Real Madrid - Juventus Turin 1:3: Unfassbares Drama! Ronaldo rettet Real ins Halbfinale

Mittwoch, 11.04.2018 | 23:33 Uhr
Cristiano Ronaldo verwandelte den Elfmeter für Real Madrid.
© getty
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Real Madrid steht im Halbfinale der Champions League. Nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel zitterte sich der Titelverteidiger in einem denkwürdigen Rückspiel gegen Juventus Turin zu Hause mit 1:3 (0:2) eine Runde weiter. Den entscheidenden Treffer erzielte Cristiano Ronaldo in der siebten Minute der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt.

Real begann ähnlich wie im Hinspiel sehr aggressiv und angriffslustig. Die Madrilenen liefen Juventus tief in deren Hälfte an, die Alte Dame wirkte jedoch deutlich souveräner, unangenehmer und organisierter als noch in der Woche zuvor. Nach gerade einmal 77 Sekunden nutzten die Gäste aus Italien das riskante Spiel des Titelverteidigers aus und erzielten das 1:0 durch Mandzukic.

Real agierte dank präzisem Passspiel und guter Zweikampfführung trotz des frühen Gegentreffers weiter dominant, offenbarte in der Defensive jedoch immer wieder Nachlässigkeiten. Juve kam über die Flügel, vor allem über die rechte Seite, sowie Standardsituationen zu guten Chancen. Die Hereinnahme von Mandzukic auf die linke Angriffsseite erwies sich als goldrichtig. Der Kroate hatte in den Luftduellen mit dem 17 cm kleineren Carvajal keine Probleme.

Zwar erspielte sich auch Real in seinen Druckphasen gefährliche Torraumszenen, scheiterte jedoch am starken Buffon oder am Aluminium. Varane köpfte unmittelbar vor der Halbzeit an die Latte.

Den Höhepunkt eines der verrücktesten Spiele der Europapokal-Geschichte erreichte die Partie in ihren letzten Zügen, als Schiedsrichter Oliver auf Elfmeter zu Gunsten Reals entschied. Aufgrund der strittigen Szene brannten bei Buffon die Sicherungen durch, der Keeper ging den Unparteiischen an und sah Rot. Ronaldo verwandelte den Strafstoß in der siebten Minute der Nachspielzeit gegen Ersatztorhüter Szczesny eiskalt in den Winkel und rettete seine Mannschaft vor der sicher geglaubten Verlängerung ins Halbfinale.

Die Daten des Spiels Real Madrid - Juventus Turin

Tore: 0:1 Mandzukic (2.), 0:2 Mandzukic (37.), 0:3 Matuidi (60.), 1:3 Ronaldo (90.+7)
Rote Karte: Buffon (90.+3)

  • Für Real war Mandzukics Treffer zum 0:1 das früheste Gegentor in der Champions League seit Roy Makaay im März 2007 für die Bayern bereits nach 10 Sekunden traf.
  • 10 seiner 20 Tore in der Königsklasse erzielte Mandzukic per Kopf.
  • 3 Gegentore in einem CL-Heimspiel hatte Real zuletzt gegen Schalke kassiert, beim 3:4 im März 2015.

  • Real erreichte zum 8. Mal in Folge das Halbfinale der Champions League, eine derartige Serie schaffte kein anderes Team. Auch die insgesamt nun 13 Halbfinal-Teilnahmen der Königlichen sind Rekord.

Der Star des Spiels: Mario Mandzukic (Juventus Turin)

Seine Kopfballstärke war der entscheidende Faktor in Juves Angriffsbemühungen. Brachte Juve mit seinem Doppelpack auf die Siegerstraße. Arbeitete zudem sehr wertvoll mit nach hinten und warf sich in jeden Zweikampf.

Der Flop des Spiels: Keylor Navas (Real Madrid)

Ließ den Kopfball von Mandzukic zum 0:2 ins kurze Eck durch. Trotz relativ kurzer Entfernung absolut haltbar. Das 0:3 ging allein auf seine Kappe, als ihm der Flankenball von Costa aus den Händen rutschte und Nutznießer Matuidi den Ball über die Linie drückte.

Der Schiedsrichter: Michael Oliver (England)

Hatte ob der ruppigen Gangart der Italiener sowie der Schauspielkünste des einen oder anderen Real-Akteurs so seine Schwierigkeiten in der Zweikampfbewertung. Geriet in der letzten Minute der Nachspielzeit durch seinen Elfmeterpfiff gegen Juventus in den Fokus. Benatia sprang nach einer Kopfballhereingabe von Ronaldo im Rücken von Vazquez zum Ball, berührte seinen Gegenspieler aber nur geringfügig. Der Pfiff war höchst fragwürdig und entschied letzten Endes die Partie.

Die Reaktionen zu Real Madrid - Juventus Turin:

Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "Ich bin zufrieden. Wir haben uns das Weiterkommen nach 180 Minuten verdient. Wir hatten heute eine Menge Chancen, aber der Ball wollte einfach nicht rein und so mussten wir leiden."

Massimiliano Allegri (Trainer Juventus Turin): "Es tut mir sehr leid für die Jungs. Wir waren in Turin 60 Minuten lang die bessere Mannschaft und verloren trotzdem 0:3, heute haben wir dominiert. Kleine Details haben die Partie entschieden.

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