs will angreifen

Bei der EM spielten Hitzlsperger und Rolfes im Viertelfinale gegen Portugal zusammen als Doppelsechs. Trotz starker Leistungen übernahmen im weiteren Turnierverlauf wieder Ballack und Frings das Kommando. Doch das soll sich nun mit Blick auf die WM 2010 ändern.

Auf dem Weg nach Südafrika hat Löw für das Mittelfeld auch Piotr Trochowski im Blick, erwartet von dem Hamburger aber eine deutliche Leistungssteigerung. "Es gilt für ihn, jetzt bei uns den nächsten Schritt zu machen", sagte der Bundestrainer.

Löw kündigte ein Gespräch mit dem 24-Jährigen an, der in Österreich und der Schweiz nicht zum Einsatz gekommen war. Trochowski müsse nun "angreifen und seine Chance bei uns nutzen". Es sei für den Deutsch-Polen an der Zeit, seine im Training gezeigten Fähigkeiten auch in den Länderspielen zu zeigen.

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