Erkenntnisse aus dem Belgien-Spiel

Konkurrenz! Kampf!

Von Stefan Rommel
Donnerstag, 21.08.2008 | 12:01 Uhr
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Nürnberg - Joachim Löw saß im engen Presseraum des Nürnberger Frankenstadions auf seinem Podest und rührte in einem Espresso.

Wie er denn die Leistung von Marko Marin gesehen habe, wurde der Bundestrainer gefragt.

Löw nippte noch kurz an seinem Becher und beantwortete die Frage dann so, wie er zuvor auch schon die Fragen nach Thomas Hitzlsperger, Piotr Trochowski oder Patrick Helmes beantwortet hatte: "Für ihn beginnt jetzt die Phase, in der er angreifen muss."

Auch mal Konfrontationskurs gefordert

Für viele Spieler ist ein Test nach gerade einmal einem absolvierten Bundesligaspiel und einer harten Vorbereitung gegen einen Gegner mit überschaubarem Renommee kein willkommener Ausflug ins Land der Länderspiele.

Für Löw aber war das glanzlose 2:0 gegen Belgien ein erster Richtungsweiser in eine schwierige Zukunft. Zuletzt wurde ihm ja ein wenig vorgeworfen, er würde immer wieder den Konflikt scheuen und Dinge einfach aussitzen, anstatt auch mal auf Konfrontationskurs zu gehen.

Einige sahen im Bundestrainer den Konsens-Jogi. Ob Löw davon ein wenig angestachelt war, wird nur er selbst wissen. Zumindest klang der nette Herr Löw nach dem Spiel doch sehr entschlossen und für seine Verhältnisse sogar resolut: "Von einigen muss jetzt der nächste Schritt kommen. Ich habe mit ein paar Spielern in den Tagen vor dem Spiel gesprochen und ihnen das klar gemacht."

Warm-Up für die WM-Quali

Für Löw und die Nationalelf begann mit dem lockeren Testspiel die neue Saison, die in diesem Jahr noch mit vier wichtigen WM-Qualifikationsspielen - unter anderem gegen Russland und in Finnland - und dem Prestigeduell gegen England aufwartet.

"Das war ein gutes Warm-Up für die anstehende WM-Qualifikation. Ich habe einige Erkenntnisse gewonnen. Einige Spieler, die zum ersten Mal gespielt haben oder in der hinteren Reihe gestanden hatten, haben ihre Sache sehr gut gemacht."

"Ganz gut für's erste Spiel"

Besonders hervorheben wollte er niemanden. Wer gemeint war, war aber dennoch klar. Thomas Hitzlsperger etwa hatte sich im Vorfeld ungewohnt offensiv geäußert und einen Platz in der Mannschaft beansprucht.

Die Absagen der Mittelfeld-Granden Michael Ballack und Torsten Frings rückten Hitzlsperger in den Fokus. Der Stuttgarter nahm die verantwortungsvolle Rolle an und spielte eine ordentliche Partie.

"Ich denke, wir haben insgesamt schon ganz gut gespielt für das erste Spiel und dafür, dass wir noch keinen richtigen Rhythmus haben", befand Hitz im Gespräch mit SPOX.

Trochowskis Reaktion

Oder Trochowski. Das ewige Talent wirkte schon zum Bundesliga-Auftakt mit dem HSV bei den Bayern wie befreit. Gegen die Belgier war er die Speerspitze der starken linken Seite, mit guten Dribblings und gescheiten Pässen.

Der 24-Jährige wirkte deutlich gereift und nicht mehr so aktionistisch wie in seinen bisherigen Länderspieleinsätzen. "Für Piotr war dieses Spiel sehr wichtig. Er hat ja bei der EM keine Sekunde gespielt, das war sicherlich eine Enttäuschung für ihn", lobte Löw die Reaktion des Hamburgers.

"Er hat im Training tolle Dinge drauf, die muss er jetzt auch im Spiel auf den Rasen bringen."

Stärkere linke Seite

Besonders auffällig war die Diskrepanz zwischen rechter und linker Seite im deutschen Spiel.

Während Philipp Lahm, Trochowski und später auch Marin eine starke Partie ablieferten und alle gefährlichen Angriffe über links initiierten, hatten auf der rechten Seite Bastian Schweinsteiger und vor allem der lethargisch wirkende Clemens Fritz einige Probleme.

"Im Spiel bekommt man das gar nicht so mit, aber offenbar waren wir links doch einiges stärker als auf der rechten Seite. Das muss jetzt aber nichts heißen", sagte Hitzlsperger.

"Will Konkurrenzkampf sehen"

So blieb dem Bundestrainer die Erkenntnis, dass seine Ansprache vor der Partie gefruchtet hat und der neue Weg und seine schärfere Gangart von den Spielern angenommen werden. Er muss jetzt neue Spieler einbauen - was im Umkehrschluss nur heißt, dass einige etablierte auf der Strecke bleiben werden.

"Einige Spieler müssen darauf drängen, jetzt in die Mannschaft zu kommen! Es ist einfach so, dass ich den Konkurrenzkampf sehen möchte."

Konkurrenz! Kampf! Konsens war offenbar gestern, die Mission Südafrika 2010 hat längst begonnen.

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